Das Hedwigsforum gratuliert

 

Klaus Blessing, Gründungsmitglied des Hedwigsforums, wurde im Oktober 2016 mit der olympischen "Medaille der Werte" der DJK ausgezeichnet.

 

Verleihung der Medaille anläßlich der Herbsttagung des DJK-Diözesanverbandes Limburg in Wiesbaden.

von links: Pfarrer Klaus Waldeck, DJK-Diözesanverband, Frau Alexandra Schüttler, DJK-Bundesverband,

Klaus Blessing und Laudator Manfred Schratz, Jugendleiter DJK Schwarz-Weiß Frankfurt-Griesheim

 

Aus der Laudatio von Manfred Schratz:

 

"Im Jahr 1980 war Klaus Blessing mit der DJK bei einer Israelreise im SOS Kinderdorf in Bethlehem. Hier bemerkte er, dass die Kinder dort keine Sportmöglichkeiten hatten. Klaus versprach den Kindern wieder zu kommen und Sportmöglichkeiten für sie zu schaffen. Von nun an wurde der Erlös der Rebstock-Spielfeste zum großen Teil für den Bau von Sportanlagen, zunächst in Bethlehem, dann aber auch in SOS-Kinderdörfern in Ägypten, Jordanien, Libanon, Marokko, Tunesien, Zypern und Polen verwendet. Unter der Leitung von Klaus Blessing wurde ein Leitfaden für den Bau von Sportanlagen gemeinsam mit Mitarbeitern der SOS Kinderdörfer erstellt. Dieser wurde dann weltweit an alle SOS Kinderdörfer in deutscher und englischer Sprache verteilt...

 

Bei einem Besuch des SOS-Kinderdorfes in Polen konnte ich Klaus begleiten und erleben mit welchem Elan er vor Ort den Bau der Sportanlage für die Kinder vorantrieb. Es musste eine Schlosserei gefunden werden, die aus Wasserleitungsrohren mit verschiedenen Durchmessern die Tore, Basketballständer usw. herstellen konnte. Der Sportplatz musste asphaltiert und Linien gezogen werden. Durch deine freundliche, aber auch hartnäckige und bestimmte Art `Geht nicht gibt es nicht` kam das Projekt zum Laufen und wurde noch vor unserer Abreise beendet und in Betrieb genommen...

 

Doch es blieb nicht bei den SOS Kinderdörfern. Klaus wollte seine Idee „Spiel- und Sport für Kinder und Jugendliche“ auch in anderen Ländern, für am Rande der Gesellschaft lebenden Menschen umsetzen. So reiste er nach Ägypten und baute in einem Vorort von Kairo auf einer Müllhalde Klettergeräte zum Spielen. In Gambia war er 2 Wochen in einer Grundschule, um gemeinsam mit den Leuten vor Ort ein Fußball-, Basketball- und Volleyballfeld sowie Spielgeräte zu bauen, die nach den 2 Wochen auch fertig waren. Mit dem bekannten Sportreporter und Fußballtrainer Holger Obermann war er in einem der jüngsten Staaten der Welt, in Osttimor. Im Auftrag des NOK wurden dort unter seiner Leitung ebenfalls Sport- und Spielplätze gebaut. Nach der Tsunami Katastrophe war Klaus Blessing mit Marcus Scherer in Sri Lanka. Unter ihrer Anleitung wurden aus einfachen Materialien robuste Spiel- und Sportgeräte hergestellt.

 

Besonders beeindruckt hat mich, dass durch die Mithilfe von Klaus im Jahr 2005 in Südserbien etwas passierte, was man kaum für möglich gehalten hätte. Serbische und albanische Volksgruppen, die noch 6 Jahre zuvor Krieg gegeneinander geführt hatten und deren Kinder in unterschiedliche Schulen gehen, kommen auf einer gemeinsamen Sportanlage zusammen und spielen und tanzen wieder miteinander. In enger Zusammenarbeit mit einer serbischen `Friedensfachkraft` gelang es Menschen zu finden, die für die Zukunft ihrer Kinder gemeinsam tätig werden wollten. Die Kontrolle und Pflege der Anlage wird auf Anregung des moslemischen Imam und des serbisch-orthodoxen Priesters von einem albanisch-serbischen Rat vorgenommen...

 

Da die Sportlehrer vor Ort immer wieder an Spiel- und Trainingsunterlagen aus Deutschland interessiert waren, kam Klaus Blessing auf die Idee Präsentationen (Videos mit Texten) zu verschiedenen Sportarten und Trainingsprogrammen zu erarbeiten und den Betreffenden zur Verfügung zu stellen. Er konnte verschiedene Verbände bzw. Vereine, z.B. DFB, Bayern München, Deutscher Basketball- und Volleyballverband gewinnen, die kostenfrei Materialien zur Verfügung stellten. Für die Einsätze in den verschiedenen Ländern mussten die Sportpräsentationen in die jeweilige Landessprache übersetzt werden. Dies gelang mit Hilfe von Freunden, Bekannten und Unterstützern der Projekte.

 

Im Rahmen der Übersetzungsarbeiten kam die Idee auf, ausländische Kinder und Jugendliche, die in Frankfurt leben, mit in die Übersetzungsarbeit einzubeziehen. In Projekten mit dem Kiz Gallus wurde die Aufgabe mit türkischstämmigen Jugendlichen angegangen. Es war nicht einfach, denn den Jugendlichen fehlten oft die Vokabeln, aber nach einiger Zeit wurden die Trainingsanleitungen für Fußball in Deutsch und Türkisch erstellt. Das Projekt war für alle Jugendlichen ein wichtiges Übungsfeld, bei dem sie Geduld aufbringen mussten und den Umgang mit Computern und Mikrofontechnik lernen konnten. Durch einen Kontakt zum Jugendverband djr (Deutsche Jugend aus Russland) konnte ähnlich wie im deutsch-türkischen Projekt im Jahr 2005 eine zweisprachige Sportpräsentation Deutsch-Russisch erstellt werden. So konnten im Laufe der Zeit Trainingsinhalte verschiedener Sportarten in 8 verschiedene Sprachen umgesetzt werden.

 

Einen weiteren, besonderen Schwerpunkt bei deinem herausragenden Engagement, lieber Klaus, bilden die Kinder- und Schülerolympiaden und die olympischen Erziehung... Im Jahr 2006, wurde eine Schülerolympiade mit albanischen und serbischen Schulen durchgeführt. Es wurde eine Broschüre gemeinsam mit dem olympischen Komitee von Albanien und der Finanzierung durch das olympische Komitee von Deutschland für alle ca. 3.000 Schulen in Albanien erstellt. Die Schülerolympiaden wurden insbesondere im Ausland sehr begrüßt und als inhaltliche und werteorientierte Aktivität angenommen.

 

So kam es über die vielen Jahre deiner außergewöhnlichen Tätigkeit zu Projekten in 22 Ländern der Erde. Es wurden über 500 Spiel- und Sportgeräte und entsprechende Plätze für Tausende von Kindern und Jugendlichen erstellt...

 

Nach über 30 Jahren Einsatz in der ganzen Welt, betreut Klaus z.Zt. in seiner Pfarrgemeinde St. Hedwig in Frankfurt-Griesheim Flüchtlinge aus Eritrea. Er war selbst schon in Eritrea und kann sich deshalb gut in diese Menschen hinein versetzen..."

 

Codex Vindobonensis 2554, Graz
Codex Vindobonensis 2554, Graz

 

 

Der deus architectus hat seinen geliebten Baumeister

         

Dr. Ing. Hans-Dieter Dietz

             

* 13. Oktober 1939 in Frankfurt

+  5. Oktober 2016 in Frankfurt

 

zu sich gerufen.

 

 

 

Dr. Hans Dieter Dietz war von 1973 bis 2016 Verwaltungsrat der Kirchengemeinde, ab 1980 (mit Unterbrechungen) deren Vertreter im Gesamtverband der katholischen Gemeinden in Frankfurt und von 1988 bis 2015 stellvertretender Vorsitzender des Gremiums und damit Stellvertreter des Pfarrers in Verwaltungsfragen. 1969 gehörte er dem ersten gewählten Pfarrgemeinderat an. Über drei Jahrzehnte versah er zudem den Dienst des Kommunionhelfers. Seit dessen Gründung war er Mitglied im „Familienkreis I“ der Pfarrgemeinde.

 

Somit hat Dr. Hans-Dieter Dietz die Arbeit des Verwaltungsrates und das Leben der Kirchengemeinde entscheidend mitgeprägt. Als Verantwortlicher bzw. Hauptverantwortlicher für die Bauprojekte der Kirchengemeinde war er federführend beim Neubau der Kindertagesstätte Mariae Himmelfahrt, beim Neubau des Gemeindezentrums Josefshaus, bei der Innenrenovierung der Kirche 1996/97, beim Bau eines Mehrfamilienhauses und Reihenhauses in der Akazienstr., mit dem die Kirchengemeinde in Zusammenarbeit mit dem Gemeinnützigen Siedlungswerk erschwinglichen Wohnraum schuf, bei der Erweiterung beider Kindertagesstätten von drei zu fünfgruppigen Einrichtungen mit jeweils einer U3-Gruppe, bei der Neueindeckung des Pfarrhauses, beim Umbau der Hedwigskirche mit dem Projekt „Haus im Haus“, wofür die Kirchengemeinde eine Auszeichnung der Wüstenrotstiftung erhielt und den Erhalt der Kirche in Griesheim Nord sicherte. Zuletzt kümmerte er sich um den Ausbau des 2. OG „Haus in Haus“ St. Hedwig, um die Neudeckung des Kirchendaches der Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt sowie der Gewölbeverstärkung und Gewölbesanierung derselben. Viele soziale und weltkirchliche Projekte der Kirchengemeinde wurden von ihm mitverantwortet. Die konzeptionelle Weiterentwicklung unserer Kindertagesstätten sowie die Beheimatung der Eritreischen Gemeinde in St. Hedwig war ihm ein Anliegen. Die Fusion der beiden Kirchengemeinden Mariae Himmelfahrt und St. Hedwig begleitete er an hervorgehobener Stelle. Ebenso war er Verhandlungsführer beim Prozess „Sparen und Erneuern“, den die Kirchengemeinde durchlaufen musste. Noch dieses Jahr brachte er sich aktiv beim Stadtkirchenforum Frankfurt ein, zu dem Stadtdekan Johannes zu Eltz geladen hatte. Wertkonservatives Denken und Erneuerung der Kirche sowie entschiedener Reformwille, etwa was die Rolle der Frau in der Kirche betraf, waren für ihn keine Gegensätze, sondern eine notwendige Einheit.

 

Für seinen Einsatz erhielt Dr. Hans-Dieter Dietz die Ehrenkerze der Gemeinde und den Ehrenbrief des Landes Hessen. Die Pfarrgemeinde Mariae Himmelfahrt mit St. Hedwig verliert mit ihm eines ihrer engagiertesten Mitglieder. Sie dankt Hans-Dieter Dietz für jahrzehntelange treue Dienste und ein überzeugendes Glaubenszeugnis. Viele haben einen guten Freund verloren. Sie wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Margarete sowie seinen Kindern, Enkeln und Angehörigen.

 

Rolf Glaser                        Ulrike Zimmermann                                    Werner Pfeifer

Pfarrer                               Vorsitzende des                                           Stellv. Vorsitzender

                                            Pfarrgemeinderats                                     des Verwaltungsrats

 

Aktuelles:

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Hotel Anna Frankfurt-Griesheim
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Hilfen für Flüchtlinge in Griesheim gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO)

Prof. Tomáš Halík trägt

10 Argumente gegen die Angst vor dem Islam in Tschechien vor, die aber genau so gültig in Deutschland sind.