"Wir haben den Hunger satt"

Hinweis auf die Misereoraktion 2014 und die Inititive unseres Bistums Limburg:

Aktuelle Studie zum Thema Menschenrechte

27.02.2014 - Frankfurter Rundschau

 

MENSCHENRECHTE NEBENSACHE

 

Misereor und Germanwatch kritisieren mangelnde Umsetzung der UN-Leitlinien

 

Von Tobias Schwab

 

Für den weltweit drittgrößten Staudamm Belo Monte, der derzeit im brasilianischen Amazonasbecken errichtet wird, sollen 668 Quadratkilometer Land geflutet werden. Das Projekt wird den Pegel des Xingu-Flusses dramatisch absinken lassen und laut lokalen Widerstandsgruppen bis zu 40 000 Kleinbauern und Fischern die Lebens-grundlagen rauben. 850 Familien wurden für das Vorhaben bereits enteignet. In das Mega-Projekt involviert ist auch die deutsche Munich Re. Die Assekuranz deckt 25 Prozent der Rückversicherung des Staudamm-Baus ab.

 

In den Trümmern der Tazreen-Textilfabrik, in der im November 2012 in Bangladesch mehr als 100 Menschen qualvoll verbrannten, wurden Labels von C&A sowie Verpackungsmaterial der deutschen Karl Rieker GmbH gefunden. Die Kampagne für saubere Kleidung hatte indes schon Jahre zuvor auf katastrophale Arbeitsbedingungen und eklatante Sicherheitsmängel in der Fabrik aufmerksam gemacht.

 

In Uganda wurden im August 2001 mehr als 2000 Menschen vom Militär von ihrem Land geprügelt. Felder, Hütten und Besitz der Kleinbauern gingen in Flammen auf. Nur drei Tage danach eröffneten der Chef der deutschen Neumann Kaffee Gruppe, Michael R. Neumann, und der ugandische Präsident Yoweri Museveni auf dem Land gemeinsam eine Kaffee-Plantage. Gerade einmal zwei Prozent der Vertriebenen Kleinbauern erhielten nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Fian Ersatzland. Eine angemessene finanzielle Entschädigung blieb aus. Laut Fian kann sich auch 13 Jahre danach ein Großteil der Kleinbauern nicht ausreichend ernähren.

 

Brasilien, Bangladesch, Uganda – drei Beispiele dafür, dass deutsche Unternehmen im Ausland immer wieder mit Menschenrechten in Konflikt geraten, wie eine gemeinsame Studie des katholischen Hilfswerkes Misereor und der Entwicklungsorganisation Germanwatch zeigt. Mitverantwortlich ist dafür nach Ansicht der Autoren vor allem auch die Politik. „Der deutsche Staat wird seiner völkerrechtlichen Verpflichtung bislang nicht gerecht, die Menschenrechte vor Verstößen durch deutsche Unternehmen im Ausland effektiv zu schützen“, resümiert Armin Paasch, Misereor-Experte und Mitautor der Studie. Auch fast drei Jahre nach Verabschiedung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte habe Deutschland noch immer keinen Aktionsplan zur Umsetzung erarbeitet, kritisiert Paasch. Im Koalitionsvertrag bekennen sich Union und SPD zwar zur Umsetzung der Leitprinzipien, aber bis heute habe die Regierung nicht einmal geklärt, welches Ministerium für die Koordination eines Aktionsplanes zuständig ist.

 

Ein grundlegender Politikwechsel ist für Misereor und Germanwatch jedenfalls bislang nicht zu erkennen. Im Gegenteil, die Organisatoren sehen Deutschland eher in einer Blockadehaltung. Aktuell versuche Berlin zum Beispiel, die geplante Transparenzrichtlinie der EU zu verwässern, die Unternehmen verpflichten soll, regelmäßig auch über soziale, ökologische und menschenrechtliche Probleme zu berichten. „Das Kanzleramt steht hier auf der Bremse“, sagt Cornelia Heydenreich, Expertin für Unternehmensverantwortung bei Germanwatch. Begründung der ablehnenden Haltung: Mit der EU-Initiative würden „kreative Ansätze und Methoden“ zur gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung seitens der Firmen konterkariert und die Bürokratie wachsen.

 

Die Analyse von Misereor und Germanwatch kommt mit Blick auf die Initiativen der 30 Dax-Unternehmen indes zu einem ernüchternden Befund. Für ihre Studie haben die Autoren die an der Frankfurter Börse gelisteten Top-Unternehmen befragt. Ergebnis: „Die meisten der Firmen erfüllen ihre menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten bislang nur in Ansätzen“, fasst Heydenreich zusammen. Abgesehen von den Bad Homburger Unternehmen Fresenius und Fresenius Medical Care bekennen sich zwar alle öffentlich zu den Menschenrechten. Es mangelt aber an der Kontrolle. Die Folgen ihrer Aktivitäten und Geschäftsbeziehungen untersuchten die Firmen bislang nur oberflächlich, so Heydenreich. „Inwieweit sich ihre Einkaufspraktiken negativ auf die Arbeitsstandards bei ihren Zulieferern auswirken, scheint bislang kein Unternehmen systematisch zu überprüfen und erst recht nicht zu verändern.“

 

Misereor und Germanwatch mahnen deshalb dringlich einen politischen Kurswechsel an. „Die Bundesregierung darf die Achtung der Menschenrechte im Ausland nicht länger als eine freiwillige Verpflichtung der Unternehmen behandeln“, fordert Paasch. Menschenrechtliche Sorgfaltspflichten müssten verbindlich vorgeschrieben, ein Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte deshalb rasch erarbeitet werden.

 

Eine besondere Verantwortung der Politik sehen die Autoren der Studie bei Unternehmen, an denen der Bund unmittelbar beteiligt ist. Auch hier bleibe Deutschland hinter den UN-Leitprinzipien zurück. So seien Aufsichtsratsmitglieder solcher Unternehmen lediglich verpflichtet, über Verletzungen von Menschenrechten zu berichten, die sich betriebswirtschaftlich negativ auf die Firma auswirken können.

 

Beklagt wird von Misereor und Germanwatch auch das Fehlen effektiver Rechtsmittel, die Opfer von Menschenrechtsverletzungen nutzen können. Verfahren vor deutschen Gerichten kommen meist schon deshalb nicht zustande, weil die Tochterfirmen deutscher Mutterkonzerne ihren Sitz nicht in Deutschland haben. Zuständig ist die deutsche Justiz selbst dann nicht, wenn Betroffene im Ausland kein faires Verfahren erhalten. Und selbst wenn ein Gericht eine Klage annimmt, darf in der Regel nicht deutsches Recht zugrunde gelegt werden. Maßgeblich sind die Gesetze des Landes, in dem der Schaden eingetreten ist.

 

Eine nicht-juristische Beschwerde ermöglichen die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen. Verstöße dagegen können bei Nationalen Kontaktstellen (NKS) vorgetragen werden. In Deutschland ist die NKS aber ausgerechnet im Referat Auslandsinvestitionen des Bundeswirtschaftsministeriums angesiedelt. Misereor und Germanwatch sprechen denn auch davon, dass die NKS sich bei den 13 bislang angenommenen Beschwerden oft einseitig die Argumentation der betroffenen Unternehmen zu eigen gemacht habe. Diese Erfahrung mussten auch die vertriebenen Kleinbauern aus dem ugandischen Mubende machen. Die NKS stellte das von ihnen angestrengte Verfahren gegen die Hamburger Neumann Kaffee Gruppe im März 2011 ein und forderte die Farmer sogar auf, ihre Öffentlichkeitsarbeit zu beenden. Im April vergangenen Jahres allerdings konnten die Vertriebenen einen Etappensieg verbuchen. Der High Court in Uganda verurteilte die Neumann-Tochter Kaweri und ihre Anwälte zu einer Zahlung von Schadenersatz von umgerechnet elf Millionen Euro an die Kleinbauern. Kaweri hat gegen dieses Urteil Berufung eingelegt.


Die Studie „Globales Wirtschaften und Menschenrechte“ von Misereor und Germanwatch ist im Netz unter www.misereor.de/globales-wirtschaften zu finden. Die beiden Organisationen wollen künftig alle zwei Jahre einen Bericht zu diesem Themenfeld herausgeben.

 

März 2013

Fastenaktion in St. Markus, Nied

Ausstellung zu der MISEREOR-Fastenaktion mit dem Titel "Wir haben den Hunger satt!" und dem Problem des Hungers in der Welt.

Vorwort von Pastoralreferent Ralf Albensoeder:

 

...unser tägliches Brot gib uns heute.

 

In jedem Gottesdienst der Christen wird es im "Vater unser" gebetet. Viele beten es oft auch zu Hause "... unser tägliches Brot gib uns heute."

Eine Bitte, die in der Bäckerei bei uns tagtäglich als erfüllt erfahren werden kann.Sogar mit dem Irrsinn, dass bis zum Ende der Öffnungszeiten alles vorhanden sein muss, egal ob es anschließend weggeworfen werden muss oder nicht. Der Kunde darf nicht hören:  Gibt es nicht mehr. Aber wer ist mit "unser" gemeint? Nur der satte Teil der Welt?

 

Ich lade Sie ein, die Bitte des Vater unser einmal anders zu lesen:

 

                                                          ...unser tägliches Brot gib uns. Heute.

 

Dann ist das die verzweifelte und so eindrückliche Bitte auch der über 800.000.000 Menschen, die täglich hungern. Deshalb steht diese Bitte auch am Ende der MISEREOR Ausstellung in unserer Kirche.

 

Hunger hat keine Wartezeit. 24.000 Hungertote jeden Tag, davon 18.000 Kinder unter 5 Jahren. - Fürchterlich so normal, dass es keiner Zeitungsmeldung mehr Wert scheint. Um sich diese Zahl vorzustellen: ganz Griesheim wäre innerhalb eines Tges ausgestorben. Unser Stadtteil Nied hat so viele Einwohner, wie täglich Kinder verhungern.

 

Aber Hunger ist kein Schicksal, wir können etwas dagegen tun. Gott sei es geklagt - nicht sofort und nicht für alle. Aber wir können anfangen und mit den vielen Menschen uns zusammentn, die helfen wollen. Deshalb gibt es am nächsten Sonntag die MISEREOR-Kollekte. Dann kann es heißen

 

                                   ...euer tägliches Brot geben wir. Heute. Am MISEREOR-Sonntag.

 

Dann beten wir vielleicht auch wieder bewusster:     ...unser täglich Brot gib uns heute.

Einzelne Schautafeln der Ausstellung:

Predigt zu dem Thema "Wir haben den Hunger satt!" von Herrn Hans Maier von MISEREOR im Gottesdienst am 10. März 2013 (die Predigt wurde durch eine Bildprojektion veranschaulicht):

Dem Hunger ins Gesicht sehen 

 

Ich habe dem Hunger ins Gesicht gesehen…

Es war im Zentral Gefängnis der madagassischen Hauptstadt Antananarivo, kurz Tana genannt. Mit einer kleinen Gruppe der von Misereor geförderten kirchlichen Gefangenenpastoral besuchte ich die von der Gefangenenpastoral eingerichtete und betreute „Krankenstation“ des Gefängnisses. Da in dem Gefängnis zu der Zeit monatlich mehr als 10 Gefangene, Männer und Frauen, am Hunger starben, waren es vor allem durch Hunger geschwächte Gefangene, die hier lagen.

 

Einen sterbenden Mitgefangenen hatte man unter eine der Pritschen geschoben – wie die Mitgefangenen sagten brauchte er seine Milchration nicht mehr. Die madagassischen Gruppenmitglieder zogen den Sterbenden unter der Pritsche hervor; er starb in ihren Armen und vor meinen Augen. Hat er in den letzten Augenblicken seines Lebens noch gespürt, dass er nicht wie ein Tier verenden musste, sondern in den Armen von Menschen, die ihm Zuneigung schenken wollten?

 

In und vor einer solchen Situation bist du sprachlos, fühlst dich so schrecklich ohnmächtig. Du weißt nicht, ob du vor Trauer heulen oder vor Schock und Wut schreien sollst. Das Bild begleitet mich bis heute.

 

 Ich hatte das Gesicht des Hungers gesehen. Es sah so aus wie das Gesicht dieses Mitgefangenen. Aus Scham hatten Frauen der Gruppe einen Pullover über seinen skelettartigen Torso gezogen. Bei Kindern ist das „Gesicht des Hungers“ noch brutaler, noch schockierender - der große Kopf auf dem ausgemergelten Körper, das Greisengesicht, die weißen Haare und die Augen, die Augen…

 

Diese beiden Gesichter stehen für knapp 900 Millionen Menschen, die hungern, mehr als die Bevölkerung der EU, der USA und Kanada zusammen genommen. Alle 5 Sekunden stirbt ein Kind unter 10 Jahren an Hunger und den Folgen des Hungers. Der Kindermord von Bethlehem geht weiter.

 

Hunger bedeutet langsames qualvolles Sterben oder auf Dauer zerstörte Chance eines menschenwürdigen Lebens. Beide Gesichter zeigen die hässliche Fratze des Hungers – zerstörte, entwürdigte Menschengesichter – zertretene Menschenwürde – eine skandalöse Verletzung des von der internationalen Gemeinschaft garantierten Menschenrechtes auf Nahrung und Würde.

 

Man könnte an dieser Unmenschlichkeit verzweifeln, wenn da nicht für uns als Christen ein anderes Gesicht in oder hinter diesen Gesichtern aufleuchten würde - das Bild dessen, der als Richter sagt: „ich war hungrig…“und der uns in diesen Gesichtern sagt: „Ich bin hungrig“. Im Evangelium sagt er uns: „Gebt ihr ihnen zu essen.“ Jesus, in dem sich Gott mit uns Menschen identifiziert, sagt uns auch, dass Hunger, weil er Unmenschlichkeit bedeutet, auch ein Affront gegen Gott ist, des Gottes, der den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat...

 

 

Müssen (so viele) Menschen hungern?   N E I N !

 

Nach den wissenschaftlich begründeten Aussagen der Welternährungsorganisation FAO könnten mit den heute weltweit verfügbaren natürlichen und technischen Kapazitäten an Nahrungsmittelproduktion mindestens doppelt so viele Menschen ausreichend ernährt werden wie heute auf der Welt leben.

 

Natürlich gibt es örtliche kulturelle und soziale Faktoren, wie Brandrodung, die Nahrungsmittelknappheit und Hunger verursachen. Auch örtliche politische Gegebenheiten, u.a. die sträfliche Vernachlässigung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft in vielen Ländern des Südens, sind mitverantwortlich für Hunger. Aber mehr und mehr sind es globale profitgesteuerte und profitorientierte Wirtschaftsmechanismen, die Hunger produzieren indem sie eine nachhaltige und eigenständige Nahrungsmittelproduktion in den Hungerländern des Südens verhindern. Die europäische Subventionspolitik der Agrarindustrie ist integraler Teil dieses Szenarios. Die skrupellose Ausbeutung der Nahrungsmittelknappheit durch die zunehmende Spekulation mit Nahrungsmitteln mit, lt. Werbung, gesicherten 14% Gewinnaussichten, der damit verbundene Landraub in Hungerländern und die wachsende Nutzung von landwirtschaftlichen Anbauflächen für Tierfutter und Biotreibstoff sind wichtige Verursacher von Hunger.

 

In und hinter alledem steht Gier, der frenetische und obszöne Tanz um das goldene Kalb Mammon. Jesus wusste, wovon er sprach als er sagte: Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Und Jean Ziegler hat recht mit seinem Buchtitel: „Wir lassen sie verhungern“ – es ist Mord. Und weil das so ist, bedeutet Hunger Ausgrenzung, Ausschluss vom Tisch der Menschheit, der zum Tisch der Reichen geworden ist... Gier schließt aus, Gier trennt.

 

Gibt es da Hoffnung? Aus der langen Erfahrung Misereors kann und muss diese Frage mit einem klaren JA beantwortet werden.

 

 

Hunger kann besiegt werden

 

Das soll mit einem von Misereor geförderten konkreten Projekt in Haiti illustriert werden, ein durchaus vergleichbares Projekt mit Projekten aus dem Niger, Bangladesch und Paraguay. Weite Teile der ehemaligen „Perle der Karibik“ Haiti sind durch radikale Abholzung und Misswirtschaft verwüstet – Haiti ist ein Hochrisikoland für Naturkatastrophen, das nur 50% seiner 10,5 Mio Einwohner ernähren kann.

 

Im Rahmen eines von Misereor unterstützten Förderprogramms für ökologische Landnutzung haben sich seit Anfang der 90-iger Jahre landesweit 17.600 kleinbäuerliche Familien in 1.150 lokalen Solidargruppen und 24 örtlichen Trägerorganisationen organisiert, um Ihr Land, von ihnen "Garten" genannt, durch die harmonische Verbindung von Feld- und Forstwirtschaft ökologisch und nachhaltig zu bewirtschaften. 

 

Die nachhaltige Sicherung der Bodenfruchtbarkeit, u.a. durch Wiederherstellung und Verbesserung der Pflanzendecke, Erosionsschutz und Aufforstung, Diversifizierung der Produktion von Feld- und Baumfrüchten, Mischkulturen, Selbstversorgung mit eigenem Saatgut und angepasste Tierhaltung haben vielerorts neue grüne Oasen und produktive ländliche Lebensräume geschaffen.

 

Die in dem Programm engagierten Familien haben inzwischen für sich selbst weitgehende Ernährungssicherheit geschaffen. Der Verkauf der für örtliche Märkte produzierten Feld-, Garten- und Baumfrüchte ermöglicht die Deckung sonstiger Lebenshaltungskosten wie Wohnen, Gesundheit und Ausbildung.

Es ist neue Lebensqualität entstanden. Bäuerinnen und Bauern sind stolz auf das, was sie geleistet haben und leisten.

 

Um ihre Interessen selbstbewusst in Gesellschaft und Politik zu vertreten, organisieren sich die örtlichen Gruppen und Bauernbewegungen in regionalen Bauernverbänden und schaffen so eine ländliche Zivilgesellschaft."

 

Die Erfahrung in Haiti zeigt, dass Hunger kein Schicksal und keine Naturkatastrophe ist und dass die Schöpfung ein reiches Mahl für alle bereit hält. Die Erfahrung des agrarökologischen Programms in Haiti verdeutlicht auch, dass weitgehend mit eigener Kraft geschaffene Ernährungssicherheit Menschen ihre Würde zurückgibt, aus Hungergesichtern Gesichter der Hoffnung macht und allen Menschen Platz am gemeinsamen Tisch der Menschheit gibt, an dem wir uns gegenseitig bedienen und den Jesus mit uns teilt.

 

Weil Hunger menschenunwürdig und menschenverachtend ist... - weil Hunger kein Schicksal, sondern von Menschen gemacht ist… - und weil weltweit hunderttausende Frauen und Männer gezeigt haben und zeigen, dass Hunger besiegt und ein Leben in Würde für alle Menschen möglich ist… - sagt Misereor mit diesen mutigen Menschen: Wir haben den Hunger satt.

 

Im Namen dieser Frauen und Männer sagt Misereor Ihnen Danke und „Vergelts Gott“ dafür, dass Sie mit Misereor an diese Menschen glauben und ihren Kampf gegen Hunger und Armut und für ein Leben in Würde unterstützen. Bitte tun Sie es weiter. – Niemand verlangt von uns, das Problem Hunger weltweit zu lösen. Jesus fragt uns einfach: „Wie viele Brote habt ihr?“. Teilen wir das, was wir haben und setzen wir miteinander Zeichen der Hoffnung.

 

Ein ehemaliger Kurien Kardinal, der heute in einem Pflegheim für Aids Kranke in Asien mitarbeitet hat als Bilanz seines Lebens folgende Schlüsselfrage für ein Leben aus dem Glauben formuliert: Ist es uns gelungen, aus der Kraft unseres Glaubens etwas mehr Menschlichkeit in eine Welt zu bringen, in der Unmenschlichkeit an der Tagesordnung ist? Hunger zu besiegen ist genau das: etwas mehr Menschlichkeit in eine Welt zu bringen, in der Unmenschlichkeit an der Taqesordnung ist.

 

Die Vision: „Es handelt sich nicht nur darum, den Hunger zu besiegen, die Armut einzudämmen. Der Kampf gegen das Elend, so dringend und notwendig er ist, ist zu wenig. Es geht darum, eine Welt zu bauen, wo jeder Mensch, ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der Abstammung, ein volles menschliches Leben führen kann, frei von Versklavung seitens der Menschen oder einer nicht hinreichend gebändigten Natur; eine Welt, wo die Freiheit nicht ein leeres Wort ist, wo der arme Lazarus an derselben Tafel mit dem Reichen sitzen kann“

Mut ist, dem Zynismus von Macht und Mammon den tätigen Glauben an den Menschen entgegen zu setzen.

 

Aktuelles:

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Homepage der Pfarrgemeinde
Homepage der Pfarrgemeinde

Die Zukunftswerkstatt fand am 25. und 26. Mai 2018 im Josefshaus in Frankfurt-Griesheim unter großer Beteiligung von Gemeindemitgliedern aus Nied, Griesheim und Gallus statt. Auch eine Delegation aus Kamerun, die gerade im Gallus zu Gast ist, nahm teil und brachte sich engagiert ein.

Einen Bericht können Sie auf der Homepage von Mariä Himmelfahrt lesen.

 

Renovabis Pfingstaktion für die Stadtkirche Frankfurt eröffnet

Zum Bericht auf das Bild klicken

Neues vom Firmkurs in Toplita, Rumänien

(Beim Klick auf das Bild öfnnet sich ein externer Link zur Homepage der Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt.)

Auftakt zu den

3. Internationalen Tagen der Begegnung vom 18.-22. September 2019

Heilige Hedwig hinter Schloss und Riegel

Die Patronin der Heimat-vertriebenen ist zurück im Kaiserdom. Lesen Sie den Bericht der Katholischen Stadtkirche.