Ein starkes Stück Weltkirche – Das war der „Marktplatz Weltkirche“ in St. Hedwig

Bild: pixabay.com
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Es sollte einfach einmal deutlich werden, wieviele internationale Kontakte und welche internationale Arbeit es in unseren Gemeinden in Nied, Griesheim und Gallus gibt – das war das Ziel des „Marktplatz Weltkirche“ letzten Mittwoch in St. Hedwig.

 

Es war an elf verschiedenen Ständen viel zu sehen und zu erfahren: Die Griesheimer Partnerschaft mit Rumänien, die „Internationalen Tage der Begegnung“ des Hedwigsforums, das „Café International“, die Verbindung aus dem Gallus zur „St. Michaels School“ in Kamerun, Projekte der eritreischen Gemeinde, das „Eine-Welt-Projekt“ des Gallus, die Verbindung der englischsprachigen afrikanischen Gemeinde in Länder des Kontinents wie Kenia, Nigeria, Ghana und Kamerun, die Kontakte der slowakischen Gemeinde in die Slowakei, die Brasilien-Kontakte, die Renovabiseröffnungen des Hedwigsforums, die Grundkonzeption des „Hedwigsforum – Kirche der Welt“ – alles das wurde an jeweils einem Tisch vorgestellt und präsentiert.

 

Es war ein buntes Bild, das sich den Besuchern gezeigt hat. Dabei ist deutlich geworden, dass die weltkirchliche Arbeit ein großer und wichtiger Bestandteil der Arbeit in unserem Pastoralen Raum und damit auch in unserer künftigen neuen Pfarrei ist. In Zukunft wird das „Hedwigsforum – Kirche der Welt“ diese Arbeit unter einem Dach bündeln. Der „Marktplatz Weltkirche“ war ein erster Schritt dazu. Als Christ*innen sind wir über alle Grenzen hinweg weltweit verbunden – das ist eine wichtige Botschaft und auch Herausforderung für uns!

 

Wegen der sich verschärfenden Corona-Lage kamen leider nicht allzu viele Besucher*innen zu dieser Veranstaltung. Dennoch war sie wichtig, denn so kamen die verschiedenen Akteure der internationalen weltkirchlichen Arbeit miteinander ins Gespräch. Und: Diese Veranstaltung wird es noch einmal geben, wenn wieder normale Begegnungen möglich sind.

 

Rolf Müller, Pastoralreferent

30. Hilfstransport nach Rumänien

Der 30. Hilfstransport nach Toplita sollte eigentlich schon im Jahr 2020 stattfinden, fiel aber wegen der Corona-Pandemie aus.

 

Nach mehrfachen Terminverschiebungen fuhren dann Klaus-Dieter Then und Norbert Walter schließlich am 17. August 2021 nach Toplita. Norbert Walter hat hierüber einen ausführlichen Bericht geschrieben, den Sie unten herunterlagen können.

 

Darin wird auch die Frage nach der Zukunft unserer Partnerschaft mit Toplita gestellt.

2021_Reisebericht_Toplita_30. Transport.
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Gedenken an die Häftlinge im Konzentrationslager Katzbach

Foto: Heinz-Jürgen Herbert
Foto: Heinz-Jürgen Herbert

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freund*innen,

 

seit seiner Gründung 1992 hat sich der Verein LAGG (Leben und Arbeiten in Gallus und Griesheim) zum Ziel gesetzt, das Konzentrationslager "Katzbach" in den Adlerwerken nach jahrzehntelanger Leugnung und Verharmlosung zu einem festen Bestandteil der Erinnerungskultur Frankfurts zu machen. Einen Teilerfolg hatten wir mit unserer Forderung nach "Entschädigung" der damals noch lebenden ehemaligen Häftlinge erzielt, ein weiterer Erfolg ist jetzt mit der Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte in den ehemaligen Adlerwerken erreicht. Diese wird im Frühjahr 2022 eröffnet und trägt den Namen "Geschichtsort Adlerwerke. Fabrik, Zwangsarbeit, Konzentrationslager.

 

Durch eine von der Stadt finanzierte Recherchearbeit sind uns inzwischen alle Namen, Geburtsdaten, Geburtsorte, Berufe und Herkunftsländer der KZ-Häftlinge bekannt.

Foto: Heinz-Jürgen Herbert
Foto: Heinz-Jürgen Herbert

 

Aus Anlass des 77. Jahrestags des Todesmarsches aus dem KZ möchten wir alle Häftlinge, von denen die übergroße Mehrheit KZ und Todesmarsch nicht überlebt haben, würdigen. Dazu planen wir eine große Gedenk-Aktion:

 

Wir brauchen 1616 Menschen, die sich mit einem selbst gemachten Schild mit einem der Namen entlang des Mainufers aufstellen. Etwa so: Ich bin oder ich stehe für oder ich gedenke Ryszard Olek, er war Häftling im KZ "Katzbach" ...

 

Dazu sind wir auf eure/Ihre Hilfe angewiesen. Bitte sprecht/sprechen Sie möglichst viele Menschen an, an dieser Aktion teilzunehmen und schickt/schicken Sie diesen Aufruf weiter.

 

Datum: Samstag, 19. März 2022, 14 - 16 Uhr, am Mainufer, genauer Ort wird noch bekanntgegeben.


Der LAGG wird für die Passant*innen ein Flugblatt erstellen und während der Aktion verteilen.

 

Für die weitere Planung wäre es wichtig, wenn sich die Teilnehmer*innen bis Mitte Dezember unter der Adresse: gedenken@lagg-ev.de
melden. Sie erhalten dann einen der Häftlings-Namen mit den persönlichen Daten. Natürlich ist auch eine spätere Anmeldung noch möglich, die frühe Anmeldung erlaubt es uns aber besser abzuschätzen, ob diese ehrgeizige Aktion klappen kann.


Es wäre großartig, wenn die Aktion "1616 KZ-Häftlinge" gelingen könnte. Für euren/Ihren Beitrag danken wir schon jetzt ganz herzlich.

 

Mit den besten Grüßen
Lothar Reininger und Ulla Diekmann, LAGG e.V.

 

In Kooperation mit dem "Geschichtsort Adlerwerke. Fabrik, Zwangsarbeit, Konzentrationslager"

 

Rückfragen: Ulla Diekmann, mobil 0176-264 269 19

 

Im Anhang haben wir eine Kurzinformation über das Konzentrationslager zusammengestellt, auf unserer Webseite kz-adlerwerke.de können sich Interessierte genauer informieren.

 

Datenschutz ist uns wichtig, wir werden die Mail-Adressen einzig für den Ablauf der Aktion verwenden und nach deren Beendigung vernichten.

 

Adlerwerke - Kurzinfo KZ.pdf
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Weihbischof Václav Malý

mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

18.10.2021

Bild: https://commons.wikimedia.org
Bild: https://commons.wikimedia.org

Václav Malý wurde 1996 von Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof von Prag ernannt.

 

Viele kennen ihn noch von seinem Besuch im Hedwigsforum im Jahr 2006, bei dem er auf Einladung der Ackermann-Gemeinde über Tschechiens katholische Kirche im Aufbruch berichtete. Malý setzt sich seit Jahrzehnten für die Verständigung und Versöhnung zwischen Tschechen und Deutschen ein.

 

Zu kommunistischen Zeiten hatte er als Oppositioneller und einer der wenigen Priester die Charta 77 unterschrieben, die Gerechtigkeit und Freiheit in der Tschechoslowakei einforderte. Er erhielt Berufsverbot als Priester und wurde durch die Geheimpolizei verfolgt.

 

Zudem war er Mitunterzeichner des sogenannten Prager Appells von 1985, der die Teilung Deutschlands als Hindernis auf dem Weg zur europäischen Einheit, zu Abrüstung und zur Befriedung des Kontinents thematisierte. Während der Samtenen Revolution von 1989 war Václav Malý eine der führenden Persönlichkeiten. Heute gilt er als moralische Instanz in Tschechien, der umstrittene Themen anspricht, International setzt er sich weiterhin für Demokratie, Toleranz und Meinungsfreiheit ein.

 

Im September ist Václav Malý für seinen Mut, seine Weitsicht und seine Menschlichkeit mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

 

Bilder von seinem Besuch im Hedwigsforum 2006:

Aktuelles:

Homepage der Pfarrgemeinde
Homepage der Pfarrgemeinde

Griesheimer Gabenzaun

Liebe Griesheimer*innen,

 

aufgrund der aktuellen Situation bieten wir für bedürftige Mitbürger*innen einen Gabenzaun an.

 

Standort:

Kirche Mariä Himmelfahrt, Linkstraße 64,

65933 Frankfurt-Griesheim       Tel. 38 16 06

 

Es dürfen Gaben für mittellose Mitbürger*innen gespendet werden:

 

  • Haltbare, nicht abgelaufene Lebensmittel, Konserven, Süßigkeiten, Snacks
  • Mineralwasser
  • Drogerieartikel
  • Tiernahrung

 

Infos für Geber*innen:

Bitte die Spenden in durchsichtige Beutel geben oder Beschriftung an den Beutel hängen

 

Infos für Nehmer*innen:

Bitte keine Beutel aufreißen, nur kompletten Beutel mitnehmen.

 

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!