Reisetagebuch

Über die pastorale Begegnungsfahrt in das Bistum Leitmeritz in Tschechien berichten die Teilnehmenden am

 

31. Januar 2018 um 19.30 Uhr

in St. Hedwig, Elsterstr. 18, 65933 Frankfurt

 

Herzliche Einladung!

 

Leben, Glauben und Kirche sein in Tschechien

 

Vom 12.- 15. Oktober 2017 unternahm eine kleine Reisegruppe des Hedwigsforums und der Ackermanngemeinde eine pastorale Begegnungsfahrt in das Bistum Leitmeritz in Nordböhmen, Tschechien.

 

Die Geschichte Nordböhmens ist in vielerlei Hinsicht der Schlesiens ähnlich und auch vielfach mit dieser verbunden. Die Länder der böhmischen Krone! Auch dort gab es deutsche Siedler. Auch dort blühende Landschaften! Auch dort eine starke und blühende Kirche! Von dieser zeugen große und gewaltige Wallfahrtkirchen und Klöster. Wir bekamen einen Eindruck vergangener Größe.

 

Allein, heute nagt der Zahn der Zeit an diesen Bauten. Gewaltige Bauschäden, manche gar, obwohl  denkmalgeschützt und Kulturerbe vom Verfall bedroht.

 

Auch ansonsten nichts von einer blühenden Kirche. 10% der Bevölkerung sind Katholiken, die Zahl protestantischer oder hussitischer Christen ist verschwindend gering. Manche Gottesdienstgemeinden bestehen nur noch aus einer Handvoll Kirchenbesucher, viele von ihnen obendrein nicht sehr vermögend. Die Pfarrer wie auch der Bischof stehen vor gewaltigen pastoralen Herausforderungen. Zudem haben sie große Sorgen, sich finanziell über Wasser zu halten, trotz der sogenannten „Restitution“, der Rückgabe vom Kirchenvermögen, wozu aber eben auch Bauten gehören, die durch die Baulasten Pfarreien und Bistum zu überfordern drohen. Auf den ersten Blick also nichts mehr von einer blühenden Kirche! Eher eine verkarstete kirchliche Landschaft!

 

Und doch kamen wir mit Menschen ins Gespräch, die nicht resigniert waren. Es waren Menschen, die versuchten, in dieser Situation und mit dieser Situation zu  leben, darin ihren Glauben zu leben - inmitten eines atheistischen oder zumindest kirchlich nicht gebundenen Umfeldes. Sie leben ihren Glauben im Geiste Hedwigs, indem sie sich für Glaube und Caritas, für christliche Bildung und  Familienpastoral oder die Minderheit der Roma engagieren und dabei mit Menschen guten Willens zusammenarbeiten. So sind sowohl im Caritasverband, im katholischen Gymnasium in Krupka als auch im christlichen Hospiz in Leitmeritz der größte Teil der Mitarbeitenden Ungetaufte, mit denen die wenigen Katholiken versuchen, in einem christlichen Geiste zu arbeiten, indem sie sich an christlichen Grundsätzen orientieren und dabei ihren eigenen Glauben vorzuleben suchen.

 

Insgesamt keine komfortable  Situation! Und ich selbst habe mich bei der Frage ertappt, ob wir hier nicht eine düstere Vision unserer eigenen Zukunft, der Zukunft der Kirche hier in Deutschland gesehen haben könnten. Zwar sind wir immer noch eine reiche Kirche. Doch ob das und wie lange das so bleiben wird, vermag niemand mit Bestimmtheit zu sagen.

 

Und schauen wir genauer hin, dann sehen wir, wie es auch hierzulande zu bröckeln beginnt, weniger bei den Bauten, aber doch in der Pastoral und im kirchlichen Leben. Der Boden der kirchlichen Landschaft verkarstet auch hier, schleichend und zunehmend.

 

Und so frage ich mich weiter, ob die Christen dort für uns nicht ein Mutmachzeichen sein können. Ein Mutmachzeichen, indem sie zeigen, wie sich auch im Kleinen und mit geringen Mitteln Glauben leben und bezeugen lässt.

 

Rolf Glaser

Pfarrer und Dekan

 

Auftaktveranstaltung zu den

3. Internationalen Tagen der Begegnung vom 18. - 22. September 2019

 

Eine große Sache geht wieder an den Start - machen Sie mit:

Die 3. Internationalen Tage der Begegnung in unserem Pastoralen Raum.

 

Wir wollen, das Sie mit dabei sind! Wir wollen mit möglichst vielen Leuten aus unseren Gemeinden diese besonderen Tage vorbereiten, gestalten und erleben.

 

Kommen Sie zu unserer Auftaktveranstaltung am

 

Donnerstag, den 22. Februar 2018 um 19.30 Uhr

in St. Hedwig, Elsterstr. 18, 65933 Frankfurt

 

Informieren Sie sich!

 

Viele erinnern sich noch: Was waren das doch für großartige Tage im Herbst 2013? Fast einhundert junge Christen waren bei unseren 2. Internationalen Tagen der Begegnung zu Gast. Sie kamen aus sieben Ländern Europas. Wir haben zusammen gebetet, gesprochen, diskutiert und gefeiert. Es war eine begeisternde Erfahrung von Gemeinschaft und Bestärkung im Glauben für uns alle. Es tut gut, Gäste zu haben!

 

Viele neue persönliche und offizielle Kontakte sind damals entstanden. Wir haben gemerkt: Wir sind in Europa vernetzt. Mit dem "Hedwigsforum - Kirche der Welt" haben wir eine Anlaufstelle für internationale Begegnung entwickelt. Aus vielen Ländern kam bereits die Frage, wann wir wieder ein solches Treffen veranstalten. All das macht uns Mut, zu einem neuen Begegnungstreffen einzuladen.

 

Der Pastoralausschuss unseres Pastoralen Raums Nied-Griesheim-Gallus hat daher beschlossen, wieder zu einem großen, internationalen Begegnungstreffen einzuladen. Wir freuen uns sehr, dass dieses Mal auch die beiden Pfarrgemeinden aus dem Gallus sowie die dortige slowakische und afrikanische Gemeinde mit dabei sind!

 

Vom 18. - 22. September 2019 wollen wir Gäste aus vielen europäischen Ländern und darüber hinaus zu uns nach Frankfurt einladen. Wir wollen wieder:

 

  • erfahrbar machen, dass die Kirche jung und international ist, miteinander sprechen, beten und feiern,
  • unsere internationalen Kontakte pflegen und neue aufbauen,
  • unsere Stadt und unser Land zeigen,
  • uns von anderen Ländern berichten lassen.

 

Wir hoffen auf tolle Erfahrungen, ähnlich wie in den Jahren 2008 und 2013! Die Internationalen Tage der Begegnung sollen das große Ereignis in unserem Pastoralem Raum und unseren Stadtteilen im Jahr 2019 werden.

 

Zur Auftaktveranstaltung werden wir ausführlich über die Internationalen Tage der Begegnung berichten. Auch wenn Sie sich nur informieren wollen oder nur eine Kleinigkeit mittun können - schauen Sie vorbei!

 

Wir freuen uns auf dieses große Ereignis!

 

Rolf Glaser, Rolf Müller und Helmut Preis

 

Aktuelles:

(auf das Bild klicken)

Homepage der Pfarrgemeinde
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Reisetagebuch:

Mit der Transsibirischen Eisenbahn vom Baikalsee durch die Mongolei nach Shanghai - Klaus Blessing hat einige seiner Bilder zur Verfügung gestellt. Sie finden sie hier.

Friedensgottesdienst und Ausstellung Versöhnung - Impressionen finden Sie hier:

Hotel Anna Frankfurt-Griesheim
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Hilfen für Flüchtlinge in Griesheim gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO)