Amazonien-Info

Liebe Freundinnen und Freunde Amazoniens,

 

vor einiger Zeit habe ich meine/unsere kleine Initiative wieder aufgenommen, diese Amazonieninfos zu verschicken.  (...)

 

Heute will ich drei Infos weitergeben:

 

1) Sebastiao Salgado hat sein neues Fotobuch "AMAZONIEN" herausgegeben. Leider etwas teuer (100.-) aber nach dem ersten Eindruck sehr gut. Dazu gab es im Heute Journal einen sehr schönen Beitrag, den Ihr unter diesem Link anschauen könnt:

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-20-mai-2021-100.html

Der Beitrag zu Salagdo fängt bei Minute 23:13 an und dauert bis 27:02

Es hat wohl auch einen sehr schönen Artikel in der SZ gegeben, den ich leider noch nicht habe.

 

2) Ende April haben die Häuptlinge der Munduruku am Rio Tapajos einen Brief veröffentlicht, der sehr gut ihre aktuelle Situation beschreibt. Die deutsche Übersetzung findet Ihr im Anhang.

 

3) Die katholischen Bischöfe im brasiliansichen Teil Amazoniens haben zu einer Gesetzesintiative (PL = Projeto de Lei = Gesetzesinitiative) der Regierung Bolsonaro Stellung genommen, die den Landraub nachträglich legalisieren soll (siehe Anhang).

 

Ich habe die Texte jeweils mit einem Übersetzungsprogramm übersetzen lassen, für seine Bearbeitung habe ich leider kein Programm, aber der Inhalt wird im wesentlichen richtig wiedergegeben.

 

So weit ein paar Nachrichten aus dem großen Meer von oft bestürzenden Nachrichten, die Gott sei Dank durchzogen werden von Geschichten des Widerstandes, die ermutigen.

 

Herzliche Grüße aus Frankfurt

Thomas Schmidt

2021-05 Brief der Bischöfe Amazoniens an
Microsoft Word Dokument 65.3 KB
21.04.26 Brief der Häuptlinge des Volkes
Microsoft Word Dokument 194.7 KB

Einweihung des Zentrums in Manaus, Brasilien

 

14. Mai 2021

 

Dieses Schild hängt über dem neuen Zentrum für die Arbeit mit den Menschen auf der Straße, das heute in Manaus eingeweiht wurde.

 

Dort steht unten: Das ist ein Tag großer Freude und Dankbarkeit. Heute öffnet dieses Zentrum. Es ist ein Werk vieler Hände (einschließlich derer von Papst Franziskus) für viele Hände.

 

Dieses Zentrum wurde auch mit Spendengeld aus Griesheim mitfinanziert. Wir berichteten bereits.

 

Padre Hudson schrieb zu ihrer Arbeit (übersetzt von Thomas Schmidt):

 

Guten Morgen, Thomas und Rolf,

 

gestern habe ich es bereits geschafft, die Spende von 1000 Euro, die Sie uns geschickt haben und die für unsere Bedürfnisse der Pastoral für die Menschen auf der Straße verwendet wird, abzuheben.

 

Wir setzen hier den Kampf mit und für die Menschen fort und warten auf neue Zeiten. Diese Völkermordregierung hat unsere Trauer jeden Tag nur verstärkt. Aber wir haben nicht die Hoffnung und den Glauben verloren.

 

Vielen Dank für Ihre Solidarität und Brüderlichkeit. Die Geste von Pfarrer Rolf Glaser und der Gemeinde, vermittelt von Thomas, gibt uns mehr als nur Ressourcen, um Materialien zu kaufen. Sie gibt uns die Kraft, weiterzumachen, weil wir uns nicht allein fühlen.

 

Durch die Pastoral für die Menschen auf der Straße erweitern wir unser Handeln auf Frauen, die in einer Situation der Prostitution in der Nähe des Praça da Matriz leben. In Zeiten großer Hungersnot und Pandemie mit knappen Mitteln wurden diese Frauen schwer getroffen. Sie sind die Verarmten und Verletzlichsten unter ihnen.

 

Wir ermutigen oder bevorzugen keine Prostitution. Es ist eine einladende, humanisierende und langsame Reaktion.

 

Wir bieten ihnen eine monatliche Grundversorgung, medizinische und zahnärztliche Hilfe, psychologisches und spirituelles Zuhören.

 

Im Laufe der Zeit denken wir an Kurse in Partnerschaft mit CETAM und anderen Institutionen, wenn dies für diejenigen möglich ist, die aus der Prostitution herauskommen möchten.

 

Viele dieser Frauen sind krank und haben viele Jahre auf dem Platz überlebt ... einige seit mehr als 40 Jahren, bereits gealtert und ohne Sozialhilfe.

Ältere Menschen versuchen mit R $ 5,00 (fünf Reais) -Programmen zu überleben.

 

Weit entfernt von Moralismen und Urteilen erinnern wir uns immer daran, was Jesus gesagt hat: "... und Prostituierte werden dir im Himmelreich vorausgehen" (Joh 21,31).

 

Eine große Umarmung von uns allen an die drei: Rolf, João und Thomas

Hudson

 

Stadtweite Eröffnung der Renovabis-Pfingstaktion

9. Mai 2021

Am Samstag, den 8. Mai 2021 fand in der Kirche Mariä Himmelfahrt, Frankfurt-Griesheim, die stadtweite Eröffnung der Renovabis Pfingstaktion statt. Sie begann mit einem Gottesdienst um 18 Uhr, der trotz der schwierigen Bedingungen durch die Pandemie mit rund 50 Teilnehmenden vor Ort und weiteren, die im Lifestream aus Ost und West zugeschaltet waren, auf sehr gute Resonanz stieß.

 

Thema des Gottesdienstes unter der Leitung von Pfarrer Rolf Glaser war die Enzyklika "Laudato Si" von Papst Franziskus, in der es um die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft in unserem "Gemeinsamen Haus" geht.

Gemeindereferent Ruben Manger führte in das Thema ein. Pastoralreferent Rolf Müller vertiefte es anhand der Lesung aus dem Brief des Apostel Paulus an die Kolosser und der Enzyklika "Laudato Si". Was ist die Schöpfung überhaupt und welche Rolle spielen wir Menschen darin? Was ist der Auftrag der Kirche in Bezug auf die Schöpfung? Diese Fragen greift Papst Franzikus in seiner Enzyklika auf. Pfarrer Rolf Glaser führte diese Gedanken in seiner Predigt zum Evangelium nach Matthäus 6 ("Sorgt Euch nicht ...") fort.

 

Der Gottesdienst und die anschließende Gesprächsrunde (ab 1:37) sind auf Youtube anzusehen:

Nach dem Gottesdienst wurde die Kirche gelüftet und die Teilnehmenden auf dem Hof vor dem Gemeindehaus vom Ehepaar Zentini mit Flaschengetränken und einzeln verpackten Brezeln versorgt.

 

Um 19.15 Uhr ging es dann wieder in die Kirche zum zweiten Teil der Veranstaltung, - einer Gesprächsrunde zum Thema "Die Erneuerung des Angesichts der Erde

als Herausforderung für Christen weltweit".

 

(Auf Youtube - Link siehe oben - ab 1:37)

 

Zunächst wurden Videos über die ökologischen Aktivitäten der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche Kiew/Kyiv und der Ukrainischen Katholischen Universität, Lemberg/Lviv gezeigt. Eine perönliche Teilnahme von Gästen aus der Ukraine war aufgrund der Pandemie leider nicht möglich. Pfarrer Rolf Glaser dankte Vitaly Herasguniv (Kiew) und Ihor Kosyk (Lemberg) für ihre Bereitschaft, mit den Videos einen Beitrag zu dieser Renovabis-Eröffnung zu leisten und uns auf diese Weise ihre Verbundehheit zu zeigen. Die Videos stehen hier zum Ansehen oder Download zur Verfügung:

Kiew_Eko_byuro_Kyyivsʹkoyi_Arkhyyeparkhi
MP3 Audio Datei 28.5 MB
Lemberg - Renovabis Pfingstaktion 2021 -
MP3 Audio Datei 93.5 MB

(im Original - ohne Übersetzung)

 

Im Anschluss daran berichteten Miriam Albensoeder und Andreas Pechan, zwei im Klimaschutz aktive Gemeindemitglieder, sehr eindrücklich von ihrem politischen Engagement zur Klimagerechtigkeit und konkreten Maßnahmen zum Klimaschutz durch das Umweltmanagement EMAS in Nied.

Die Teilnehmenden waren vom politischen Engagement der jungen Generation beeindruckt und kamen mit Miriam Albensoeder ins Gespräch über Iniativen wie z.B. "Fridays for Future", "Christians for Future" u.a.. Thomas Schmidt wies noch auf die Arbeit des Instituts für Theologie und Politik (ITP) u.a. auch zum Thema Klimagerechtigkeit sowie auf die vom Vatikan ausgehende Laudato Si-Week hin.

Ebenso stieß das Umweltmanagement in der Nieder Gemeinde auf großes Interesse. Verwaltungsratsmitglied Andreas Pechan beantwortete die Fragen der Teilnehmenden, berichtete von den Hürden bei der Umsetzung und wies auf das Umweltmanagement im Bistum Limburg hin, dem sich die Nieder Gemeinde anschließen will.

Wegen der Einschränkungen der Pandemie wurde auch dieser zweite Teil auf eine Stunde begrenzt. Dennoch war es eine sehr gelungende Veranstaltung, die deutlich machte, wie viele Christinnen und Christen in Ost und West sich für den Klimaschutz und Klimagerechtigkeit einsetzen und dass ein noch größeres Engagement erforderlich ist. Jede und jeder einzelne von uns kann hierzu einen Beitrag leisten.

Mehr zur diesjährigen Renovabis-Pfingstaktion finden Sie hier.

https://www.renovabis.de/mitmachen/pfingstaktion

Wir fordern ein Ende von Menschenrechtsverletzungen

31.03.2021

 

pax christi kritisiert gemeinsam mit wichtigen katholischen, ökumenischen und zivilgesellschaftlichen Partnern die verschärfte Politik der Migrationsabwehr an den Außengrenzen der EU, weil diese zunehmend von der Missachtung des Völkerrechts und Verstößen gegen die Genfer Flüchtlingskonvention gekennzeichnet ist. Zu Ostern startet die Kampagne „Menschenrecht statt Moria“. Vom 1. April bis zur Bundestagswahl am 26. September 2021 werden Aktionen durchgeführt und per Brief und Gespräch der Dialog mit dem Deutschen Bundestag gesucht.

 

„Wir erleben eine Abschottungspolitik an den EU-Außengrenzen, die von massiver militärischer Aufrüstung an Land, im Wasser und durch eine international vernetzte Überwachungstechnik geprägt ist. Schutzsuchende werden durch diese Politik jeden Tag entrechtet. In den sogenannten Hotspots müssen die Geflüchteten unter menschenunwürdigen Bedingungen leben,“ kritisiert die pax christi-Bundesvorsitzende Stefanie Wahl und benennt die Forderungen der Kampagne: „Die Kampagne „Menschenrecht statt Moria“ fordert den sofortigen Stopp dieser illegalen Praxis. Lager wie Moria an den EU-Außengrenzen sollen sofort evakuiert und die Geflüchteten aus humanitären Gründen in Deutschland aufgenommen werden. Die Bundesregierung muss die Aufnahme dieser Menschen durch Städte und Kommunen, die sich zu sicheren Häfen und für die Aufnahme der Geflüchteten bereit erklärt haben, endlich ermöglichen. Illegale Pushbacks und Gewalt gegen Geflüchtete sind zu stoppen!“

 

Karlies Abmeier, die Vorsitzende des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Berlin betont: „Den Menschen an den europäischen Außengrenzen muss schnell und unbürokratisch geholfen werden. Die Menschenrechte müssen die Richtschnur für die Asylpolitik in der Europäischen Union sein, deshalb unterstützen wir als Diözesanrat die Kampagne.“

 

Paul Hintzke, der Diözesanvorsitzende des BDKJ Hildesheim erklärt: “Weiterhin leben tausende Geflüchtete in Lagern wie Moria unter menschenunwürdigen Bedingungen. Darunter viele Kinder und Jugendliche. Aussicht auf Besserung liegt in weiter Ferne - die Politik sieht weg. Die politische Aufmerksamkeit muss sich auf die Menschenrechte in Moria und anderswo richten. Flüchtlingspolitik darf keine Randnotiz bei der kommenden Bundestagswahl sein. Wir müssen über Perspektiven für Geflüchtete sprechen und diese so schnell wie möglich umsetzen.”

 

Alles zur Kampagne auf www.menschenrecht-statt-moria.de

 

Weitere Info in folgender Präsentation:

Präsentation_Menschenrecht statt Moria_T
Microsoft Power Point Präsentation 5.5 MB

Aktuelles:

Homepage der Pfarrgemeinde
Homepage der Pfarrgemeinde

Griesheimer Gabenzaun

Liebe Griesheimer*innen,

 

aufgrund der aktuellen Situation bieten wir für bedürftige Mitbürger*innen einen Gabenzaun an.

 

Standort:

Kirche Mariä Himmelfahrt, Linkstraße 64,

65933 Frankfurt-Griesheim       Tel. 38 16 06

 

Es dürfen Gaben für mittellose Mitbürger*innen gespendet werden:

 

  • Haltbare, nicht abgelaufene Lebensmittel, Konserven, Süßigkeiten, Snacks
  • Mineralwasser
  • Drogerieartikel
  • Tiernahrung

 

Infos für Geber*innen:

Bitte die Spenden in durchsichtige Beutel geben oder Beschriftung an den Beutel hängen

 

Infos für Nehmer*innen:

Bitte keine Beutel aufreißen, nur kompletten Beutel mitnehmen.

 

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!