Priesterweihe in St. Hedwig

Am Samstag, dem 4. November 2017 um 15:00 Uhr feierte die eritreische Gemeinde Kidane Mehret in St. Hedwig die Priesterweihe von Medhanie Ugbamichael Yohannes. Das ist das erste Mal in St. Hedwig, dass eine Priesterweihe hier stattgefunden hat; die Gemeinde Kidane Mehret ist seit 1998 in Griesheim beheimatet.

 

Einen ausführlichen Bericht finden Sie auf der Homepage der Pfarrgemeinde.

 

Deutsch-eritreischer Gottesdienst in St. Hedwig

Am 10. Juli 2016 fand wieder ein deutsch-eritreischer Gottesdienst mit anschließender Begegnung in St. Hedwig statt.

 

Den Bericht können Sie hier nachlesen.

5.7.2015: Begegnung der eritreisch-deutschen Gemeinden:

Zu Beginn des Gottesdienstes fand ein Rollenspiel mit  Kindern über die BREMER STADTMUSIKANTEN statt. Es verdeutlichte Furchtlosigkeit und Ideenreichtum beim Verlassen der Heimat und der Wanderschaft. 

Abba Dawit, Pfarrer Glaser und Pastoralreferent Herr Preis berichteten aus unterschiedlichen Blickwinkeln über die Heimat auch in der Fremde. Der Kehrvers eines Liedes aus dem Gotteslob trifft es besonders gut: 

"Wir haben hier keine bleibende Stadt,

vielmehr die kommende suchen wir;

wir haben hier auch kein bleibendes Haus,

aber ein Zelt, ein Zelt der Begegnung mit dir".

Bei den Fürbitten wurde an im Mittelmeer ertrunkene eritreische Freunde gedacht.

Im Anschluss an den Gottesdienst fanden noch viele gute Gespräche bei deutsch-eritreischem Essen statt.

"Durch die Musik entsteht eine Brücke der Kraft zu Land und Menschen, sie stärkt die Herzen und heilt manchen Schmerz"

Der Jugendchor bei der Senfkornpreis-Verleihung. Motto des Chores (siehe oben)

Der Katholische Eritreische Jugendchor, der in unserer Gemeinde St. Hedwig zuhause ist, wurde kürzlich mit dem SENFKORNPREIS des Caritas-Verbandes Frankfurt für beispielhaftes ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Junge Erwachsene aus dem Chor, die selbst vor vielen Jahren von Eritrea nach Deutschland gekommen sind, kümmern sich um neu eintreffende junge eritreische Flüchtlinge.

Die Preisverleihung u.a. mit der Caritas-Vorsitzenden Frau Hagmans und Abba Dawit

Der Chor, der insgesamt ca. 50 Mitglieder umfasst, hat im letzten Jahr 20 Bootsflüchtlinge integriert, die auf schwierigen Wegen von Eritrea über Sudan und Libyen nach Europa gekommen sind. Über 2 junge Mädchen und ihren furchtbaren Fluchtweg siehe unten stehenden Bericht.

Die Flucht von Helen und Sarah

Viele Mädchen und Jungens flüchten aus Eritrea aus dem selben Grund: wegen des menschenverachtenden und brutalem Militärdienstes. In den Militärlagern herrschen furchtbare Verhältnisse. Die Menschenrechtsorganisation "HUMAN  RIGHT WATCH" hat deshalb Eritrea als ein einziges "gigantisches Gefängnis" bezeichnet.

 

In Eritrea werden alle Schulabgänger direkt nach Schulabschluss sofort und meist lebenslänglich zum Militär eingezogen. Sie können somit keine Ausbildung machen oder einen Beruf wählen.

 

Helen und Sarah (Namen geändert) sind deshalb mit 17 Jahren im Sommer 2012 vor dem Abschluss der Schule mit anderen Mädchen und Jungens geflüchtet. Sie sind mit dem Bus in Richtung der eritreischen Grenze zum Sudan gefahren, wo viele Eritreer bereits ein Bleiberecht erhalten haben. Auf ihrem Weg wurden sie jedoch von Schleppern gefangen genommen und 20 Tage festgehalten.

 

Sodann wurden sie auf illegalen Wegen über Ägypten in den Nord-Sinai (nahe der Grenze zu Gaza)  gefahren und an dortige Menschenhändlerorganisationen verkauft. Dort wurden sie in verschiedenen Lagern und durch unterschiedliche Organisationen 8 Monate festgehalten. Gleichzeitig wurde von ihren Verwandten in Eritrea und Bekannten in Europa, deren Namen sie bekannt geben mussten, hohe Geldsummen unter Androhung von Gewaltanwendung (z.B. Folter und Organentnahmen) zu ihrer Freilassung gefordert. Nach Zahlung wurden sie nach Kairo abgeschoben.

 

In Kairo hat sie das Flüchtlingswerk der UNO aufgenommen und medizinisch betreut. Dort blieben sie 18 Monate. Gleichzeitig fanden Verhandlungen mit der Menschenrechtsorganisation PRO ASYL in Frankfurt statt. Ende 2014, nach insgesamt 2 1/2 Jahren Flucht, konnten sie nach Deutschland fliegen und Asyl beantragen.

 

Dem Asylantrag wurde kürzlich stattgegeben. Sie erhielten bisher Zahlungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und können künftig Hartz IV beantragen. 4 x in der Woche besuchen sie einen Sprachkurs der Volkshochschule und wohnen in einem Asylantenheim in Frankfurt. Ihr Wunsch ist, so schnell wie möglich eine Arbeit zu finden. Sie sind glücklich darüber, in dem Jugendchor der eritreischen katholischen Gemeinde eine Heimat gefunden zu haben.

Dezember 2013

Festlicher Gottesdienst und Begegnungsfest der deutschen Gemeinde und der eritreischen Partnergemeinde mit guter Beteiligung.

Thema des Gottesdienstes: Flüchtlingsprobleme der Eritreer und Wege zum Frieden

November 2012

Eritreisch-deutscher Gottesdienst mit Rollenspiel über die Christianisierung des Königreiches von Axum (heutiges Gebiet von Sudan, Eritrea und Äthiopien) im ersten Jahrhundert nach Christi.

Aus dieser Zeit wurden Münzen mit einem Kreuz auf dem Gebiet des früheren Königreiches Axum gefunden.

Im Anschluß an den Festgottesdienst trafen sich die eritreischen und deutschen Gemeindemitglieder zu Gesprächen und zum gemeinsamen Mittagessen, das von den Frauengemeinschaften vorbereitet wurde.

Die Taufe des Äthiopiers

(aus der Apostelgeschichte 8,26-39)

 

Ein Engel des Herrn sagte zu Philippus: Steh auf und zieh nach Süden auf der Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt, sie ist menschenleer. Und er brach auf. Da war ein Äthiopier, ein Eunuch, Hofbeamter der Kandake, der Königin der Äthiopier, die ihren ganzen Schatz verwaltete. Dieser  hatte eine Wallfahrt nach Jerusalem gemacht und fuhr nun heimwärts.Er saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. Und der Geist sagte zu Philippus: Geh und schließ dich diesem Wagen an! Philippus lief hin und hört ihn den Propheten Jesaja lesen. Da sagte er: Verstehst du auch, was du liest. Jener antwortete: Wie könnte ich es, wenn mich niemand anleitet? Und er bat den Philippus einzusteigen und neben ihm Platz zu nehmen....

 

Der Eunuch wandte sich an Philippus und sagte: Ich bitte dich, von wem sagt der Prophet das? Von sich selbst oder von einem andern? Da begann philippus zu reden, und ausgehend von diesem Schriftwort verkündigte er ihm das Evangelium von Jesus.

 

Als sie nun weiterzogen, kamen sie zu einer Wasserstelle. Da sagte der Eunuch: Hier ist Wasser. Was hindert, dass ich getauft werde? Er ließ den Wagen halten, und beide, Philippus und der Eunuch, stiegen in das Wasser hinab, und er taufte ihn. Als sie aber aus dem Wasser stiegen, entführte der Geist des Herrn Philippus. Der Eunuch sah ihn nicht mehr, und er zog voll Freude weiter.

September 2011

Eritreisch-deutscher Gottesdienst und Begegnungsfest in Mariä Himmelfahrt mit Erläuterungen zur Geschichte, Herkunft und Verwendung von Weihrauch sowie

Bericht über Baudenkmäler in Eritrea und Äthiopien.

Februar 2009

Eritreisch-deutscher Gottesdienst und Begegnungsfest in St. Hedwig mit Trommeln und einem Szenenspiel eritreischer und deutscher Kinder über die Entstehung des Regenbogens

Dezember 2007

Eritreisch-deutscher Gottesdienst und Begegnungsfest in St. Hedwig mit Trommelkurs für Kinder und gemeinsamen Besuch des Ikonenmuseums

Beim Begegnungsfest: Erläuterung zu einem Besuch Eritreas in Verbindung mit einem Sportprojekt

Aktuelles:

(auf das Bild klicken)

Homepage der Pfarrgemeinde
Homepage der Pfarrgemeinde

Neues vom Firmkurs in Toplita, Rumänien

(Beim Klick auf das Bild öfnnet sich ein externer Link zur Homepage der Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt.)

Auftakt zu den

3. Internationalen Tagen der Begegnung vom 18.-22. September 2019

29. Ökumenischer Hilfstransport nach Toplita, Rumänien