In Zusammenarbeit mit dem Hedwigsforum hat die

Ackermann-Gemeinde am 14. November 2015 um 15:30 Uhr in das Gemeindezentrum St. Hedwig zu einem Vortrag und Gespräch eingeladen.


Thema war:

Welche Haltung nehmen die ukrainischen Kirchen

zum Ukraine-Konflikt ein?

 

Referent:

Professor Dr. Oleh Turiy

Prorektor und Professor für Geschichte und Zeitgeschichte

an der Ukrainischen Katholischen Universität in Lviv/Lemberg

 

Artikel über den Vortrag von Prof. Dr. Turiy von Peter Hoffmann

 

Ökumenische Offenheit auf dem Majdan

Auf dem Majdan begann der Prozess der Verabschiedung der Menschen in der Ukraine von ihrer sowjetischen Vergangenheit, so lautet eine der Kernaussagen von Professor Dr. Turiy, bei der gemeinsamen Veranstaltung der Ackermann-Gemeinde und des Hedwigsforum Mitte November im Pfarrer- Hartung-Saal in Frankfurt-Griesheim. Trotz der kurzfristigen Bekanntmachung überraschte ein guter Besuch dieses thematisch wichtigen Treffens.

Professor Dr. Oleh Turiy ist Prorektor  und Professor für Geschichte und Zeitgeschichte an der Ukrainischen Katholischen Universität in Lviv/Lemberg, Ukraine. Diese Universität ist die einzige katholische Universität auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion.

Professor Turiy referierte zum Thema „ Welche Haltung nehmen die ukrainischen Kirchen zum Ukraine-Konflikt ein?“. Dabei wies er darauf hin, dass die auf dem Majdan versammelten Menschen für ihre Rechte kämpften und keine Angst mehr zeigten. Das Hauptstreben sei nicht so sehr die europäische Integration  gewesen, sondern das Streben nach Gerechtigkeit und Würde. Sie seien es leid gewesen, dass ihre Regierung  ständig die Menschenwürde mit Füßen trat. Eingetreten seien sie für Rechtsstaatlichkeit, protestierten gegen Korruption, Einschränkung der Demokratie und Machtmissbrauch.

Insbesondere die Politik des Kremls, hier die Destabilisierungspolitik Putins, habe verstärkt zur „Nationenbildung“ beigetragen. Die Ukrainer lehnten die Dämonisierung der Europäischen Gemeinschaft, zu der gerade die Russisch Orthodoxe Kirche beitrage, ab. Selbst die dem Moskauer Patriarchat untergeordnete Ukrainisch Orthodoxe Kirche suche eine " proukrainsche" Haltung zu finden; das heiße, weg von der Idee der „Russischen Welt“.

Eines der außerordentlich wichtigen Ergebnisse des Majdan sei die Solidarisierung der Kirchen sowohl untereinander als auch mit der zivilen Gesellschaft gewesen. Die Kirchen zeigten sich erstmals fähig, zusammen zu arbeiten. Orthodoxe, Katholiken, evangelische Christen, Juden und Vertreter/innen anderer Glaubensrichtungen fanden sich im „Gesamtukrainischen Rat der Kirchen und religiösen Organisationen“ zusammen, was eine herausragende ökumenische Errungenschaft sei. Auf dem Majdan sei auch Wirklichkeit geworden, was Papst Franziskus fordert, dass die Seelsorger „Hirten mit dem Geruch der Schafe“ sein sollen. Auf dem Majdan hätten die Seelsorger aller Konfessionen buchstäblich zwischen staatlicher Macht und den Protestierenden gestanden, d.h. „sie rochen alle nach brennenden Autoreifen!“.

Professor Turiy hofft, dass die von den Kirchen inzwischen gesammelten Erfahrungen - vor dem Majdan waren sie teilweise zerstritten, zeigten Vorbehalte und warfen sich gegenseitig Missionierung vor - weiter tragen und auch in Zukunft intensiv zusammenarbeiten zum Wohle einer „neuen Ukraine“.

 

17. Juli 2015:    BESUCH AUS DER UKRAINE

von links: Peter Hoffmann vom Hedwigsforum, Pfarrer Yaroslav Tsaryk, sein Sohn, seine Frau, ein ukrainischer Arzt und seine Frau, Übersetzer Oleksiy Yemelyanenko von der ukrainisch-orthodoxen Gemeinde in Frankfurt
von links: Peter Hoffmann vom Hedwigsforum, Pfarrer Yaroslav Tsaryk, sein Sohn, seine Frau, ein ukrainischer Arzt und seine Frau, Übersetzer Oleksiy Yemelyanenko von der ukrainisch-orthodoxen Gemeinde in Frankfurt

Pfarrer Tsaryk, Mitglied der griechisch katholischen Kirche der Ukraine, besuchte mit seiner kleinen Delegation Aschaffenburg anläßlich einer Tagung und wurde dabei auf das HEDWIGSFORUM aufmerksam. Er und seine Begleiter freuten sich über alle Informationen über den Umbau der Kirche und die Arbeit der Gemeinde und des Forums, insbesondere die Tage der Begegnung.

 

Mit Stolz berichtete Pfarrer Tsaryk, der auch gleichzeitig örtlicher Direktor der CARITAS ist, von den Aktivitäten seiner Gemeinde in Brody, ca 100 km östlich von Lemberg. Seine Frau ist für die Caritas mit täglichen Hausbesuchen und sein Sohn in der Jugendleitung tätig. Interesant war auch, dass der engagierte Übersetzer ein Mitglied der ukrainisch-orthodoxen Gemeinde aus Frankfurt ist.

 

Pfarrer Tsaryk lud uns ein, seine Gemeinde in Brody zu besuchen und wünscht sich gute Kontakte zwischen unseren Gemeinden.

 

Siehe verschiedene Bilder der Gemeinde in Brody/Ukraine:

Freitag, 27 Februar 2015, 12:05

 

"Presseberichts des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, von der Frühjahrs-Vollversammlung 2015 in Hildesheim

 

Zur Lage in der Ukraine":

 

 

Ein weiterer internationaler Schwerpunkt der Debatte in dieser Vollversammlung war die Situation in der Ukraine. Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Osten des Landes haben zu Tausenden von Toten und zu mindestens einer Million Flüchtlinge geführt. Die wirtschaftliche Lage in den vom Kampf betroffenen Gebieten, darüber hinaus aber auch in der gesamten Ukraine hat sich massiv verschlechtert. Immer mehr Menschen leben unter katastrophalen Bedingungen.

 

Die deutschen Bischöfe verurteilen erneut die völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Russland und das fortgesetzte militärische Engagement der Russischen Föderation auf dem Staatsgebiet der Ukraine. Das Verhalten Russlands beschädigt und gefährdet die Friedensordnung in Europa. Es ist deshalb unannehmbar und trifft zurecht auf harte Reaktionen der europäischen Länder und der USA. Zugleich ist es unerlässlich, dass alle Spielräume für eine Deeskalation des Konflikts und eine Minderung der gefährlichen Spannungen genutzt werden. Die deutschen Bischöfe begrüßen daher die Initiative Deutschlands und Frankreichs, die zu neuen Vereinbarungen geführt hat (Minsk II). Alle Konfliktparteien haben die Verpflichtung, das von ihnen unterzeichnete Abkommen einzuhalten und so auf eine friedliche Entwicklung hinzuarbeiten. Die Vollversammlung hat dankbar zur Kenntnis genommen, dass Caritas international und Renovabis ihre Hilfe für die Not leidenden Menschen in der Ukraine weiter verstärkt haben. Auch in diesem Land ist humanitäres Engagement ein unverzichtbarer Beitrag der Kirche auf dem Weg zu einem gerechten Frieden."

DIE UKRAINE: gestern und heute 

24.12.2014: Weihnachtsbrief von Bischof Bohdan aus Kiew an Pfarrer Rolf Glaser:

Vielen Dank für Ihre Grüße und vor allem - für Ihr Gebet für die Ukraine. Gestern ist eine gute Nachricht gekommen: 150 ukrainische Häftlinge wurden für über 200 sog. Separatisten ausgetauscht. So ist ein Drama mindestens für diese Familien vorläufig vorbei. Ich sage vorläufig, weil, die Situation ist, leider, noch weit entfernt von einer friedliche Lösung. So danke ich Ihnen für weitere Nähe und Solidarität... 

Totengedenken auf dem Maidan:

Fernsehgottesdienst vom 18.1.2015 aus der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche St. Katharina in Kiew mit Pastor Ralf Haska:

Vor genau einem Jahr war der zentrale Unabhängigkeitsplatz  in Kiew, der Maidan, Schauplatz der Erhebung gegen ein korruptes Regime. Viele sprechen heute von der „Revolution der Würde“. Auch Pastor Ralf Haska tut das. Er war quasi mittendrin, denn seine Kirche liegt unweit vom Maidan. Zuerst verteilte er mit vielen Freiwilligen seiner Gemeinde Tee und  Butterbrote an Demonstranten und an Sicherheitskräfte gleicher-maßen. Als später die Gewalt eskalierte, wurde die Kirche zum geheimen Lazarett. Und auch in der Gegenwart steht die Gemeinde an der Seite der Menschen in der Ukraine.

Im Fernsehgottesdienst aus der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche St. Katharina in Kiew am 18.1.2015 berichtet die Gemeinde von diesem Engagement, vor allem aber von ihren Motiven, die tief im Glauben verwurzelt sind.

Kirchen auf den Barrikaden:

Rat aller Kirchen in der Ukraine

Zur gesellschaftspolitischen Rolle der ukrainischen Kirchen im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland

Vortrag von Dr. Andriy Mykhaleyko anlässlich einer Tagung der Ackermann-Gemeinde

24. Mai: Renovabis-Pfingstaktion mit Schwerpunkt Ukraine

Predigt von Pfarrer Machuzhak:

Predigt von Pfarrer Ivan Machuzhak am 6
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Bilder des Gottesdienstes und der anschließenden Gesprächsrunde mit Pfarrer Ivan Machuzhak:

Presseberichte:

Gedenken und Sammeln für die Opfer in Kiew - Beten um Frieden in der Ukraine und Europa

Brief des Caritas-Direktors aus Kiew vom 4.4.2014 , der sich für die Spenden für die Opfer des Maidan und für die Arbeit der Caritas (zusammen 5.000 Euro) bedankt.

Caritas-Direktor Roman (links) mit der Gruppe des Hedwigsforums im Caritas-Haus
Caritas-Direktor Roman (links) mit der Gruppe des Hedwigsforums im Caritas-Haus

Sehr geehrter P. Rolf Glaser.

 

 

 

Es wendet sich an Sie Roman Syrotych, Direktor der CF "Caritas Kiew."

 

 

 

 

 

Ich möchte Ihnen mitteilen, dass die von Ihnen geschickten Kosten auf unser Konto gekommen sind. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch im Namen von Bischof Bohdan Dzyurach.

 

Seien Sie sicher, dass alles je nach Zweck verwendet wird. Danke, dass Sie in dieser schwierigen Zeit für die Ukraine uns unterstützen und helfen. Wahrlich die Situation, als die Menschen am Majdan erschossen wurden, war sehr schrecklich. Nun niemand konnte daran denken, dass es im dritten Jahrtausend möglich sei.

 

Aber das Ausmaß von Korruption in der Regierung und die Respektlosigkeit zu den Menschen haben ein solches Massenphänomen erreicht, dass die Menschen es nicht mehr ertragen konnten. Die Menschen wollten besser leben, und darum gingen unter Feuer.

 

Als die schwierige Zeit aus war, steht man vor der Gefahr eines Krieges mit Russland. Wir verloren die Krim, weil der Angreifer sich entschieden hat , durch Gewalt zu gehen. Die Wirtschaft brach zusammen, die Menschen leben noch ärmer.

 

Heute und darüber hinaus ist die Situation unruhig, viele sind verletzt, viele Menschen sind in Krankenhäusern, viele Opfer brauchen Hilfe. Die Ukraine versucht sich von den Knien zu erheben, beginnt eine neue Welt und die Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen.

 

Sicher, es ist nicht einfach, weil die wirtschaftliche Situation so viele arme Menschen getroffen hat, denen wir zu helfen versuchen. Und gerade diesen Ärmsten hilft Caritas. CF"Caritas Kiew" in Kiew ist 20 Jahre alt.

 

 

Die Hauptaktivitäten des Fonds sind: Hilfe für die Armen, für große Familien mit vielen Kindern, für Straßenkinder, für Waisenkinder und für ältere Menschen. Während der Arbeit des Fonds erhielten Tausende von Bedürftigen wohltätige Hilfe. Derzeit funktionieren folgende Bereiche:

 

1. Hilfe für Kinder

 

Straßenkinder, Kinder aus armen Krisen-Familien, für große Familien und für Waisenkinder. Zur Zeit gibt es von solchen Kindern in Kiew eine ganze Menge. Dies ist genau die Kategorie der Gesellschaft, die unter der Armutsgrenze steht, und sie haben entweder keine Eltern, oder sie sind Alkohol- Drogenabhängig. Das Ziel der Tätigkeit ist es, ihnen in schwierigen Bedingungen zu überleben, helfen.

 

Wir bieten Unterstützung für 90 Personen, die zu Verbesserung ihrer Lebenssituation führen soll, einschließlich der Ausbildung, das Essen in der wohltätigen Küche, die Wäscherei, Friseur und Kleidungsnähen, damit die Kinder die Perspektiven in ihrem Leben finden, ihre positiven Eigenschaften entwickeln und beruflichen Qualifikationen erwerben, die ihnen ermöglichen, ihr Leben auf eigene Faust zu meistern.

 

2. Hilfe für ältere Menschen, behinderte Patienten.

 

Das Ziel dieses Projektes ist es: Hilfe für bedürftige Patienten, einsame ältere Menschen und behinderte Menschen in einer Anzahl von etwa 80 Personen. Medizinische Mitarbeiter besuchen ältere Leute, bieten medizinische (Messdruck Medikamente, Injektionen und andere medizinische Dienstleistungen), soziale (Kauf von Produkten, Aufräumen der Wohnung, Kochen, etc.) Hilfe und finanzielle Unterstützung an.

 

3. Hilfen während des Schuljahres

 

Hier will das Projekt ’’Die jüngere Generation zu einem gesunden Lebensstil zu gewinnen.’’ Es wird Sport-Fussball mit Straßenkindern, Kindern von allein erziehenden Familien, großen Familien durchgeführt.

 

4. Nächstenliebe-Wäscherei, Friseur, Kleidung nähen

 

Bedürftige Menschen haben eine Möglichkeit Kleidung zum Abwaschen zu bringen, die Dienstleistungen der Friseur zu bekommen, die Möglichkeit Kleidung nähen zu können, Bettwäsche zu reparieren und noch mehr.

 

5. Geistige und materielle Hilfe für Frauen - den Gefangenen und ihren Kindern

 

Das Ziel des Projektes ist es, geistige und materielle Hilfe für Frauen anzubieten – für Gefangene und für ihre Kinder, die Haftstrafen in Justizvollzugsanstalten von Tschernihiww, Ternopil, Kirovohrad, Uman, Charkiw und anderen Regionen abbüßen, ebenso wie Kinderheime, wo sich 35 Kinder im Alter unter 4 Jahren befinden. Während der Arbeit werden viele Briefe geschrieben, Pakete mit Lebensmitteln geschickt, Sanitäreinrichtungen, Bekleidung, Schuhe, Medikamente und so weiter. Derzeit gibt es keine Mittel dafür, so dass wir nach Spenden suchen - für jede Hilfe wären wir sehr dankbar.

 

6. Wohltätige Küche.

 

Regelmäßig kommen 60-80 Personen - arme Kinder in den Speisesaal zum Essen. Hier, für das normale Funktionieren der "Wohltätigen Küche" haben wir: voll ausgestatteten Speisesaal, Küchengeschirr, aber leider die Mittel für die Organisation der Verpflegung (Essen, Kochgebühren, Transportkosten) fehlen uns ständig, weil die Produkte sehr teuer sind.

 

 

 

Noch einmal drücke ich Ihnen und allen Spendern meinen aufrichtigen Dank aus.

 

Mit Dankbarkeit im Namen aller bedürftigen Kinder und Menschen.

 

Direktor CF "Caritas Kiew" o. Roman Syrotych syrotych@ukr.net

Dankbrief von Bischof Bohdan von der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche in Kiew (17. März 2014)

Sehr geehrter Herr Pfarrer, lieber Pater Glaser!

 

Nicht ohne Berührung habe ich Ihren Brief gelesen und möchte mich bei Ihnen und bei allen unseren Freunden in Frankfurt ganz herzlich bedanken! Ihre Nähe und Ihre Solidarität geben uns Kraft und Hoffnung, dass Herr Gott alles zu gutem Ende führen wird.

 

Entschuldigen Sie bitte, dass ich erst heute Ihren Brief beantworte. Ich war ein Paar Tage ausser Kiew, da wir die Exerzitien für die Mitarbeiter unserer Kurie gehabt haben. Dann Ende der Woche haben wir Probleme mit unseren Priestern auf der Halbinsel Krim gehabt. Sie haben davon sicher etwas gelesen. Ein Priester wurde festgenommen von prorussischen Kräften auf Krim und 12 Stunden lang verhört. Man hat auch Durchsuchung seiner Wohnung gemacht, um ihm dann politische Vorwürfe auszustellen. Es kostete uns viel Mühe und Kraft, um ihn zu befreien und in Sicherheit zu bringen. Derzeit bleibt die Situation auf Krim sehr angespannt. Wir sind gerade beim Überlegen, wie wir weiter unsere Anwesenheit und unsere Seelsorge auf diesem Territorium ausüben sollen. Gleichzeitig beten wir weiterhin intensiv, dass Gott unser Land vor der weiteren Aggression seitens unseres "Nachbarn" beschützt. 

 

Ich danke Ihnen vom Herzen für die Gebete für die Opfer der gewaltsamen Aktionen des Regimes von Janukowitsch. In einem meiner letzten Auftritte auf Majdan habe ich darauf hingewiesen, dass wir in diesen Zeiten zwei Sachen brauchen: Einheit und Solidarität. Ich habe auch die Anwesenden eingeladen, all denen unser "Danke schön" zu sagen, die im Ausland an uns denken, für uns beten und uns unterstützen. Darauf haben Tausende von Menschen "Djakujemo!" (Danke!) aufgerufen.

 

Die Betroffenen werden noch lange Hilfe brauchen. So planen wir in unserer Kirche das langfristige Programm der Unterstützung für die Verletzten, ihre Familien sowie für die Familien, die ihre Nächsten und Angehörigen verloren haben. Damit beschäftigt sich unsere CARITAS. So wird der beste Weg sein, meiner Meinung nach, Ihre Spende richtig und zwecksgemäss zu verwenden, dies durch die Strukturen von CARITAS zu machen. (...) Caritas-Kiew wird von Pater Roman Syrotytsch geleitet und er ist ein sehr glaubwürdiger und opferbereiter Priester. (...)

 

Nochmals vielen und herzlichen Dank Ihnen, lieber Herr Pater sowie allen unseren Brüdern und Schwestern im Glauben, deren Hilfe wir in diesen Wochen so ausdrücklich spüren. Vergelt´s Gott Ihnen allen!

 

Mit brüderlichem Gruß

verbleibe ich im Gebet verbunden

 

Ihr + Bohdan

 

Herr Bischof, wie gefährlich ist der Nervenkrieg um die Halbinsel Krim? - Interview mit Bischof Bohdan von der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche vom 8.3.2014

 

Es ist schon eine außergewöhnliche Situation, dass wir von einem waren Krieg am Anfang des 21. Jahrhunderts inmitten des europäischen Kontinents sprechen müssen.

 

Es grenzt ans Unglaubliche, dass ein Land ohne jeden Grund seinen Nachbarn angreifen würde! Der Gnade Gottes und der Selbstbeherrschung der ukrainischen Soldaten verdanken wir es, dass sich die bisherigen Provokationen der russischen Truppen noch nicht in eine blutige Konfrontation verwandelt haben.  Mittlerweile verstehen alle kritisch und selbständig denkenden Menschen sehr klar, dass der Kreml mit seinem Vorgehen alle möglichen internationalen Vereinbarungen missachtet hat. Dabei bedienen sich der Präsident von Russland und seine Mitarbeiter einer unverschämten Lüge, sowohl innerhalb seines Landes, als auch auf internationaler Ebene. Die Invasion der russischen Militäreinheiten auf das ukrainische Territorium stellt eine echte Aggression gegen einen unabhängigen Staat dar und dadurch ist die Stabilität in ganz Europa, wenn nicht in der Welt massiv bedroht.

 

Wie verhalten sich die Kirchen?

Die Kirchen und religiösen Organisationen der Ukraine haben von Anfang an eine sehr eindeutige und feste Position gegen die russische Besatzung eingenommen. In einer gemeinsamen Stellungnahme haben die Kirchenoberhäupter erklärt, dass „die Stationierung fremder Militäreinheiten in einem unabhängigen Staat eine Gefahr nicht nur für unser Land, sondern auch für den Frieden auf dem ganzen europäischen Kontinent darstellt“. Die Vorsteher der Kirchen haben von Russland verlangt, „sich seiner Verantwortlichkeit vor Gott und vor der Menschheit für die möglichen Folgen des Konfliktes auf dem ukrainischen Territorium bewusst zu werden und jede Form der Einmischung in die Angelegenheiten der Ukraine aufzuhören“.

In diesem Geiste haben sich auch die einzelnen Kirchen geäußert. Bemerkenswert war die Aussage des Pressesprechers der Ukrainischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats, Pater Grygorij Kovalenko, der in einem Interview erklärt hatte: „Es gibt keinen Segen Gottes über dem, der Gewalt ausübt. Der 10. Gebot Gottes sagt: „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut“, so sind die Aktionen Russlands auf der Krim auch ein Verstoß gegen das Gesetz Gottes“. Der Priester hat betont, dass seine Kirche „Fleisch vom Fleische ihres Volkes ist und deshalb mit ihrem Volk bis zum Ende bleiben wird“.

 

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. hat sich trotz mehrerer Appelle bisher nicht gegen einen russischen Militäreinsatz auf der Krim gestellt. Wie bewerten Sie sein Verhalten?

Auf diese Appelle hatte sich vorerst Pater Vsevolod Tschaplin, einer der engsten Mitarbeiter von Patriarch Kyrill zu Wort gemeldet. Er hat das Vorgehen der russischen Truppen als eine „friedliche Mission Russlands auf dem Territorium der Ukraine“ bezeichnet und die Hoffnung geäußert, dass die russischen Soldaten in der Verwirklichung dieser „Mission“ „auf keinen erbitterten Widerstand seitens der Ukrainer treffen werden“. Am 2. März ist dann eine Stellungnahme des Patriarchen Kyrill selbst erschienen, die als Antwort auf einen entsprechenden Brief des Metropoliten Onufrius (locum tenens des Kiewer Metropoliten der Ukrainischen Orthodoxen Kirche) publiziert wurde. In diesem Schreiben hieß es, dass der Patriarch „alles machen werde, um Opfer bei der Zivilbevölkerung auf dem meinem Herzen lieben Territorium der Ukraine zu vermeiden“. In diesem Zusammenhang stellen die Analytiker fest, dass das Oberhaupt der Kirche weder die Ukraine als ein unabhängiges Land bezeichnet, noch den Militärangriff von Putin mit keinem Wort verurteilt habe. Wenn man sich also nur Sorge um Opfer bei der Zivilbevölkerung macht, so fragt man sich, ob damit, hinter den allgemeinen Phrasen über „die Bruderschaft des Ukrainischen, Weißrussischen und Russischen Volkes“, nicht doch ein „stiller Segen“ für das gewaltsame Vorgehen von Putin in der Ukraine gegeben wurde…

Ehrlich gesagt, bin ich meinerseits fassungslos angesichts einer solchen Aussage des Vertreters und Leiters einer Kirche, deren Gläubige einen sehr großen Teil der Bevölkerung der Ukraine bilden. Wir verlieren aber nicht den Mut und setzen unsere ganze Hoffnung auf die Hilfe Gottes. Gemeinsam mit den anderen Kirchen beten wir für unser Vaterland, für das Parlament und für die neue Regierung in der Ukraine, für die Armee und für die Einheit des Landes…

An dieser Stelle möchte ich vom Herzen allen Bürgern Europas, allen Journalisten, Politiker und allen Brüder und Schwestern im Glauben danken für Ihre Solidarität mit uns und für ihre Gebete. Ich glaube, wir spüren alle sehr deutlich, dass es um sehr viel mehr geht, als nur um einen lokalen Konflikt. Es geht hier um die Zukunft Europas!

 

In der Moskau unterstehenden ukrainisch-orthodoxen Kirche gibt es eine Debatte, ob der entmachtete Staatspräsident Viktor Janukowitsch exkommuniziert werden soll. Finden Sie einen Ausschluss aus der Kirche angebracht?

Ich kann nicht sagen, was man in der Ukrainisch-orthodoxen Kirche machen sollte. Es ist letztendlich eine innere Angelegenheit dieser Konfession, zu der sich Viktor Yanukovitsch ausdrücklich bekennt und den sie, ihrerseits, als ihr ehrwürdiges Mitglied betrachtet hatte. Als eine an der Seite stehende Person darf ich vielleicht mein persönliches Empfinden ausdrücken. Ich bin der Meinung, dass es ehrlicher gewesen wäre, ein solches Vorgehen der Ausschließung aus der kirchlichen Gemeinschaft viel früher zu überlegen. Soweit ich es verstehe, sollte Exkommunikation letztendlich eine therapeutische Wirkung haben: eine Person, die sich fehlerhaft verhält, auf den rechten Weg zu führen und den eventuellen Schaden, die sie in ihrer Umgebung anrichten könnte, zu vermeiden oder zu mindern. In einer Situation, in der der Expräsident entmachtet wurde und von der ukrainischen Regierung als Verbrecher verfolgt wird, sollte man – in christlicher Sorge um das Heil seiner Seele – eher um seine Umkehr und Reue beten. Dies aber ist – wie bereits erwähnt - mein persönliches Empfinden…

 

Auf der Krim und im Donezbecken sind Volksabstimmungen über die Zukunft der beiden Regionen geplant? Wie steht die griechisch-katholische Kirche dazu?

Juridisch gesehen sind solche Abstimmungen gesetzwidrig, was bereits durch das Ukrainische Gericht bestätigt und erklärt wurde. Es gibt nämlich kein Verfahren im Ukrainischen Gesetz, das dies vorsieht (ironischerweise hat die frühere Regierung dafür gesorgt). Wir haben keinen Zweifel darüber, dass dies ein Teil des gezielten und berechnenden Vorgehens ist, das als letztes Ziel den Zerfall der Ukraine zur Folge hat und wir hoffen, dass diese Pläne nicht gelingen werden. Ein klares Signal dazu haben selbst die Einwohner dieser Region gegeben: gestern fand in Donezk eine große Manifestation von 2000 -3000 Teilnehmern gegen die russische Besatzung statt, an der fast ausschließlich junge Menschen teilnahmen. Heute waren es bereits 10000! Gerade diese Jugend wird über die Zukunft der Ukraine entscheiden, und nicht die verantwortungslosen Politiker des benachbarten Staates.

 

Wie sollten sich jetzt Deutschland, die EU und die Nato verhalten?

Als Bischof kann ich keine politischen Lösungen vorschlagen. Ich hoffe, dass es genügend Personen gibt – innerhalb und außerhalb der Ukraine – die es besser machen werden, als ich es tun könnte. Was ich aber den westlichen Politikern wirklich wünsche ist dies, dass sie der Wahrheit ins Auge schauen und die wahre und echte Gefahr für die Sicherheit auf dem ganzen Kontinent erkennen, die durch das russische Vorgehen auf dem Territorium der Ukraine provoziert wird. In den letzten Wochen haben viele ihre Masken abgelegt und ihr wahres Gesicht gezeigt. Jetzt sollte die rosarote Brille abgelegt werden, weil es morgen zu spät sein könnte. Man soll den Aggressor beim Namen nennen und alle Möglichkeiten nützen, um ihn in Zaum zu halten. Trotz der noch immer angespannten Lage auf der Halbinsel Krim hoffen wir sehr, dass die gemeinsamen und koordinierten Schritte der Internationalen Gemeinschaft zu einem friedlichen Weg aus der Krise führen werden und die Souveränität und Integrität der Ukraine gesichert wird. Dafür beten wir ohne Unterlass.

Apell aller Kirchen in der Ukraine gegen den russischen Militäreinsatz in der Ukraine vom 2.3.2014:

Gespräch von Dr. Andrij Mychlejko, Priester der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche aus Lviv/Lemberg, mit RENOVABIS vom 24.2.2014

Freude und Sorge

„Wir sind froh, dass die Gewalt gestoppt wurde und das Blutvergießen in der Hauptstadt ein Ende hat“, sagt Dr. Andrij Mychalejko, Priester der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche aus Lviv/Lemberg. Dennoch sei der vergangene Samstag , an dem Präsident Janukowytsch gestürzt wurde, nicht nur ein Tag der Freude gewesen, sondern auch der Trauer und der Sorge.

 

Die Menschen auf dem Majdan in Kiew hätten – so Mychalejko – zunächst vor allem um die Opfer der gewalttätigen Auseinandersetzungen der letzten Tage getrauert. Selbst als die aus der Haft entlassene Julia Timoschenko abends auf dem Majdan auftauchte, sei der Jubel eher gedämpft gewesen.

 

Ihre Freilassung wurde natürlich positiv aufgenommen, aber kaum jemand will, dass sie jetzt quasi automatisch wieder an die Macht kommt. Das Misstrauen und die Sorge vieler Menschen rühren daher, dass sie spüren, „wir haben unsere Sache noch nicht vollbracht“. Sie wollen nicht, dass jetzt einfach nur die Gesichter der Mächtigen ausgetauscht werden, sondern dass das System so geändert wird, dass jede neue Regierung wirklich vom Volk kontrolliert werden kann. „Die Menschen sind sehr sensibel“, sagt Mychalejko im Gespräch mit Renovabis, „die Lage bleibt angespannt und es gibt noch längst keine klaren Verhältnisse in der Ukraine“.

 

Für die Solidaritätsaktion Renovabis betont Hauptgeschäftsführer Pater Stefan Dartmann SJ, dass die Europäische Union die Ukraine jetzt nicht im Stich lassen dürfe, sondern sie in der jetzigen schwierigen Situation nach Kräften unterstützen müsse. Dartmann erinnert an jene Opfer der Gewalt, die in der letzten Woche auf dem Majdan „mit der europäischen Flagge in der Hand“ gestorben seien. „Den Erwartungen und Hoffnungen, die diese Menschen hatten, muss Europa nun gerecht werden“, so Dartmann.

23. Februar 2014

Es gibt keine größere Liebe, als wenn jemand sein Leben hingibt für seine Freunde. (Joh 15,13)

Einige der inzwischen 88 Opfer vom Maidan (Quelle: Facebook.com/EuroMaydan)
Einige der inzwischen 88 Opfer vom Maidan (Quelle: Facebook.com/EuroMaydan)

 

An den kommenden Sonntagen gedenken die Gemeinden im Pastoralen Raum Nied-Griesheim in allen Gottesdiensten der Opfer der blutigen Unruhen in der Ukraine und insbesondere auf dem Mai­dan-Platz“ erklärte Pfarrer Rolf Glaser in den Gottesdiensten an diesem Sonntag. Sie rufen darüber hinaus zum Gebet für einen friedlichen Ausgang dieses schlimmen Konfliktes.

 

Wir alle sind erleichtert über die überraschende Wende, die die Entwicklung in der Ukraine mit der Absetzung von Präsident Janukowitsch und dem Rückzug der Sicherheitskräfte genommen hat. In den vergangenen Tagen und Wochen haben wir mit den Menschen dort gelitten“ betonte der Pfarrer. Durch die guten Beziehungen zu den Kirchen und Menschen Osteuropas habe das Griesheimer Hedwigsforum ja gute Kontakte in die Ukraine und insbesondere nach Kiew und Lemberg. „Von dort bekamen wir laufend neue, zutiefst erschütternde Nachrichten und furchtbare Bilder übermit­telt“, sagte er.

 

So habe der Konrektor der katholischen Hochschule in Lemberg, Myroslav Marynovych, dazu auf­gerufen, „nicht nur folgenlose Phrasen des Mitgefühls zu formulieren, sondern tatkräftig zu helfen, zum Beispiel durch Einfrieren der Bankkonten der Verantwortlichen, die auf europäische Banken deponiert sind, sowie die Verweigerung von Visa für dieselben“. Diese Forderungen blieben auch weiterhin gültig. Denn eine Straflosigkeit für die Verantwortlichen wäre ein Schlag ins Gesicht für alle, die für die Freiheit aufgestanden seien, von denen Dutzende ihr Leben gelassen hätten.      "Euro­pa muss aus seiner 'Komfortzone' herauskommen. Eine von Gewalt geteilte Ukraine bringt der Welt keine Frieden“, so Marynovych weiter. (Den vollständigen Appell finden Sie weiter unten auf dieser Seite.)

 

Die Vermittlung der europäischen Außenminister war nach den Worten von Pfarrer Glaser hier ein erster maßgebender Schritt. Wichtig sei aber ebenso, dass wir die Opfer nicht vergessen. „Heute und an den kommenden Sonntagen gedenken die Gemeinden im Pastoralen Raum Nied-Griesheim aus diesem Grund in allen Gottesdiensten der Opfer der blutigen Unruhen in der Ukraine und insbeson­dere auf dem Maidan-Platz“, erklärte er. Dazu sei in den Kirchen eine Liste von 73 Opfern veröf­fentlicht, deren Namen dem Hedwigsforum in Griesheim „von  Augenzeugen, die wir persönlich kennen“, übermittelt wurden.

 

„Darüber hinaus“ - so Glaser weiter - „wollen wir dafür beten, dass der fragile Frieden anhält und dieser schlimme Konflikt damit dauerhaft eine gute Wendung nimmt. Als weiteres kleines Zeichen der Solidarität und der Hilfe erheben wir heute eine Sonderkollekte und lassen diese den Angehörigen von Opfern der Gewalt über unsere Partnerkirchen zukommen.“ Dafür bat er in den Gottesdiensten heute um eine Spende.

 

Wer für diesen Zweck etwas geben möchte, kann dies auch in den Pfarrbüros tun oder aber auf das Konto der Pfarrei eine Spende überweisen. Wichtig ist dabei das Stichwort: "Ukrainehilfe":

 

Pfarrbüro Mariä Himmelfahrt 

Linkstraße 45, 65933 Frankfurt am Main, Tel.: 069 - 38 16 06 

E-Mail: info@mariaehimmelfahrt-ffm.de

Frankfurter Sparkasse (BIC: HELADEF 1822)

IBAN DE71 5005 0201 0000 1253 51

Stichwort: Ukrainehilfe

 

Pfarrbüro Sankt Hedwig 

Elsterstraße 18, 65933 Frankfurt am Main, Tel.: 069 - 39 53 11

E-Mail: buero@sankthedwig-ffm.de

Pax Bank eG Mainz (BIC GENODED1PAX)

IBAN DE42 3706 0193 4003 2460 14

Stichwort: Ukrainehilfe

 

 

Gedenktafel in der Kirche Mariä Himmelfahrt sowie den Kirchen des pastoralen Raumes Nied/Griesheim
Gedenktafel in der Kirche Mariä Himmelfahrt sowie den Kirchen des pastoralen Raumes Nied/Griesheim

 

Hier die Namen der bisher identifizierten Toten:


1. Aratunyan (Arutyunov?) Georg, er ist gestern 50 Jahre alt geworden

2. Baydovskyy Sergej Romanowitsch Novovolinsk 21. 08.1990
3. Sergey Bondarev Kyiv 1981.11.24
4. Sergey Bondarchuk Region Starokostiantynitsch Chmelnizki 09.09.1961
5. Brezdenyuk Valery Vinnitsa, 50 Jahre
6. Vaida Bogdan I. s.Letnya Drogobytsky Bezirk, Region Lviv 04.28.1965
7.
Varenitsa (Verenytsya?) Roman Mihailovitsch, kl. Region Yavoriv, Landkr Lviv 14.12.1978
8. Vasyltsov Vitaly Valeriovic Kiew. , 1977 Weiße Kirche
9. Veremiy Vyacheslav Kyiv 32 Jahre
10. Voytovych Nazar Yriovich, 1996 in Ternopil geb. (z. Zeitpunkt d. Todes minderjährig)
11. Golodniuk Ustym Volodimirovic Zbraj , Ternopil Region 12. 08.1994
12. Hrynevych Edward Mikolaiovitsch Reg. Volinski, Lyubeshevskyy, Derebon 31.05.1985
13. Huryk Roman Viktorovic Ivano-Frankivsk 1994
14. Dvoryanets Antonina Brovary 62 Jahre
15. Nikolai Stepanowitsch Dzyavulskyy Schepetowka 1958 geboren
16 Dyhdalovych Andrew Ivanovitsch Sokilnyky, Pustomytovsky Bez., Reg. Lviv, 03.06.1973
17. Didych Sergei Wassiljewitsch Gorodenka ( Region Iwano-Frankiwsk) 44 Jahre
18. Dmitrov Igor Fedorovitsch Kalaki Kaluschkowo (Bezirk, Ivano- Frankivsk) 30 Jahre
19. Zalovaga Anatoliy Grigorovitsch Lviv 13.03.1980
20. Vladimir Zerewnij Mikolaiowitsch Wischnia, Gorodok Bezirk, Region Lviv 06.10.1985
21. Zaikov Jaciv Jakovitsch Zhytomyr 73 Jahre
22. Vladimir Zakharov Kostantinowitsch 57 Jahre
23. Alexander Kapinos Ternopil Region. Kremenez 10.03.1984
24. Kemskyy Sergey Alexandrowitsch Kertsch 1981
25. Kishchuk Vladimir Yurovitsch Saporoschje, 1956
26. Kostenko Igor Igorowitsch, Landkreis Ternopil, Region Buchachsky Zubrets 31.12.1991
27. Korneyev Anatoli Petrowitsch, s . Havrylivtsi Kamenez- Podolsk Bezirk
28. Korczak Andrij Lviv Region Stry 32 Jahre
29. Kotsyuba Vitaliy N. Lvov 07.07.1982
30. Cremano Ivan Krementschuk
31. Kulchytsky Vladimir Stanislavovitsch Kiew 1949
32. Andrei SergijovitwschMovchan Kiew, geboren 17.01.1980

33. Moisei Wassili Michailowitsch Kivertsi Region Wolynkoi, 23.03.1992
34. Naumov, Wladimir Grigorjewitsch Schewtschenko, Dobronilskovo, Donezk 09.03.1970

35. Nikulichev Roman Kyiv  21 Jahre
36. Opanasyuk ( Oponasyuk - ) Valeriy Adamovich, 20.05.1971

37. Pagor Dmitri Chmelnickij 21 Jahre
38. Pawluk Vladimir Colomija 40 Jahre
39. Paraschuk Yuri Grigorowitsch Talne , Gebiet Tscherkassy . 01.07.1966
40. Pashalin Juri Alexandrowitsch Region Tscherkassy , 1984

41. Alexander Plechanow Viktorovitsch 1991
42. Leonid Petrovitsch Polansky, 35 Jahre
43. Saienko Andrij Stepanowitsch Fastiw, Gebiet Kiew, 1962
44. Serduk Igor Krementschuk , Gebiet Poltawska, 40 Jahre
45. Smilenko Victor Kirowograd , Bobrinetsky Bereich s.Borysivka, 1961
46. Smolyanskyy Vitaliy Vitaliyowitsch, Bezirk Uman . Furmanivka
47. Solchanyk Bogdan Zynoviyovych Alt- Sambir , Lviv Region, 25.07.1985
48. Tarasyuk Ivan Mikolayowitsch, Wolyn Olyka, 28.01.1993
49. Igor Tkachuk Michailowitsch, Wielka Kamianka, Region Iwano-Frankiwsk 09.01.1975
50. Tochyn Roman Zhadachivskyy Lviv Oblast Region, Stadt Khodoriv, 1969

51. Tur Ivan Ivanovitsch, Gorodok Lviv Oblast 21.07.1973
52. Uschnevitsch Oleg Drogobitsch, 1982
53. Hrapachenko Alexander Wolodimirowitsch Zdolbuniv, 18.09.1987
54. Hurtschija Gruzija Zurab 29.07.1960

55. Chaplinskij Vladimir

56. Andrej Tschernenko 35 Jahre
57. Chmilenko Viktor Ivanovich Kirowograd , Bobrinetskij Bereich s.Borysivka, 1961
58. Alexander Tscharok Mikolajowitsch p. Kalinivka, Region Kiew

59. Shapoval Sergeij Borissowitsch Kiew, 1969
60. Josip Michilowitsch Schilling 14.03.1952

61. Schimko Maxim Vinnitschja, 33 Jahre
62. Shcherbaniuk Alexander Mikolajowitsch Czerniwitschi 02.01.1968 Zahybli Polizei
63. Bulitka Vasily Vitalijowitsch Kiew 1986
64. Dmitry Vlasenko Oleksandrowitsch, Krim 1982
65. Vitaly Ivanovitsch Goncharov Krim, 1989
66. Volodymyr Yewtuschok Kiew, 1971
67. Alexei Nikolajewitsch Ivanenko Charkiw, 1977
68. Petro Sawickij Anatolijowitsch, Kiew, 1972
69. Spitschak Sergey Berdyansk
70. Teplyuk Ivan Tschernigow geboren 1993
71. Maxim Tretiak Leonidowitsch, Tschernigow, 1993
72. Fedyukin Andrew Vasilowitsch, Krim, 1972
73. Tsvigun Sergij Vitalijowitsch Saporischjea, 1990

 

 

20. Februar 2014

Ein Appell des Konrektors der Katholischen Universität Lemberg zur Situation in der Ukraine Myroslav Marynovych (uns durch Andriy Mykhaleiko zugeleitet):

 

 What can Ukraine expect from the West now?

I write to you as a former prisoner of conscience of the Brezhnev era. All other titles are rapidly losing sense in the light of the bleeding Ukrainian Maidan.

All my life I admired Western civilization as the realm of values. Now I am close to rephrasing Byron’s words: “Frailty, thy name is Europe!” The strength of bitterness here is matched by the strength of our love for Europe.

If it still concerns anybody in decision-making circles, I may answer the question in the title.

First and foremost, stop “expressing deep concern”. All protestors on the Maidan have an allergy to this by now in these circumstances senseless phrase, while all gangsters in the Ukrainian governmental gang enjoy mocking the helplessness of the EU.

Take sanctions. Don’t waste time in searching for their Achilles’ heel: it is the money deposited in your banks. Execute your own laws and stop money laundering. The Europe we want to be part of can never degrade the absolute value of human lives in favor of an absolute importance of money.

Also cancel Western visas for all governmental gangsters and their families. It is a scandal that ordinary Ukrainians living their simple lives have to provide their ancestors’ family trees to obtain a visa while ruling criminals guilty of murder, “disappearances”, and fraud in the eyesof the whole world enjoy virtually free-entry status in Europe.  

Do not listen to Yanukovych’s and Putin’s propagandistic sirens. Just put cotton in your ears. Be able to decode their lie; otherwise they will decode your ability to defend yourself.

Instead, listen to Ukrainian media sacrificing their journalists’ lives to get truthful information. Do not rely so much upon the information provided by your special correspondents in other countries who come to Ukraine for a day or two. Hire Ukrainians who live in this country to translate the Ukrainian cry of pain. Secure money for that right now instead of waiting for funds from next year’s budget.

Come to Ukrainian hospitals and talk to so-called “extremists” who want to “subvert the legitimately elected government,” those who have “cruelly beaten” policemen and “deliberately” blasted explosives to wound themselves.  Yes, the face of war is cruel. But, arriving at the Maidan, these people repeated almost literally what King George VI said to his people on the 3 September 1939: We have been forced into a conflict, for we are called… to meet the challenge of a principle which, if it were to prevail, would be fatal to any civilized order in the world.”

Go out of your zone of comfort!  Just recall the coddled ancient Romans who refused to do that in time. Cajoling Putin won’t bring you security. Letting him take control over Ukraine could make the world peace even more vulnerable. A Ukraine divided by force won’t bring the world peace, just as a Poland and Germany divided by force didn’t bring peace to the world.

 Let us conclude in solidarity with the King and the Ukrainian people: The task will be hard.  There may be dark days ahead, and war can no longer be confined to the battlefield, but we can only do the right as we see the right, and reverently commit our cause to God.  If one and all we keep resolutely faithful to it, ready for whatever service or sacrifice it may demand, then with God's help, we shall prevail.”

Myroslav Marynovych

 

Interview des Griechisch Katholischen Bischofs Bohdan Dziurach zu den Protesten in Kiew vom 27.1.2014:

"Das Land ist zur Geisel der Regierung geworden"

(bitte auf den Text klicken oder im PDF-Format lesen - siehe unten)

Texte zur Situation der Kirchen in der Ukraine von Bischof Bohdan und Dr. Andry Mykhaleyko.

Beide Repräsentanten der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche (UGKK) haben bereits unsere Gemeinde besucht.

Bei dem Gegenbesuch von Gemeindemitgliedern im September 2012 - auf Einladung von Bischof Bohdan - feierten wir mit ihnen Gottesdienste und führten Gespräche.

Obige Texte im PDF-Format mit größerer Schrift, zum Ausdrucken und Speichern.

UGKK.pdf
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29. November 2013

Gedenkandacht an HOLODOMOR, den Völkermord 1932/1933 in der Ukraine - gemeinsam mit der ukrainisch griechisch-katholischen Gemeinde in Frankfurt mit Informationen und Ausstellung

Ausführungen von Herrn Marko Tomashek von der ukrainisch griechisch-katholischen Gemeinde:

Ausstellungsplakate zu Holodomor:

Informtionsveranstaltung und Gedenkandacht:

19.-26. September 2012

Besuch einer Gruppe des HEDWIGSFORUMS in der Ukraine aufgrund einer Einladung von Bischof Bohdan von der griechisch-katholischen Kirche der Ukraine als Gegenbesuch der Begegnung vom Mai 2009.

Das Besuchsprogramm in der Ukraine:

Dat.

Termin

Städte

Uhrzeit

Betreuer

 

 

Borispil

 

 

19.09

 

 

 

 

 

Ankunft der

Gruppe

Flughafen Borispil

 

17:50

1.Dmetro Meronenko

2.Schwester Marianna

info@pilgrimage.in.ua

 

Abendessen

Flughafen «Borispil»

19:00

 

 

Abflug Liwiw

Borispil - Liwiw

21:10

 

 

 

Liwiw

 

 

 

Ankunft der Gruppe

Flughafen in Danelo Halezkoho in Liwiw

22:15

Fahrer - Andrij

Stadtführer - Roman

 

Unterbring.

Hotel - Bryukhovychi

23:00

 

20.09

 

 

 

 

 

Gottesdienst Stadtrund –

fahrt

Liwiw: St. Georgs - Kathedrale

07:30-

09:00

http://www.pilgrimage.in.ua/

 

Frühstück

Liwiw: «Hit-Kaffee»

09:15

 

 

Stadtführung

Liwiw

10:00

 

 

Mittagessen Arbeitstreff.

Ukrainische Katholische Universität

13:30-

17:30

О. Andrij

P. Maria

 

Stadtführung

Liwiw

15:00

 

 

Abendessen

Liwiw: Bierstube « Domc»

19:00

Erste private Bierstube in Liwiw

 

 

Bryukhovychi:Hotel

21:30

 

21.09

 

 

 

 

 

Frühstück

Bryukhovychi: Hotel

07:30

 

 

Exkursion

West Ukraina

08:30

 

 

Gottesdienst

Dorohowesch

09:30

Pastor: О. Roman

 

 

                 Stry

11:30

 

 

Rundgang

Hoshiw: Mönch Kloster

13:30

Unseres Herrn Jesus Christus

 

Rundgang

Hoshiw: Nonnen Kloster

15:30

Priorin Kloster: с. Solomija

 

 

     Iwano Frankiwsk

 

 

 

Unterbring.

Hotel «Stanislaw»

 

 

 

 

Abendessen

20:30

 

 

Arbeitstreff.

Hotel «Stanislaw»

22.00

Deakon Sergiy Tryfyak-Direktor « Karitas Kolomei-Schernowzie Diözese» Emailaritas.kolomya@gmail.com

22.09

 

 

 

 

 

Frühstück

Hotel «Stanislaw»

07:30

 

 

Rundgang

Iwano Frankiwsk

08:45

 

 

Rundgang

Zarwanytsya

14:30

Pastor: О. Wolodomer

 

Rundgang

Ternopil

 

 

 

 

             Liwiw

 

 

 

Unterbring.

Bryukhovychi: Hotel Abendessen

20:00

 

23.09

 

 

 

 

 

Abflug Kiew

 

07:10

 

 

 

           Kiew

 

Fahrer : Ewhen, Stadtführerin: Olga

 

Gottesdienst

Rundgang

Brovary

Siedlung und Sportraum

 

Pastor Igor

Pastor Oleg

 

Unterbringung

Hotel «Slavutych»

14:00

 

 

Treffen

Karitas Kiew

17:30

Roman Syrotych-Direktor « Karitas Kiew»

 

Abendessen

Restorant «Mühle»

19:00

 

 

Rundfahrt

Kiew am Abend

 

 

24.09

 

 

 

 

 

Gottesdienst, Rundfahrt

Patriarchalkathedrale der

Ukrainische Griechisch Katholische Kirche

09:00

http://pilgrimage.in.ua/index.php?option=com

 

Frühstück

Restorant «Abend»

 

 

 

Rundgang

Kiew Höhlenkloster

12.00

 

 

Mittagessen

Restorant «Zarendorf»

 

 

 

Rundgang,

 

Arbeitstreff

Arbeitstreff.

 

Rundgang

Denkmal für die Opfer des

Holodomor

Direktor «Karitas Ukraina»

Römisch-katholisch

Kirche des heiligen Nikolai

Kathedrale des heiligen Alexanders

15.00

 

 

17.00

 

 

Abendessen

Restorant «Taras Bulba»

 

 

25.09

 

 

 

 

 

Frühstück

Hotel «Slavutych»

 

 

 

Rundfahrt

«Sofia Kiwi»

Michael Kathedrale,

Andrewstr., unterer Stadtteil

 

 

 

Mittagessen

Waränetschna

 

 

 

Treffen mit dem Leiter

Pilgerzentrum.

Verwaltungsbüro der ukrainische Griechisch- katholische Kirche

14:15

Dmitrij Myronenko

 

Besuch

Denkmal Babzn Jar

einschl. jüdischem Teil

16.00

 

 

Abendessen

Restorant «Schato»

 

 

26.09

 

 

 

 

 

Frühstück

Hotel «Slavutych»

 

 

 

Abflug

Flughafen «Borispil».

 

 

Bericht von zwei Teilnehmerinnen der Reise:

Besuch in der Ukraine christine mendler.
Microsoft Word Dokument 67.0 KB
Besuch in der Ukraine barbara schiller.d
Microsoft Word Dokument 29.0 KB

Lemberg und die West-Ukraine

Kiew und Brovary

9. und 10. Mai 2009

Begegnung mit Bischof Bohdan aus Kiew von der griechisch-katholischen Kirche der Ukraine und der ukrainischen Gemeinde aus Frankfurt anläßlich der RENOVABIS-Solidaritätsaktion

Interview der Jugendvertretung mit Bischof Bohdan anläßlich des Besuches des HEDWIGSFORUMS

Aktuelles:

(auf das Bild klicken)

Homepage der Pfarrgemeinde
Homepage der Pfarrgemeinde

Neues vom Firmkurs in Toplita, Rumänien

(Beim Klick auf das Bild öfnnet sich ein externer Link zur Homepage der Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt.)

Auftakt zu den

3. Internationalen Tagen der Begegnung vom 18.-22. September 2019

29. Ökumenischer Hilfstransport nach Toplita, Rumänien