Gottesdienst der Nationen am 13.11.2022 in St. Markus

Fotos: Kornelia Valerie Haronska

 

 

Amazonien-Info

 

November 2022

Liebe Freund:innen Amazoniens,

 

1) MINAMATA - eine Stadt in Japan, die berühmt wurde durch den Skandal der Quecksilbervergiftung (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Minamata). Durch den illegalen Goldabbau in Amazonien geschieht dort ähnliches, sozusagen ein zweites Minamata.

Dazu gibt es einen beeindruckenden Film, in dem auch Alessandra Korap Munduruku prominent vorkommt.

 

Ich leite euch den Link samt Passwort weiter:

AMAZONIA-MINAMATA (offline)

https://vimeo.com/713425230

Passwort: FST436vl

 

Der Film ist in portugiesisch, hat aber englische Untertitel. Das Anschauen lohnt sich aber auf jeden Fall.

 

2) Hier noch ein Link zu einem leider ernüchternden Artikel in Spiegel Online über das Wahlverhalten in Amazonien:

https://www.spiegel.de/ausland/brasilien-warum-die-mehrheit-im-amazonas-gebiet-jair-bolsonaro-waehlte-a-5fa81dbf-a88c-49b5-ae62-09dff2fcd266

 

3) Noch ein TIPP: Wer in Frankfurt und Umgebung wohnt, oder in Frankfurt zu Besuch ist sollte unbedingt die Ausstellung "HEALING" im Museum für Weltkulturen anschauen. Amazonien ist dort prominent und beeindruckend vertreten. https://www.weltkulturenmuseum.de/de/ausstellungen/?ausstellung=healing-life-in-balance

 

Soweit aus Frankfurt, in der Erwartung der Regierungsbildung der neuen Lula-Regierung, besonders auch auf das neue "Ministerium für die indigene Bevölkerung".

 

Gruß aus Frankfurt

Thomas Schmidt

 

 

Amazonien-Info

 

September 2022

Liebe Freund:innen Amazoniens,

 

1) Raione Lima und Alessandra Munduruku sind wieder gut in Brasilien zurück. Mich hat es leider während der Reise erwischt und ich musste zur Hälfte vor Berlin aussteigen. Ich schicke euch im Anhang mal die Präsentation, die Alessandra und Raione gezeigt haben.

Zu erkennen ist, dass der Rio Tapajós die strategische Verbindung der Sojaanbaugebiete in Mato Grosso zum Amazonas ist, von wo aus der weltweite Export organisiert wird. Das Tal des Tapajós heißt deshalb auch die "Sojaroute". Sie soll mit Landstraßen, Wasserstraßen und einer Eisenbahnlinie ("Ferrograo") ausgebaut werden. Dazu braucht es Wasserkraftwerke. Dazu kommt der Raubbau am Holz, das Vordringen der Sojaanbauflächen an diesen Straßen entlang und in neuerer Zeit besonders der illegale Goldabbau mit seinen verheerenden Konsequenzen. Dummerweise leben die Munduruku und andere traditionelle Bevölkerungsgruppen da, wo diese "Entwicklung" stattfinden soll. "Für euch ist es Entwicklung, für uns ist es der Tod", hat Alessandra Munduruku immer wieder gesagt.

 

2) Hier findet Ihr den Link zu einem Radiobeitrag über eine Solidariätsaktion in Berlin:

https://www.npla.de/thema/kultur-medien/onda-info-546/

 

3) und hier der Link, der auf eine beeindruckende Ausstellung in Frankfurt am Main hinweist:

https://www.maranhaoimages.de/Expo-2022-Untertitel-DE-1.html

 

So weit mal  in Kürze aus Frankfurt. Ich bin noch sehr beeindruckt von diesen Begegnungen, vor allem vom unbändigen Willen der Munduruku ihr Leben und ihr Territorium zu verteidigen. Ich frage mich, wie wir auf effektivere Weise die Solidarität mit Amazonien und seinen Bewohner:innen gestalten können. Denn, auch dort drängt die Zeit.

Lasst uns das doch gemeinsam weiter diskutieren.

 

Solidarische Grüße

Thomas

Apresentação Opladen Schule.pdf
Adobe Acrobat Dokument 5.5 MB

Aktuelles:

Homepage der Pfarrgemeinde
Homepage der Pfarrgemeinde