„Dem glaub ich gern – was Ost und West verbinden kann“, unter diesem Motto findet am Samstag, den 28. Mai die stadtweite Eröffnung der Pfingstaktion von Renovabis in der Kirche St. Hedwig, Elsterstr. 18 in Frankfurt statt. Als Gesprächspartner, Hauptzelebrant und Prediger erwartet das Hedwigsforum den Hauptgeschäftsführer des Hilfswerkes Renovabis, Prof. Dr. Thomas Schwarz. Veranstaltungsbeginn ist um 15.30 Uhr, um 16.00 schließt sich ein Gespräch mit Thomas Schwarz an. Um 18.00 Uhr ist dann der Festgottesdienst.

 

Inmitten einer Glaubwürdigkeitskrise der kath. Kirche verweist Renovabis auf die tatkräftige Solidarität von Christen in Ost und West, die Glaubwürdigkeit aufbaut und stärkt.-  Dabei ist, durch den verbrecherischen Angriffskrieg Russlands seit dem 24. Februar, die Ukraine im besonderen Focus gerückt. Renovabis hatte dort, wie in anderen Ländern, zahlreiche Partnerorganisationen.  Über den Kontakt zu diesen Organisationen kann nun schnell und unbürokratisch Hilfe geleistet werden, ebenso in den Nachbarländern, in denen ukrainische Flüchtlinge ankommen.

 

2021 hat Renovabis in der Ukraine 51 Projekte mit insgesamt 5.956.013,39 € gefördert. 2022 hat es seit Kriegsbeginn bisher insgesamt 66 Projekte zur Unterbringung, Versorgung und Betreuung von ukrainischen Kriegsopfern und Geflüchteten innerhalb und außerhalb der Ukraine mit einer Gesamtsumme von gut 3 Millionen Euro unterstützt (Stand: 12. Mai 2022), z. B. die ukrainische „Caritas spes“ bei der Schaffung und Ausstattung kleinerer Schutzräume in Odessa, Luzk, Kyiv und Berdyansk oder die kath. Universität in Lviv (Lemberg), die mit ihrem Netzwerk von tausenden Freiwilligen die Hilfe für Kriegsopfer und Flüchtlinge in der Stadt koordiniert. Ebenso fördert Renovabis eine Jugendhaus in den Karpaten, in dem 80 Frauen und Kinder untergekommen sind.

 

Nicht nur in der Ukraine ist Renovabis aktiv. 2021 hat es in 33 Ländern 488 Projekte mit der Gesamtsumme von 22.796.001,39 € gefördert, darunter auch in Russland.

 

Über die Situation in der Ukraine, aber auch über die Perspektiven Ost-West-Dialog sowie die die zukünftige Arbeit von Renovabis führt das Hedwigsforum mit Thomas Schwarz das Gespräch und lädt zu dieser Veranstaltung ein.

 

Für den Frieden in der Ukraine

Brief des Vorsitzenden der polnischen Bischofskonferenz Stanisław Gądecki

an Kyrill, Patriarch von Moskau und der ganzen Rus

Warschau, den 2. März 2022

 

Eure Heiligkeit,

 

vielen Dank für die Worte, die im Brief des Metropoliten Hilarion gestern übermittelt wurden. Ich teile die Auffassung Eurer Heiligkeit, dass Feindseligkeit gegenüber jedweder Nation immer unverzeihlich ist. Wir sind alle Brüder, daher nehmen wir auch jedes Unglück der ukrainischen oder der russischen Nation als unser eigenes wahr. Deshalb beten wir aus ganzem Herzen für Frieden in der Ukraine.

 

Damit unser Gebet jedoch nicht als Ausdruck von Scheinheiligkeit angesehen wird, müssen ihm Taten folgen. Ich glaube, Eure Heiligkeit, dass Du ein Mensch des Friedens bist. Unser Herr, Jesus Christus, lehrte: »Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen«, (Mt 5,9). Deshalb bitte ich Dich, Bruder, dass Du an Wladimir Putin appellierst, den sinnlosen Kampf mit der ukrainischen Nation einzustellen, in dem unschuldige Menschen ums Leben kommen und nicht nur die Soldaten, sondern auch Zivilisten leiden – insbesondere Frauen und Kinder. Ein Mensch kann mit einem Wort das Leid Tausender Menschen beenden – das ist der Präsident der Russischen Föderation. Ich bitte Dich demütigst, dass Du appellierst, das russische Militär aus dem souveränen Staat, der die Ukraine ist, zurückzuziehen.

 

Kein Grund, kein Recht rechtfertigt jemals die Entscheidung, eine militärische Invasion in ein unabhängiges Land zu beginnen, Wohnsiedlungen, Schulen oder Kindergärten zu bombardieren. Krieg ist immer eine Niederlage der Menschlichkeit. Dieser Krieg – wie ich in meinem vorangegangenen Brief schrieb – ist aufgrund der Nähe beider Nationen und ihrer christlichen Wurzeln umso mehr sinnlos. Darf die Wiege des Christentums auf slawischem Boden, der Ort der Taufe der Rus zerstört werden?

 

Ich bitte Dich auch, dass Du die russischen Soldaten aufrufst, nicht an diesem ungerechten Krieg teilzunehmen, die Ausführung der Befehle zu verweigern, deren Folge – wie wir bereits sehen – zahlreiche Kriegsverbrechen sind. Die Befehlsverweigerung in einer solchen Situation ist eine moralische Pflicht. Es wird die Zeit der Abrechnung dieser Verbrechen kommen, auch vor internationalen Gerichten. Wenn es jedoch jemand gelingen sollte, der menschlichen Gerechtigkeit zu entgehen, gibt es ein Gericht, dem man nicht entgehen kann. »Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das, was er bei Lebzeiten getan hat, es sei gut oder böse« (2.Kor. 5,10).

 

Ich glaube, dass viele der in den Krieg geschickten Russen edelgesinnte Menschen sind. »Wir wissen nicht, auf wen wir schießen, sie sehen alle wie wir aus…«, sagte einer Eurer Soldaten. Ich bitte also, dass Du sie aufrufst, schneller nach Hause zurückzukehren und sich nicht die Hände mit unschuldigem Blut zu beflecken.

 

Als Schüler Christi wissen wir, dass das Hauptwerkzeug des Kampfes, über das die Kirche verfügt, die geistliche Waffe ist. »Aber diese Art fährt nicht aus denn durch Beten und Fasten«, lesen wir beim Evangelisten Matthäus (Mt 17,21; Mk 9,29). In Polen haben wir als Antwort auf den Aufruf von Papst Franziskus heute den Tag des Gebetes und des Fastens für die Errichtung eines gerechten Friedens in der Ukraine ausgerufen. Ich bitte Dich, Bruder, alle orthodoxen Brüder in Russland aufzurufen, ähnliche geistliche Werke auszuüben. Ich glaube, dass unser Herr nicht gleichgültig gegenüber unseren Gebeten und Opfern bleiben wird. Ich glaube, dass Fasten und Gebet das Herz des Menschen verändern.

 

In Christus

 

Stanisław Gądecki

Vorsitzender der Polnischen Bischofskonferenz

 

Übersetzung aus dem Polnischen: Silke Plate

Quelle: https://www.laender-analysen.de/polen-analysen/290/brief-des-vorsitzenden-der-polnischen-bischofskonferenz-stanislaw-gadecki-an-kyrill-patriarch-von-moskau-und-der-ganzen-rus/

Konferencja Episkopatu Polski [Die Polnische Bischofskonferenz]. https://episkopat.pl/przewodniczacy-episkopatu-w-liscie-do-cyryla-wojna-jest-zawsze-kleska-ludzkosci/ (abgerufen am 10.03.2022).

Friedensgebet mit jungen Menschen aus Mittel- und Osteuropa

Das Friedensgebet für die Ukraine fand am 6. März 2022 online statt. Es nahmen insgesamt 70 Personen aus verschiedenen Ländern Europas via Zoom und Youtube teil. Zugeschaltet war auch Nazariy aus Lviv (Lemberg), was wir als eine besondere Ehre empfanden. Er berichtete von der aktuellen Situation in der Stadt und in seinem Land.

 

Die Veranstaltung wurde auf Youtube aufgezeichnet und kann hier noch mal gesehen werden. Es beginnt ab etwa Minute 18:00:

Hilfe für die Ukraine

01.03.2022

 

Liebe Damen und Herren in der Stadtkirche,

 

viele wollen angesichts des Krieges in der Ukraine helfen. Wir stellen die wichtigsten Möglichkeiten und Informationen zusammen:

 

Spenden

Von Sachspenden sollte aktuell abgesehen werden. Hilfsgüter können z.B. in Polen günstiger und ohne lange Transportwege besorgt werden. Geldspenden sind u.a. möglich an die Ukrainehilfe von Caritas International oder dem Osteuropa-Hilfswerk Renovabis. Auch auf der Seite des Ukrainischen Vereins Frankfurt sind Initiativen aufgelistet, die durch eine Spende unterstützt werden können.

 

Wohnraum und Unterbringung für Geflüchtete: Koordination über die Stadt Frankfurt

Nach Rücksprache mit der zuständigen Stelle beim Frankfurter Caritasverband ist es ratsam, wenn der Kontakt und die Aufnahme von Geflüchteten über die Stadt Frankfurt erfolgt. Es ist damit zu rechnen, dass morgen oder übermorgen zentrale Anlaufstellen veröffentlicht werden, bei denen sich Geflüchtete rund um die Uhr an jedem Wochentag melden können. Die zentrale Aufnahme über die Stadt ist auch deshalb wichtig, damit die weitere Unterstützung, auch zum Bezug von Hilfeleistungen, koordiniert werden kann. Auch für Geflüchtete, die aufgrund persönlicher Bekanntschaft vermittelt oder aufgenommen werden, ist dieser Kontakt zur Stadt ratsam. Nothilfe ist unabhängig vom Aufenthaltsstatus.  

 

Ehrenamtliche Unterstützung

Wer sich in Frankfurt ehrenamtlich für die Ukrainehilfe engagieren möchte, kann sich über Seite Ukrainehilfe der Stadt melden. Auch beim Ukrainische Verein Frankfurt kann man sich für ehrenamtliche Unterstützung registrieren.

 

Weitere Unterstützung durch den Caritasverband Frankfurt

Der Caritasverband wird zeitnah weitere Unterstützungsmaßnahmen anbieten, z.B. durch seine Beratungsstellen. Nähere Informationen folgen.

 

Friedensgebete

An vielen Orten in der Frankfurt finden Friedensgebete statt, oft ökumenisch. Eine unvollständige Liste finden Sie hier, sie wird immer wieder aktualisiert. Eine Sammlung von Vorlagen und Material für Friedensgebete finden Sie u.a. auf der Website der Deutschen Bischofskonferenz.  

 

Mehr Informationen folgen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Fachstelle für katholische Stadtkirchenarbeit

 

Aktuelles:

Homepage der Pfarrgemeinde
Homepage der Pfarrgemeinde

Griesheimer Gabenzaun

Liebe Griesheimer*innen,

 

aufgrund der aktuellen Situation bieten wir für bedürftige Mitbürger*innen einen Gabenzaun an.

 

Standort:

Kirche Mariä Himmelfahrt, Linkstraße 64,

65933 Frankfurt-Griesheim       Tel. 38 16 06

 

Es dürfen Gaben für mittellose Mitbürger*innen gespendet werden:

 

  • Haltbare, nicht abgelaufene Lebensmittel, Konserven, Süßigkeiten, Snacks
  • Mineralwasser
  • Drogerieartikel
  • Tiernahrung

 

Infos für Geber*innen:

Bitte die Spenden in durchsichtige Beutel geben oder Beschriftung an den Beutel hängen

 

Infos für Nehmer*innen:

Bitte keine Beutel aufreißen, nur kompletten Beutel mitnehmen.

 

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!