2018

Der 29. Hilfstransport nach Toplita, Rumänien -

etwas später, aber erfolgreich

Ende Februar, Anfang März wurden die gespendeten Hilfsgüter von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in Kisten verpackt, gewogen und mit Inhaltsangabe und Gewicht beschriftet. Die Wiegeliste wurde erstellt, um das Gesamtgewicht zu ermitteln und die Ladelisten zu erstellen. Am Sonntag, den 11. März, wurden in der Kirche Mariä Himmelfahrt im Gottesdienst die Osterkerzen gesegnet und wir Fahrer bekamen auch den Reisesegen.

 

Leider musste, trotz der guten Vorbereitung, am Montag, den 12. März, der Rumänientransport, wegen massiven gesundheitlichen Problemen des Organisators und Fahrers, Klaus-Dieter Then, abgesagt werden. Da Martina Ring über alles Bescheid wusste, hat sie alle Vereinbarungen abgesagt: den Leihwagen bei der Firma Sixt, den Ladetermin für die Firmlinge, bei Maria in Ungarn die Übernachtung und natürlich auch den Besuchstermin bei den Gemeinden in Toplita. Jetzt war guter Rat teuer, denn es sollten ja die Osterkerzen für die Gemeinden rechtzeitig zum Osterfest in Toplita bereitstehen.

 

Nach einigen Telefonaten mit dem katholischen Pfarrer Laszlo Aron kamen wir zu der Entscheidung, die Osterkerzen bei der Fahrt mit den Firmlingen mitzunehmen, die in der Woche nach Ostern stattfinden sollte. Für die katholische Gemeinde mit Pfarrer Laszlo Aron, kam die Osterkerze zwar eine knappe Woche zu spät. Es wurde aber vereinbart, so lange noch die Osterkerze vom letzten Jahr zu benutzen.

 

Für die griechisch-katholische Gemeinde mit Pfarrer Costea kam die Kerze dagegen rechtzeitig, nämlich am Karfreitag an, da die Gemeinde ihr Osterfest nach dem orthodoxen Kalender feiert und das Osterfest in diesem Jahr eine Woche später stattfand als in der katholischen Kirche.

Nach vielen Überlegungen und dem Abwägen von Terminen wurde der Transport auf den 1. Mai festgelegt. Das hieß, dass am Montag, den 30. April ab 17:00 Uhr der Sprinter beladen wurde, was etwa 2,5 Stunden dauerte. Anschließend fuhren wir in den Industriepark Höchst, um das Gesamtgewicht des Sprinters feststellen zu lassen. Es gab keine großen Differenzen zwischen dem errechneten und dem tatsächlichen Gewicht.

 

Wir, das sind Peter Cieszynski und Klaus-Dieter Then, konnten uns also beruhigt auf den Weg nach Toplita machen.

 

Am 1. Mai um 6:00 Uhr früh fuhren wir in Frankfurt los. Durch den Feiertag waren fast keine LKW unterwegs und nicht so viele Ausflügler, wie wir gedacht hatten, und auch die Grenzabfertigung ging reibungslos. Deshalb kamen wir etwa 4,5 Stunden früher an als in den letzten Jahren. Wir konnten mit Maria und ihrem Mann noch einen schönen Spaziergang in den Budapester Bergen machen.

Am 2. Mai um kurz vor 7:00 Uhr starteten wir in Budapest und fuhren ohne Probleme durch die Stadt auf die Autobahn. Wie sich später herausstellte, ist der 2. Mai in Ungarn und Rumänien auch ein Feiertag. Die Autobahn ist inzwischen ein Stück verlängert worden, was uns die Fahrt durch die zweitgrößte Stadt Ungarns, Debrecin, ersparte. Wir hatten dann nur noch etwa 50 km bis zur ungarisch-rumänischen Grenze, die wir auf der Bundesstraße bis zur Grenze fahren mussten. Die Grenzabfertigung ging schnell vonstatten. Es gab nur eine Ausweiskontrolle und ansonsten eine gute Fahrt.

Jetzt wurden die Uhren um eine Stunde vorgestellt und die letzten 350 km auf rumänischen Landstraßen gefahren. Aber auch hier machte sich der Feiertag positiv bemerkbar. Es waren sehr wenige LKW und Pferdewagen unterwegs, was uns schnell an unser Ziel Toplita kommen ließ. Pfarrer Laszlo Aron war erstaunt, dass wir schon gegen 17:30 Uhr angekommen sind, was wir natürlich dem Feiertag und dem geringen Verkehrsaufkommen zu verdanken hatten. Er hatte uns erst gegen 21:00 Uhr erwartet.

Für Donnerstagnachmittag hatte der Pfarrer fleißige Helfer organisiert, die unser Auto entladen haben und die Kisten auf Anweisung der Köchin Maria im Pfarrhaus verteilten.

 

Alle Kisten, die für das Kinderheim bestimmt waren, blieben im Auto und wurden am Freitagvormittag in das Kinderheim von Toplita gebracht.

Am Mittag hatte ich die Gelegenheit, die Hausärztin Dr. Edit Peter (sie ist eine der Ärztinnen/Ärzte, die in der Armenapotheke mitarbeiten), in ihrer Praxis zu treffen und anschließend das Krankenhaus zu besuchen. Ich musste feststellen, dass sich auch hier in den letzten Jahren sehr viel getan hat. Die bauliche Substanz kann man zwar nicht verändern, aber der Anstrich und die Behandlungszimmer sind sehr freundlich eingerichtet.

Bei Pfarrer Laszlo Aron konnten wir noch die letzten Vorbereitungen zum Weißen Sonntag miterleben. Es waren 14 Kommunionkinder, die alle am Samstag noch gebeichtet haben. Am Samstag wurde im Pfarrhaus eine große Tafel mit 14 Tassen und Tellern für die Kommunion-kinder gedeckt, denn alle Kommunionkinder zogen am Sonntag nach dem Gottesdienst mit den Messdienern und dem Pfarrer von der Kirche zum Pfarrhaus. Hier bekam jedes Kind eine Tasse Kakao und ein Plätzchen. Der Alptraum aller Mütter: weißes Kleid und Kakao! Aber alle Kleider waren nach dem Empfang noch ohne Flecken!

Am Sonntag waren wir auch bei Pfarrer Costea im Gottesdienst und es war sehr schön in beiden Gemeinden unsere Osterkerzen brennen zu sehen.

Am Sonntagabend war dann, wie immer, das große Abschiednehmen und die letzten Gespräche mit den Geistlichen über alles, was noch dringend gesagt werden musste.

von links nach rechts: Peter Cieszynski, unser rumänischer Freund Kantor Arpi Molnar und Klaus-Dieter Then
von links nach rechts: Peter Cieszynski, unser rumänischer Freund Kantor Arpi Molnar und Klaus-Dieter Then

Ausgestattet mit guten Wünschen und besten Grüßen an alle, starteten wir am Montagmorgen um 8:00 Uhr zu unserer Rückreise nach Frankfurt, wieder mit einem Zwischenstopp in Budapest. Die Rückfahrt war anstrengender, denn es war überall der „normale“ Werktagsverkehr mit Stau, wie man es gewohnt ist.

 

Am Dienstag gegen 21:30 Uhr sind wir wieder gut in Frankfurt angekommen.

 

Klaus – Dieter Then

(Text und Bilder)

 

2017

Bericht über den

28. ökumenischen Hilfstransport nach Toplita, Rumänien

Lesen Sie den spannenden Bericht über die Reise von Klaus-Dieter Then, Pfarrer Vincent Jijingi und Pastoralreferent Matthias Scherer auf der Webseite unserer Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt!

Trauer um Pfarrer Josef Birman aus Toplita

Pfarrer Josef Birmann

Rumänien

 

* 7. Oktober 1943

† 29. Juni 2016

 

 Wir trauern um Pfarrer Josef Birman, der in seiner Zeit als Pfarrer der  Katholisch-Ungarischen Gemeinde in Toplita die Partnerschaft mit unserer Gemeinde im Jahr 1990 mitbegründet hat. Nach langer schwerer Krankheit hat ihn Gott  am 29. Juni 2016 zu sich gerufen. Möge ihm Gott all seine Mühen in seinem Reich vergelten.

Herr schenke ihm die ewige Ruhe und das Ewige Licht leuchte Ihm.

Herr lass Ihn ruhen in Frieden.

 

Rolf Glaser                            Rolf Müller                                           K.-D. Then

Pfarrer                                    Pastoralreferent                                  Caritas u. Sozialausschuss

Letzter Gruß aus Frankfurt

2016

Bericht über den

27. ökumenischen Hilfstransport

nach Toplita

Toplita 2016 - Reisebericht.pdf
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Die beiden Fahrer: Klaus-Dieter Then und Peter Schwartz
Die beiden Fahrer: Klaus-Dieter Then und Peter Schwartz

Bildergalerie

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der jeweiligen Bildergalerie klicken.

 

Samstag, 5. März 2016 - Alles steht im Josefshaus bereit.

Sonntag, 6. März 2016 - Segnung der Osterkerzen

Montag, 7. März 2016 - Beladen des Transporters mit Hilfe der Firmlinge

Dienstag, 8. März 2016 - Bei Maria und Jano in Budapest

Donnerstag, 10. März 2016 - In Toplita

Freitag, 11. März 2016 - Sticeni, Ditrau, Remetea, Suseni - und bei Arpi

Samstag, 12. März 2016 - Besuch des Behindertenheims

Sonntag, 13. März 2016 - Gottesdienste mit Übergabe der Osterkerzen

Dienstag, 15. März 2016 - Heimreise

Das Reisetagebuch



„25 Jahre Partnerschaft Rumänien“


wurde geöffnet

am 30. November 2015 um 19.30 Uhr

 

in St. Hedwig, Elsterstr. 18, 65933 Frankfurt

 

Die Präsentation können Sie hier anschauen:

Reisetagebuch Rumänien 2015.pdf
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Reisetagebuch RO 2015 - Bilderklärung.xl
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  Juni 2015: Besuch in Toplita/Rumänien

 

   anläßlich der 25jährigen Partnerschaft

Bild oben: Die Teilnehmer der Reise nach Toplita gemeinsam mit dem Übersetzer Otto Hahn, dem orthodoxen Pope Fillip Alexandru und dem katholischem Pfarrer Laszlo Aron:

von links: Pfarrer Rolf Glaser, Erich Mistereck,  Helga Haupert, Klaus-Dieter Then, Roswitha und Peter Hoffmann

Die Reise der Delegation unserer Gemeinde fand anläßlich 26 Hilfstransporten und vieler gegenseitiger Kontakte (u.a. Firmkurse) statt. Daraus ist eine gute Partnerschaft entstanden. Mit Festgottesdiensten und Besuchen in Alba Julia und den Moldauklöstern wurde die Partnerschaft gefeiert.

 

In der Zukunft ist angedacht, weitere Begegnungen mit Jugendlichen (z.B. Deutschkursen und Praktika) sowie Solidaritätsprojekte in beiden Richtungen durchzuführen.

17. bis 24. März 2015  Hilfstransport Nr. 26 zu unserer Partnergemeinde Toplita

Hilfsgütertransport zu unserer Partnergemeinde Toplita/Marosheviz (Rumänien)

vom 17.03. – 24.03.2015 – ein Reisebericht über die 26. Fahrt

 

Viele fleißige Hände hatten bei mehreren Terminen beim Einpacken von zahlreichen Spenden geholfen, und so konnte am 16.03. unser 7,5-Tonner ab 17:00 Uhr bei frühlingshaften Temperaturen mit tatkräftiger Hilfe der letztjährig gefirmten Jugendlichen und bewährten Gemeindemitgliedern ruckzuck beladen werden – auch diesmal unter der

fachkundigen Anleitung von Lademeister Michael Steils. Die Güter waren

Kinderkleidung, Kinderspielzeug, Kinderfahrräder, Bettwäsche, Medikamente, gute

Schuhe, Inkontinenzvorlagen, Rollstühle, Gehhilfen (Rollatoren und Krücken) sowie

einige spezielle Sachen für das Kinderheim. Dieses Jahr machten vor allem Rollstühle und

Rollatoren sowie Fahrräder einen großen LKW notwendig. Im Gegensatz zum letzten

Jahr hatten wir mit dem – allerdings auch fast neuen – Fahrzeug keinerlei

technische Probleme.

 

Am 17.03. um 05:35 starteten wir bei trockenem Wetter. Bei frühlingshaften Temperaturen, nur kurz aufgehalten durch einen Stau vor Nürnberg, kamen wir um 20:45 in Budapest bei dem ehemaligen Griesheimer Gemeindemitglied Maria und ihrem Lebensgefährten an. Nach dem Abendessen gab es eine kleine „Budapest by night“ – Tour rund um das

Schloss. Maria geht es nach einer Hüftoperation sichtlich gut und sie ist „Studentin“! Der Master in Logopädie ist das Ziel.

 

Um 07:20 und bei sonnigem & trockenem Wetter ging es am 18.03. ausgeruht auf den Autobahnen M3 und M35 via Debrecen bis zur ungarisch-rumänischen Grenze. Dort gab es wg. Unstimmigkeiten bezüglich der ungarischen Maut eine unfreiwillige 1-stündige Pause. Leider musste eine Strafe bezahlt werden, aber wir erfuhren auch, dass wir als Hilfstransport von der Maut befreit sind, wenn dies künftig VOR Fahrtantritt entsprechend beantragt und bestätigt wird. Wg. der Strafe haben wir ein Bittgesuch an die Ungarische

Botschaft gestellt, in der Hoffnung, dass man uns die Strafe erlässt oder

mindert.

 

Weiter ging es über Oradea (Grosswardein) und Cluj-Napoca (Klausenburg) direkt über die Berge nach Reghin (Sächsisch Regen). Zwischen Reghin und Toplita fiel die Temperatur (mal wieder) um ca. 7 Grad und bei der Ankunft um 21:30 Ortszeit (= 1 Std. später

als bei uns) gab es leichten Schneefall.

 

Das bewährte Empfangskomitee im Pfarrhaus bestand aus Laszlo Aron sowie Kantor Arpi Molnar und Peter Balla (Sohn des ehemaligen evangelisch-reformierten Pfarrers Arpad). Ein erster Schnaps sowie ein leckeres Abendessen erwarteten uns. Wir waren wieder im Pfarrhaus untergebracht - mit separatem Zugang. Themen der angeregten Gesprächsrunde

waren die o. g. Maut-Probleme, Stand der Dinge in den Gemeinden, die bevorstehende Toplita-Reise einiger Frankfurter Gemeindemitglieder im Juni 2015 mit einigen möglichen Programmpunkten (Alba Iulia, Cluj, Moldau-Klöster, Besuch armer unterstützter Familien in Toplita) sowie das Programm für uns in den nächsten Tagen.

 

Am 19.03. stand bei kaltem, aber trockenem Wetter in verschneiter Umgebung der 1. Ausflug an. Es ging mit Arpi ins 25 km entfernte Borsec (Bad Borseck) – einem malerischen

Kurort. Dort besuchten wir ein modernes 3 Jahre altes Waisenhaus mit Platz für

max. 30 Kinder von 3-18 Jahren. Die junge sehr engagierte und herzliche Leiterin

führte uns durch die Einrichtung. Getragen wird das Haus durch die Kirche –

genauer gesagt von der heiligen Franziskus-Stiftung (Szent Ferenc Alapítvány). Es folgte eine kleine Sightseeing-Tour rund um das winterliche Borsec mit Blick auf eine herrliche Wald-Mittelgebirgslandschaft (dem Schwarzwald vergleichbar) sowie Besichtigung eines im Bau befindlichenWellness-Centers.

 

Weiter ging es Richtung Iași nach Tulghes, um uns - von außen - das erste rumänische

psychatrische Krankenhaus zu zeigen; danach ging es über Borsec zurück.

 

Nach der Rückkehr und dem Mittagessen im Pfarrhaus stand ein kurzer Spaziergang durch

Toplita auf dem Programm: es tut sich aus unserer Sicht einiges, gerade auch im Bereich Infrastruktur (Straßen, Häuser etc.), aber es bleibt noch viel zu tun.

 

Um 18:00 erschienen zahlreich Helfer auf dem Pfarrhof und in beeindruckender Geschwindigkeit war der LKW abgeladen und die Ladung verstaut. Es ist jedes Mal wieder schön zu hören, dass alle mitgebrachten Güter auch wirklich benötigt werden und das

Lager im Keller zügig geleert wird. Das Vorgehen – Erkunden, was wirklich

gebraucht wird und das wird dann auch versucht zu beschaffen – findet also

jährliche Bestätigung. Zum Abendessen waren wir zusammen mit Kantor Arpi und Küster István in Toplita.

 

Der 20.03. war bestimmt von einer Fahrt zum St. Anna See (ca.140 km hin) mit Arpi und Peter Balla. Es ist der einzige See Rumäniens von vulkanischem Ursprung und 946 m hoch in der Balvanyos-Region gelegen. Die Fahrt führte über Lazarea, wo wir dem ehemaligen Pfarrer Birman einen sehr kurzen Besuch abstatteten. Er ist leider weiterhin sehr krank und nicht in der Lage, Besucher für längere Zeit zu empfangen. Weiter ging es über

Miercurea Ciuc (Szeklerburg) und Tusnad über eine immer schlechter werdende

Straße hoch zum See. Wir waren nun in absoluter winterlicher tiefverschneiter

Landschaft und still „ruhte der See“, von dem leider nur die zugefrorene

schneebedeckte Oberfläche zu sehen war. Trotzdem war es ein sehr entspannter

Spaziergang und nachdem das Auto auf dem Parkplatz angeschoben werden musste,

weil es im Schnee steckengeblieben war, ging es weiter zu einem ebenso idyllisch gelegenen Restaurant in Balvanyos zur Verkostung einer Transsilvanien-Platte (nicht vegetarisch ;).

 

Das Abendessen fand bei Laszlo Aron statt – und der Überraschungsgast war Franziska Baroti, die der ein oder andere sicher von den Tagen der Begegnung her kennt. Die Familien der Brüder Baroti sind mittlerweile (wie letztes Jahr geschildert) samt der Kinder

in Österreich, nur die Großeltern sind in Toplita geblieben. Franziska hat in

Wien studiert (Ziel: Übersetzerin) und hat begonnen internationales Management

zu studieren (als 2. „Standbein“) – und zwar für ein halbes Jahr in Cluj.

Beweggrund war sicher auch, dass ihr Freund dort Ingenieurswissenschaften

studiert! In Toplita war sie, weil sie die Großeltern besucht hat. Sie spricht ausgezeichnet Deutsch und hat uns auch am Samstag und Sonntag als Dolmetscherin begleitet; sie ist also in die Fußstapfen ihres Vaters bzw. Onkels getreten. Es war ein sehr

netter Abend mit vielen Eindrücken für Klaus-Dieter und mich; wir waren sehr

angetan von der strikten Lebensplanung eines jungen Menschen aus Toplita.

Franziska hat im Übrigen auch großen Wert darauf gelegt, dass sie am 15.05.2015

in Toplita gefirmt wird und dass die Familie zusammen ist (in Österreich und

bei der Firmung).

 

Der 21.03. war Toplita und der näheren Umgebung gewidmet. Der Tag begann mit einem Besuch des Kinderheims: mit Franziska und Arpi. Unsere „Mitbringsel“ wie Bettwäsche und

Kinderspielzeug etc. riefen echte Begeisterung beim Kinderheim-Team hervor. Wie

jedes Jahr berichtete die Leiterin: die Hasenscharten-Patientin Sabina muss

noch einmal operiert werden; sie sieht gut aus und ist sehr aufgeweckt. Dalma, dem

Mädchen mit der schlimmen letztlich unheilbaren Hautkrankheit (große blutige

Blasen, genetischer Defekt) geht es den Umständen entsprechend. Sie stand im

Zimmer und hat gespielt, sie nimmt an Ausflügen teil und man sieht, dass alles

getan wird, um ihr das Leben so lebenswert wie möglich zu machen. Apropos

Ausflüge: es wird viel mit den Kindern unternommen – z. B. Moldau, Bistritz,

aber auch im neuen Wellness-Center mit Schwimmbad in Toplita etc. In Tirgu

Mures (Neumarkt) wurden einige der Kinder zahnärztlich (unter Narkose)

behandelt. Im Mai werden sie eine mehrtägige Busreise machen – in die Region

Maramures. Benötigte Sachen lt. der Leiterin: ( Kinder-)Rollstühle, Stühle zum

Fixieren, Gummihandschuhe, Kinderwagen. Klaus-Dieter hat 150 € für die Betreuung von Sabina nach der OP sowie für diverse Ausflüge überreicht – sehr zur Freude des Kinderheim-Teams.

 

Anschließen fuhren wir weiter zu unserer langjährigen „Freundin“/Patientin Gabriela. Sie macht weiter enorme Fortschritte, besucht mittlerweile die 4. Klasse und ist 11 Jahre

alt. Wie fast jedes Jahr beeindruckte sie mit ihrer Singstimme und sie hat

sogar ein Lied selbst komponiert. Ein großer Wunsch lt. ihrer Großeltern ist

ein Gesangsauftritt in Deutschland. Auf die Gefahr mich zu wiederholen: an

diesem Beispiel kann man die Bedeutung der Medikamente aus Deutschland ersehen.

 

Zum Mittagessen waren wir mit der gesamten Familie Balla zum Mittagessen im ca. 25 km entfernten Andreneasa in einem herrlich gelegenen Restaurant mit rumänischen Spezialitäten; dies war auch ein Dankeschön für das Korrektur-Lesen von Übersetzungen aus dem rumänischen uns Deutsche, die Eva Balla (Peters Frau) ab und zu an Klaus-Dieter

oder mich schickt. Anschließend besichtigten wir das schon erwähnte neue Wellness-Center mit Whirlpool und Sauna in Toplita. Leider kann es mangels Kapazitäten nicht

aus Thermalquellen gespeist werden - wie das nebenan gelegene Freibad.

 

Das Abendessen fand beim evangelischen Pfarrer – Krisztian Barticel-Kiss – statt; wie schon im Bericht 2014 beschrieben ein junger Pfarrer, mit klaren eigenen Vorstellungen,

wie er „seine“ Gemeindemitglieder motivieren will. Offensichtlich ist er auch

ein talentierter Musiker. Peter Ballas Projekt - Unterstützung ausgewählter bedürftiger

Familien unterschiedlicher Herkunft und Religion durch Lebensmittelgutscheine -

überlässt er weiterhin in dessen Obhut. Das Gespräch wurde zum großen Teil in Deutsch und Englisch geführt, so dass unser Begleiter Peter Balla nicht permanent übersetzen musste. Ein durchaus interessanter Besuch.

 

Natürlich wurde auch dieses Jahr die Osterkerze übergeben – zum 2. Mal an den neuen Pfarrer. Eine kleine Einkehr bei Arpi und seiner Frau auf dem Rückweg rundeten

diesen heiteren Abend ab. Es wurden viele lustige Anekdoten aus der

Vergangenheit, aber auch aus dem aktuellen Gemeinde-Leben in Toplita zum Besten

gegeben.

 

Am Sonntag, dem 22.03. begann um 08:30 der Gottesdienst in der schönen hell strahlenden katholischen Kirche in ungarischer Sprache. Klaus - Dieter Then überreichte die von Christina Huber wieder sehr schön verzierte Osterkerze und hielt eine kurze

Ansprache. Souveräne Übersetzerin wie oben erwähnt: Franziska Baroti. Pfarrer Laszlo Aron bedankte sich sehr herzlich bei Klaus-Dieter und mir als Vertreter der Frankfurter Gemeinde und ließ auch beste Ostergrüße ausrichten.

 

Nach einer halbstündigen Pause ging es weiter zur Messe in der mit Bildern reich verzierten

griechisch-katholischen Kirche (10:00 bis 11:30), die in rumänischer Sprache

zelebriert wurde. Auch dort überreichte Klaus - Dieter Then eine Osterkerze und hielt eine Ansprache, die erneut Franziska übersetzte.

 

Anschließend waren wir – schon fast traditionell - zum Mittagessen beim griechisch-katholischen Pfarrer und seiner Familie (Frau Claudia, Tochter Maria, Sohn Emanuel)

eingeladen. Begleitet wurden wir von Franziska und später von Arpi. Es war ein

aktiver Besuch mit Spielen mit den Kindern + Besichtigung von Haus und Hof – z.

T. ohne Übersetzer – auch diese Kommunikation hat irgendwie funktioniert!

Wie jedes Jahr gab es neben der ausgezeichneten Bewirtung mit Essen und Trinken aus eigener Herstellung angeregte Gespräche. Nach dem Packen folgte das letzte Abendessen bei Laszlo Aron, an dem auch Franziska mit ihrem sehr netten, zurückhaltenden Freund sowie Arpi Molnar teilnahmen – ein sehr schöner Abschluss. Wie auch an den Tagen zuvor wurden wir von der Köchin Marika (genannt „Baba“) verwöhnt.

 

Montag, 23.03.: um 08:20 wurden wir herzlich von Pfarrer Aron sowie Köchin Marika sowie Arpi verabschiedet und mit einer Vielzahl von Geschenken all der Menschen, die uns in den

vergangenen Tagen begleitet hatten, auf den Weg gebracht. Nach einer

problemlosen und dank der verbesserten Straßenverhältnisse zügigen Fahrt (ohne

Mautprobleme) ging es über Debrecen und die gut zu befahrenden Autobahnen nach

Budapest und so kamen wir um 20:05 bei Maria an. Es gab eine letzte

Gesprächsrunde – zum Thema „was gibt es Neues in Marosheviz“.

 

Um 07:20 am 24.03. starteten wir zur letzten Etappe nach Frankfurt – mit „zweitem Frühstück-Stopp bei Neusiedel (Österreich). Bis kurz hinter Helmstadt (bei Würzburg) lief alles bestens (Wetter, Verkehr), doch dann mussten wir leider auf einer

vollgesperrten Autobahn von 21:00 – 03:00 Uhr ausharren. Grund war ein Unfall

mit 4 beteiligten LKW’s ca. 1 km vor uns. Letztlich haben wir uns gesagt, dass wir froh sein können, dass wir zum einen nicht in den Unfall verwickelt waren und zum anderen nicht in dem an diesem Tag in Südfrankreich abgestürzten Flugzeug saßen. Schließlich kamen wir todmüde um 04:35 in Frankfurt an – nach 3300 unfallfreien Kilometern.

 

Anmerkungen:

 

a) wer sich gewundert hat, dass Josef Antal (Pfarrer der Nachbargemeinde Sarmas und bei den letzten „Tagen der Begegnung“ dabei) nicht erwähnt wurde: er hat sozusagen einen

Nebenjob als Busfahrer (sic!) und hatte diesmal leider keine Zeit für uns.

 

b) ganz aktuell: die Botschaft von Ungarn hat unseren „Maut-Problem-Bitt-Brief“ bekommen und weiter geleitet – außerdem haben wir einen Link mit Hinweis zur Mautbefreiung für

Hilfstransporte. Vielleicht versuchen wir das auch für Österreich und Rumänien

zu bekommen.

 

c) dies war also die 26. Fahrt mit Hilfsgütern nach Rumänien – für mich die 7.; ich will dies gerne fortzusetzen, da ich diese Eindrücke, die Gespräche, die Offenheit und Gastfreundlichkeit sowie die Freude über unsere Hilfsgüter und die Dankbarkeit nicht missen möchte!!! Und es wird trotz sichtbarer Verbesserungen weiter Hilfe benötigt.

 

Zum Schluss: wir wünschen Pfarrer Birman alles Gute und viel Kraft.

 

Die Fahrer: Klaus - Dieter Then (Transportleiter) und Peter Schwartz Berichterstatter:

Peter Schwartz

 

Jubiläums-Hilfsgütertransport nach Toplita vom 1. bis 8.4.2014

zum 25. Male: Sammeln der Hilfsgüter, Reisesegen, Packen des LKW, 1600 km Fahrt nach Toplita/Rumänien, Schaden am Auto und Reparatur , Ankunft in Toplita, kleiner Ausflug in Rumänien und Rückfahrt nach Deutschland.

Klaus-Dieter Then (rechts) packt mit an. Gemeinsam mit Paolo (links) und Michael Graffi verstaut er die Kisten mit Spenden im Lastwagen. Foto: Maik Reuß

 

für vollständigen Bericht bitte anklicken:

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/1650-Kilometer-bis-zum-Ziel;art675,797391

 

 

1650 Kilometer bis zum Ziel

Hilfstransport aus Griesheim ist auf dem Weg nach Rumänien

Seit einem Vierteljahrhundert unterstützt die katholische Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt aus Griesheim eine rumänische Gemeinde mit Hilfsgütern. Gestern startete der Transporter zum 25. Mal auf die rund 1650 Kilometer lange Strecke in Richtung Toplita.

 

siehe Bericht des Mitfahrers Peter Schwartz:

Hilfsgütertransport zu unserer Partnergemeinde Toplita/Marosheviz (Rumänien) vom 01.04. – 08.04.2014 – Reisebericht über die 25. Fahrt - Jubiläumsfahrt
Toplita-2014-Bericht.doc
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25 Jahre "Rumänienhilfe"

Dankgottesdienst am 9.3.2014 in Mariä Himmelfahrt

Bericht des Bistums Limburg aus deren homepage (bitte anklicken):

 

https://www.bistumlimburg.de/meldungen/meldung-detail/meldung/aus-1-mach-25-1.html


Fürbitten für die Menschen in Rumänien

Fürbitten Dankgottesdienst „25 Jahre Rumänienaktion“ am  09. 3. 14 in Griesheim

 

Großer Gott, fünfundzwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer und der Öffnung des Eisernen Vorhanges schauen wir mit Dankbarkeit auf eine ebenso lange Verbindung mit unserer Partnergemeinde in Toplita, Rumänien zurück. Mit dem Dank verbinden wir unsere Bitten für eine gute Zukunft der Menschen in Toplita und Osteuropa und hier bei uns und im Westen.

 

-           Die Armut ist die Schattenseite von jenem Reichtum, der aufgrund ungerechter Gesellschafts- und Wirtschaftsstrukturen erworben wird. Guter Gott, lass uns Armut nicht durch gönnerhaftes Verhalten, sondern durch das  Eintreten für Gerechtigkeit und wirkliche Solidarität bekämpfen.

 

-           Mangelnde Altersversorgung und Abwanderung der jungen Generation lassen alte Menschen in Rumänien und an vielen Orten der Welt in Einsamkeit und in unwürdigen Verhältnissen leben. Hilf, dass die Verantwortlichen für eine Miteinander der Generationen und ein Alter in Würde sorgen.

 

-           In Rumänien haben Menschen zwar Zugang zur ärztlichen Versorgung, können sich aber die Medikamente, die sie brauchen und für die sie selbst aufkommen müssen, oft nicht leisten. Hilf, dass die Verantwortlichen einen Zugang zur Medizin für alle ermöglichen.

 

-           In der rumänischen Gesellschaft sind Vorurteile zwischen den  verschiedenen Volksgruppen; z.B. zwischen Rumänen und Ungarn oder Rumänen und Deutschen. Hilf, dass es durch Möglichkeiten der Begegnung zu einem besseren Verständnis und   einem guten Miteinander kommt.

 

-           Ein großes Problem für den Fortschritt der rumänischen Gesellschaft ist nach wie vor die Korruption. Sie fördert die Ungleichheit und  schadet der Volkswirtschaft. Hilf,   dass bei der Integration Rumäniens in Europa auf eine nachhaltige Antikorruptionspolitik geachtet wird.

 

-           Eine Altlast aus der Ära Ceausescu ist in Rumänien die Diskriminierung und Unterversorgung Behinderter. Aber auch bei uns genießen Behinderte oft noch nicht ausreichend Anerkennung und Gleichstellung in der Gesellschaft. Hilf, dass Behinderte ihren Platz in der Gesellschaft finden können.

 

-           Die kommunistische Diktatur wirkt bis heute in der rumänischen Gesellschaft wie auch in der Ukraine und vielen Völkern Osteuropas nach. Stärke du die Menschen, die für eine demokratische Entwicklung in Rumänien, in der Ukraine  und überall auf der Welt eintreten.

 

-           Über Jahrzehnte war die Glaubensfreiheit von Christen in Rumänien unterdrückt, vor allem der Griechisch-katholischen, aber auch der Römisch- Katholischen und Protestantischen Kirchen. Lass es uns nicht hinnehmen, wo immer auf der Welt die Religionsfreiheit mit Füßen getreten.

 

-           In der rumänischen Gesellschaft gibt es seit der kommunistischen Zeit ethnische Unterdrückung und Diskriminierung, die bis heute fortwirkt, besonders gegenüber Roma. Auch bei uns fehlt vielfach das Verständnis für solche Lebenswirklichkeiten. Hilf den europäischen Völkern durch wirksame Maßnahmen für die Integration ethnischer Minderheiten zu sorgen.

 

Um all das bitten wir dich durch deinen Sohn Jesus Christus, der uns ein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit verheißen hat. Amen

Empfang und Mittagessen nach dem Dankgottesdienst

17 Uhr: Festliches Orgelkonzert in Mariä Himmelfahrt mit Kantor Arpard Molnar jun. aus Toplita.

Faltblatt anläßlich des Jubiläums der "Rumänienhilfe":

24. Hilfsgütertransport nach Toplita vom 12. bis 19.3.2013

10.3. Reisesegen und Weihung der Osterkerzen durch Pfarrer Glaser in St.Markus. Am 12.3. Abfahrt von Griesheim bei heftigem Schneetreiben. Reisebericht:

Viele fleißige Hände hatten bei mehreren Terminen beim Einpacken von zahlreichen Spenden geholfen, und so konnte am 11.03. unser 7,5-Tonner ab 17:00 Uhr bei schon leichtem Schneetreiben unter bewährter Hilfe von jungen und alten Gemeindemitgliedern ruckzuck beladen werden - wie meist unter der fachkundigen Anleitung von Lademeister Michael Steils. Die Güter waren Kinderkleidung, Kinderspielzeug, Kinderfahrräder, Bettwäsche, Medikamente, gute Schuhe, Inkontinenzvorlagen, Rollstühle, Gehhilfen (Rollatoren und Krücken) sowie Lernspiele, therapeutisches Spielzeug und Kuscheltiere für das Kinderheim. Außerdem nahmen wir diesmal einen 6-flammigen Gasherd, eine Fritteuse sowie Koch-Zubehör wie Töpfe „an Bord“, sowie 36 stapelbare Stühle – dies alles für das Kolpinghaus (s. unten).

 

Am 12.03. um 05:30 starteten wir auf glatten schneebedeckten Straßen und fuhren mit Hilfe von „ganz oben“ dem Schneechaos langsam aber sicher davon. Ein unfreiwilliger Aufenthalt bei MAN in Nürnberg (defekter Zigarettenanzünder und damit unbrauchbares Navi) behinderte uns zusätzlich. Bei sonnigem Wetter in Österreich und Regen in Ungarn kamen wir um 22:05 in Budapest bei dem ehemaligen Griesheimer Gemeindemitglied Maria und ihrem Lebensgefährten an. Dort nahmen wir ein spätes Abendmahl zu uns und verbrachten sehr müde eine ruhige Nacht im Schlafsack.

 

Um 07:20 und bei leichtem Regen ging es am 13.03. ausgeruht auf den Autobahnen M3 und M35 via Debrecen bis zur rumänischen Grenze – diesmal ohne Stau (gegenüber 5 Std. Wartezeit in 2012) - und weiter über Oradea (Grosswardein) und Cluj-Napoca (Klausenburg) direkt über die Berge nach Reghin (Sächsisch Regen). Die letzten 70 km bis Toplita/Marosheviz waren auch dieses Jahr in einem sehr guten Straßenzustand.

Zu erwähnen ist, dass uns kurz vor unserem Ziel schon die ersten Nachrichten zur Papstwahl erreichten und wir zur Begrüßung mit „Habemus papam“ bzw. seitens Josef Antal (dem vertrauten Pfarrer der Nachbargemeinde Saramas) mit „Habemus Then“ empfangen wurden.Der neue Papst Franziskus kam 30 Minuten nach unserer Ankunft (20:45 Ortszeit – 1 Std. plus) auf den Balkon.

 

Das Empfangskomitee im Pfarrhaus bestand aus Laszlo Aron (wie immer) sowie dem schon erwähnten Josef Antal und unserem altbekannten Dolmetscher und treuen Begleiter während unseres Aufenthalts - Josef Baroti – und natürlich Marika, der Haushälterin. Ein erster Schnaps sowie ein leckeres Abendessen erwarteten uns. Wir waren wieder im Pfarrhaus untergebracht - mit separatem Zugang. Themen der angeregten Gesprächsrunde waren u. a. die Situation der ungarisch-katholischen Gemeinde sowie des evangelischen Pfarrers Balla und die Tage der Begegnung. Todmüde und dankbar, gut angekommen zu sein, fielen wir in unsere Betten.

 

Der 14.03. war vollgepackt mit Terminen: zunächst fuhren wir mit Pfarrer Aron und Josef Baroti nach Lazarea, um dem ehemaligen Pfarre Birman den obligatorischen Besuch abzustatten. Ein Kurzbesuch beim dortigen Franziskaner-Kloster nebst künstlicher Saline schloss sich an – ebenso eine Besichtigung der Baustelle Kolpinghaus, wo signifikante Fortschritte sichtbar sind: Fenster sind eingebaut und der Innenausbau (Heizung, Sanitäranlagen) ist in vollem Gange: die Chancen, im Mai 2014 Firmlinge aus Griesheim unterzubringen, stehen gut!

Nach dem Mittagessen stand ab 15:00 das Entladen des LKW auf dem Programm: innerhalb einer Stunde war alles abgeladen und verstaut, was nicht für das Kolpinghaus bzw. Kinderheim bestimmt war; danach fuhren wir zum Kolpinghaus, um Herd, Stühle, Koch-material „loszuwerden“. Viele Gemeindemitglieder beteiligten sich an der Gesamtaktion und sorgten für eine schnelle Erledigung.

 

Um 18:00 waren wir zum Abendessen beim griechisch-katholischen Pfarrer Vasile Costea eingeladen; wie immer wurde reichlich aufgetragen incl. des hervorragenden selbstgemachten Weins. Begleitet wurden wir von Josef Baroti und Kantor Arpi Molnar. Themen gab es genug (Papstwahl, Fußball) und es wurde ein langer Abend.

Der eigentliche Star des Abends war aber der 10-monatige Emanuel, der ganze Stolz des Papas!

 

Am 15. und 16.03. standen 2 ganztägige Ausflüge sowie der Besuch des Kinderheims und ein Familienbesuch auf dem Programm.

 

Der 15.03. war bestimmt von einer Fahrt nach Praid (ca. 70 km hin) mit Arpi Molnar und Josef Baroti. Schon die Fahrt selbst über einen schneebedeckten Pass war eindrucksvoll. Das Salzbergwerk selbst nicht minder: die Einfahrt führte per Bus ca. 1 km in den Berg, danach 243 Stufen abwärts und wir sahen eine gigantische Halle mit trockener Luft – neben der touristischen Attraktion ist die Saline auch ein Therapiezentrum für Atemwegserkrankungen mit aufregenden Beschäftigungsmöglichkeiten für Jung und Alt, z. B. einem riesiger Klettergarten. Auf der Rückfahrt kehrten wir in einer Traditions-Gaststätte ein - mit Bedienungen in der Szekler-Tracht und einer rustikalen Einrichtung. Die ungarischen Spezialitäten waren echte Leckerbissen.

Um 16:00 war die Ärztin Edith Peter zu Besuch, um die Liste der von uns mitgebrachten Medikamente zu bestätigen und „kritische“ Medikamente selbst in Empfang zu nehmen.

Anschließend fuhren wir ins Kinderheim, um die die dafür bestimmten Utensilien abzugeben.

Ein Gespräch mit der sehr engagierten Leiterin folgte: 3 Kinder waren seit unserem letzten Besuch leider gestorben; zudem hat sich die finanzielle Situation verschlechtert, was die Mittel für Reparaturen und dringende Neuanschaffungen betrifft sowie Sonderveranstaltungen: eine Geldspende für einen der äußerst beliebten Ausflüge mit den Kindern (z. B. 2012 nach Brasov, davor eine Reise ans Schwarze Meer) sowie die Kosten für die Betreuung einer neuen Hasenscharten-Patientin (Sabina - 18 Monate) nach 3 Operationen war für uns Pflicht und Freude, wenn man die Dankbarkeit der Leiterin erlebt hat. Was unsere Patientin, die fast 3 -jährige Dalma Gabor betrifft, so ist die Hautkrankheit mit großen blutigen Blasen am ganzen Körper zwar nicht schlimmer geworden, aber der Entwicklungsstand entspricht nicht dem einer 3-jährigen.

Schließlich hatten wir noch die angenehme Aufgabe, Gabriela, unsere bekannte Patientin zu besuchen. Sie ist erfreulich lebhaft und macht enorme Fortschritte; sie hat uns ein mehrstrophiges Lied präsentiert und ihre Schulhefte gezeigt. Es tut gut und motiviert, wenn man sieht, dass Medikamente aus Deutschland so gut helfen können!

 

Zum Abendessen waren wir bei der Familie des evangelisch-reformierten Pfarrers Arpad Balla eingeladen. Beherrschende Themen waren der Ruhestand von Pfarrer Balla sowie das Schicksal der Armenküche und ein neues Projekt von Peter Balla (Sohn) und dessen Frau Eva. Tendenziell im Sommer wird Pfarrer Balla mit seiner Frau Eva (kein Schreibfehler!) nach Tirgu Mures (Neumarkt ca. 100 km entfernt) in eine Wohnung für pensionierte Pfarrer ziehen.

Mit dem Weggang des Pfarrers „stirbt“ die Armenküche - sein „Baby“. Peter Balla kann und will dies nicht fortführen, weil zum Einen die laufenden Kosten nach der Reduzierung der Unterstützung seitens der holländischen Partnergemeinde nicht mehr gedeckt und zum Anderen sowohl Peter als auch Eva beruflich zu stark eingebunden sind. Peter hat nun ein neues Projekt aus der Taufe gehoben: er setzt die 400 € der Holländer ein, um 20 ausgewählten Familien mit je 20 € pro Monat zu unterstützen – und zwar über Lebensmittel-Gutscheine, die in 3 Geschäften in Toplita/Marosheviz eingelöst werden können (ausdrücklich werden weder Alkohol noch Zigaretten abgegeben!). Von uns gab es zunächst 400 € als Anschub und wir beobachten das Projekt weiter. Natürlich wurde auch die Osterkerze übergeben.

Nach anregenden Gesprächen im Anschluss an ein sehr gutes Abendessen wurden wir durch die kalte Nacht (-8 Grad) nach Hause begleitet.

 

Eine sehr bemerkenswerte Fahrt stand am 16.03. an: wir fuhren mit Pfarrer Aron und Josef Baroti Richtung Reghin und weiter über verschneite, landschaftlich sehr reizvoll gelegene Nebenstraßen nach Bistrita (Bistritz) (ca. 100 km). Bei sonnigem und sehr kaltem Wetter wurden wir von Dekan Peter Gered durch die Stadt geführt. In bestem Deutsch zeigte er uns – angefangen bei der einzigen katholischen Kirche (Dreifaltigkeitskirche) - verschiedene auch versteckte Orte mit Hinweisen auf die ehemals große Zahl von Deutschen (Straßenschilder, Friedhof). Wir fuhren per Lift auf den höchsten Kirchturm Rumäniens (evangelische Kirche – 77 m) - der zugleich der einzige zwischen Wien und Moskau mit Fahrstuhl ist - und hörten in 10 Minuten die Geschichte von Siebenbürgen. Es war ein sehr kurzweiliger, informativer und mit lustigen Erzählungen geschmückter Spaziergang.

Das Abendessen im Pfarrhaus, bei dem auch Josef Antal anwesend war, war ein Arbeitsessen, denn es galt ja noch einige Punkte auf Klaus‘ „To Do-Liste“ bzgl. der „Tage der Begegnung“ abzuarbeiten:

Es wurde das Programm und den Stand der Teilnehmer gesprochen sowie über das Thema dieser Tage -> Weg…. Natürlich wurde auch die Hausaufgabe der Teilnehmer erklärt -> Beschreibung eines Stücks Weg (positiv oder negativ belastet) sowie das Mitbringen eines Symbols dieses Abschnitts (für die Gestaltung eines Friedensweges beim Abschlussgottesdienst). Pfarrer Aron und Pfarrer Antal teilten uns ihrerseits mit, sie würden mit mind. 8 Personen (6 Jugendliche und 2 Erwachsene -> die beiden Pfarrer!) in einem Microbus kommen – evtl. könnten es auch 12 Teilnehmer werden (ein weiterer Erwachsener sowie ein 2. Microbus).

 

Am Sonntag, dem 17.03. begann um 08:30 der Gottesdienst in der im Innen- und Außenbereich renovierten und hell strahlenden katholischen Kirche in ungarischer Sprache. Klaus - Dieter Then überreichte die von Christina Huber wieder sehr schön verzierte Osterkerze und hielt eine kurze Ansprache.

 

Nach einer halbstündigen Pause ging es weiter zur Messe in der mit Bildern reich verzierten griechisch-katholischen Kirche (10:00 bis 12:00), die in rumänischer Sprache zelebriert wurde. Auch dort überreichte Klaus - Dieter Then eine Osterkerze und hielt eine Ansprache.

Übersetzer in beiden Fällen war Josef Baroti.

Bis 13:00 waren wir bei der Familie von Josef Baroti auf einen Kaffee und erfuhren bei dieser Gelegenheit, dass die Familie plant, noch in 2013 nach Österreich zu ziehen, wo der Bruder von Josef - Laszlo - bereits seit einigen Jahren mit seiner Familie wohnt (bei Wien). Sicherlich schade, aber nachvollziehbar bei den schwierigen Bedingungen bzw. Zukunftsaussichten in Rumänien.

 

Anschließend waren wir – schon fast traditionell - zum Mittagessen beim griechisch-katholischen Pfarrer und seiner Familie (Frau Claudia, Tochter Maria, Sohn Emanuel) eingeladen. Begleitet wurden wir von Josef Baroti und Arpi Molnar. Außerdem waren befreundete Gemeindemitglieder der Familie Costea zu Gast.

Bei allerlei Leckereien vom Schwein (das wir letztes Jahr noch lebendig auf dem Hof des Pfarrers gesehen hatten) gab es eine angeregte Unterhaltung mit dem umtriebigen und geschäftstüchtigen Vasile Costea und den anderen.

Nachmittags hatten wir dann noch einen Termin bei einer mit Arpi Molnar befreundeten Familie eines spastischen Jungen, für den wir Medikamente dabei hatten und schließlich fanden wir noch Zeit Kantor Arpi Molnar und seiner Frau einen Besuch abzustatten. Fast hätten wir uns verplaudert und so hatten wir gerade noch Zeit zu packen – vor dem letzten Abendessen bei Lazlo Aron, an dem auch Josef Baroti und Josef Antal sowie Arpi Molnar teilnahmen.

Wie auch an den Tagen zuvor wurden wir von der Köchin Marika (genannt „Baba“) verwöhnt.

Nach einer letzten intensiven und langen Gesprächsrunde fielen wir todmüde ins Bett.

 

Montag, 18.03.: um 08:05 wurden wir herzlich von Pfarrer Aron und Josef Baroti sowie Köchin Marika verabschiedet und mit einer Vielzahl von Geschenken all der Menschen, die uns in den vergangenen Tagen begleitet haben, auf den Weg gebracht. Nach einer problemlosen und dank der verbesserten Straßenverhältnisse zügigen Fahrt (ohne großen Grenzaufenthalt) ging es über Debrecen und die gut zu befahrenden Autobahnen nach Budapest – nur die letzten 100 km waren beeinträchtigt von Schneeregen und Schneematsch - und so kamen wir um 20:10 bei Maria an. Ein Abendspaziergang fiel dieses Jahr leider wg. schlechten Wetters aus. Nach einer letzten Gesprächsrunde – auch hier standen die „Tage der Begegnung“ im Mittelpunkt (8 Teilnehmer aus Ungarn geplant) – gingen wir frühzeitig zu Bett.

 

Um 07:15 am 19.03. starteten wir zur letzten Etappe nach Frankfurt. Entlang der M1 von Budapest Richtung Wien konnten wir noch die beeindruckenden Schneemengen am Straßenrand „besichtigen“, die vom Schneechaos am 15.03. zeugten – also auch hier wieder den Beistand des Herrn genutzt! Nach einem „zweitem Frühstück“-Stopp bei Neusiedel (Österreich) und einer abwechslungsreichen Fahrt mit Aprilwetter-Einlagen kamen wir um 21:52 in Frankfurt an – nach 3300 unfallfreien Kilometern. Da ist man jedes Mal froh wieder hier zu sein.

 

Nachträge:

1)      Das Pfarrhaus von Laszlo Aron ist in der ganzen Gegend berühmt wg. der heiß begehrten Gehhilfen aller Art.

2)      Selbstverständlich wurden allen „Hauptamtlichen“ Exemplare des letzten Reisetagebuchs der Firmlinge 2012 sowie der „Rufs“ und der Mitteilungen für die evangelische Kirche übergeben – insbesondere wg. des in 2012 veröffentlichten Artikels von Laszlo Aron in der Zeitung von Toplita/Marosheviz über die Partnerschaft mit den Griesheimer Gemeinden.

 

Zum Schluss ein paar Anmerkungen: dies war die 24. Fahrt mit Hilfsgütern nach Rumänien – für mich die 5. – ein kleines Jubiläum; ich will dies gerne fortzusetzen, da ich diese Eindrücke, die Gespräche, die Offenheit und Gastfreundlichkeit sowie die Freude über unsere Hilfsgüter und die Dankbarkeit nicht missen möchte!!!

Nächstes Jahr hat dann Klaus-Dieter 25-jähriges Jubiläum!!!

 

 

Die Fahrer: Klaus - Dieter Then (Transportleiter)

und Peter Schwartz

Berichterstatter: Peter Schwartz

Artikel der Frankfurter Neuen Presse vom 8.3.2013:

23. Hilfsgütertransport nach Toplita vom 20.-27.3.2012

Klaus-Dieter Then und Peter Schwartz fuhren erneut Hilfsgüter nach Toplita. Aufgrund der vielen Spenden mußte ein größeres Auto (7,5 to) gemietet werden.

Bildergalerie des 23. Hilfstransportes:

Der Bericht von Peter Schwartz:

 Hilfsgütertransport zu unserer Partnergemeinde Toplita/Marosheviz (Rumänien)  

   

Viele fleißige Hände hatten bei mehreren Terminen beim Einpacken von zahlreichen Spenden geholfen, und so konnte am 19.03. unser 7,5-Tonner ab 17:00 Uhr nach dem Termin mit der Presse und mit Hilfe der „neuen“ Firmlinge ruckzuck beladen werden - wie meist unter der fachkundigen Anleitung von Michael Steils. Die Güter waren Kinderkleidung, Kinderspielzeug, Kinderfahrräder, Bettwäsche, Medikamente, Schuhe, Inkontinenzvorlagen, Rollstühle, Gehhilfen sowie Holzmobiliar für das Kinderheim.

 

Am 20.03. um 05:15 starteten wir, um nach einer problemlosen und staufreien Fahrt bei sonnigem Wetter um 19:30 in Budapest bei dem ehemaligen Griesheimer Gemeindemitglied Maria und ihrem Lebensgefährten anzukommen. Nach einem kleinen Spaziergang rund um die Burg sowie einem leckeren Abendessen (bewusst nicht zu schwer!) verbrachten wir eine ruhige Nacht im Schlafsack.

 

Um 07:00 und bei sonnigem Wetter ging es am 21.03. ausgeruht auf den Autobahnen M3 und M35 via Debrecen bis zur rumänischen Grenze – dort diesmal leider mit 5-stündigem Aufenthalt wg. generell stärkerer Kontrollen - und weiter über Oradea (Grosswardein) und Cluj-Napoca (Klausenburg) sowie Tirgu Mures (Neumarkt) nach Reghin (Sächsisch Regen). Die letzten 70 km bis Toplita/Marosheviz und auch ein ganz neues 50-km-Autobahn-Stück zwischen Cluj und T. Mures waren dieses Jahr in einem sehr guten Straßenzustand.

Zu erwähnen ist, dass uns einer der Grenzbeamten mit folgendem Satz verabschiedete: „Gott schütze euch!“ Dies zeigt die Bedeutung des Hilfstransports – und nun konnte ja wirklich nichts schief gehen!

So kamen wir - bedingt durch den Grenzaufenthalt erst um 23:15 Uhr (Ortszeit) - wohlbehalten in unserem Zielort an und wurden beim katholischen Pfarrer Laszlo Aron nach herzlicher Begrüßung sofort mit Speis und Trank versorgt. Mit dabei war außerdem unser altbekannter Kantor Arpi Molnar. Wir waren wieder im Pfarrhaus untergebracht - mit separatem Zugang.

 

Der 22.03. war voll gepackt mit Terminen: zunächst begrüßte uns unser vertrauter Dolmetscher Josef Baroti, danach ging es zum Kinderheim. An Ort und Stelle bauten wir den Tisch und Stühle für die Kinder auf und übergaben der sehr engagierten Leiterin eine Geldspende für einen der äußerst beliebten Ausflüge mit den Kindern (2012 z. B. nach Brasov). Was unsere Patientin, die 1 ½ -jährige Dalma Gabor betrifft, so ist die Hautkrankheit mit großen blutigen Blasen am ganzen Körper zwar nach einer Diagnose der Frankfurter Uniklinik unheilbar, weil genetisch bedingt, jedoch sah sie sehr viel besser aus als 2011. Benötigt würden generell: ergonomische Sportgeräte sowie Pflaster und Mullbinden.

Nach dem Mittagessen im Pfarrhaus ging es kurz zur Familie des evangelischen Pfarrers Balla (Übergabe der Osterkerze, Klärung der Unterbringung und Verpflegung der Griesheimer Firmlinge, die im Mai nach Toplita fahren), danach zu Gabriela, unserer bekannten Patientin. Sie ist erfreulich lebhaft und macht weiter Fortschritte; sie sagt Gedichte auf und hat uns ihre Schulhefte gezeigt. Allerdings gibt es ein jahrelang bewährtes Medikament nicht mehr, so dass ein neues Rezept erstellt werden muss.

LKW-Abladen war ab 18:15 angesetzt und unter tätiger Mithilfe vieler Gemeindemitglieder auch schnell erledigt.

Zum Abendessen im Pfarrhaus war der uns ebenfalls schon vertraute Pfarrer von Saramas, Josef Antal, dabei. Es wurde die Firmfahrt im Mai angesprochen – auch hier wird alles wie gehabt ablaufen.

 

Am 23. und 24.03. standen 2 ganztägige Ausflüge auf dem Programm.

 

Der 23.03. war bestimmt von einer Fahrt in das Gyimes-Tal (ca. 80 km hin) mit Pfarrer Aron und Josef Baroti. Schon die Fahrt selbst über einen Pass war eindrucksvoll und der Hauptort selbst geschichtsträchtig - Verlauf der alten Grenze der österreichisch-ungarischen Monarchie und Treffpunkt für Zehntausende von Ungarn am Pfingstwochenende. Zu sehen war auch ein altes Zollamt und der Bahnhof, ein Gebäude, in dem Kaiserin Sissi übernachtet hat! Beim Mittagessen bei einem befreundeten Pfarrer trafen wir auf schwedische Helfer!

Zum Abendessen bei Pfarrer Aron war Josef Antal zu Gast, sowie Vasile Costea, der griechisch-katholische Pfarrer. Danach waren Klaus-Dieter und ich ALLEIN (ohne Dolmetscher) bei Pfarrer Costea und seiner Frau Claudia – ein durchaus geglücktes Experiment, in dem eine Unterhaltung auf deutsch, rumänisch, französisch, Händen und Füssen möglich war – mit freundlicher Unterstützung des selbst gemachten Rotweins!

 

Ein Wunsch von mir ging am 24.03. in Erfüllung: eine Fahrt in die Bicaz-Schlucht mit Halt am Lacu Rosu („roter See“); Klaus-Dieter und die Firmlinge kennen diese Gegend – aber für mich war das Premiere und es war grandios. Ein Mittagessen in einem Hotel am Lacu Rossu rundete den schönen Besuch ab. Begleitet wurden wir von Arpi Molnar und Isztvan ? und es war eine sehr kurzweilige Fahrt.

Zum Abendessen waren wir dann bei Familie Balla und hatten wie immer angeregte Gespräche – begleitet von den charmanten Übersetzern Eva und Peter Balla.

 

Am Sonntag, dem 25.03. begann um 08:30 der Gottesdienst in der im Innenbereich renovierten und hell strahlenden katholischen Kirche in ungarischer Sprache. Klaus - Dieter Then überreichte die von Christina Huber wieder sehr schön verzierte Osterkerze und hielt eine kurze Ansprache.

 

Wichtig zu erwähnen ist, dass dieser Gottesdienst auch die 6-Wochen-Messe für den verstorbenen Lorand war, einer unserer langjährig betreuten Patienten (vielen auch als Levy bekannt). Er litt an Muskeldistrophie, die letztlich unheilbar ist. Aber letztes Jahr war er noch sehr fit und so kam die Nachricht im Februar doch überraschend; seine Eltern waren noch sehr erschüttert an diesem Morgen – die Erinnerung ist doch zu frisch.

 

Nach einer halbstündigen Pause ging es weiter zur Messe in der mit Bildern reich verzierten griechisch-katholischen Kirche (10:00 bis 12:00), die in rumänischer Sprache zelebriert wurde. Auch dort überreichte Klaus - Dieter Then eine Osterkerze und hielt eine Ansprache.

Übersetzer in beiden Fällen war Josef Baroti.

Bis 13:00 hatten Klaus-Dieter und ich die seltene Gelegenheit, einen Spaziergang durch Toplita zu machen um noch einige Eindrücke für die Informationsveranstaltung für die Firmfahrt zu sammeln.

 

Anschließend waren wir – schon fast traditionell - zum Mittagessen beim griechisch-katholischen Pfarrer und seiner Familie (Frau Claudia und Tochter Maria) eingeladen. Begleitet wurden wir von Josef Baroti und später auch von Arpi Molnar.

Bei Wildschwein-Gulasch (das Wildschwein wurde von Pfarrer Costea selbst geschossen) gab es eine angeregte Unterhaltung mit dem umtriebigen Vasile Costea und seiner Frau, die im Übrigen schwanger ist und Ende Juni entbinden wird.

Nachmittags fanden wir dann endlich Zeit, den Familien des Küsters Isztvan ? und des Kantors Arpi Molnar einen Besuch abzustatten. Fast hätten wir uns verplaudert und so hatten wir gerade noch Zeit zu packen – vor dem letzten Abendessen bei Lazlo Aron, an dem auch Josef Baroti und Josef Antal sowie Arpi Molnar teilnahmen.

Wie auch an den Tagen zuvor wurden wir von der Köchin Marika verwöhnt

Nach einer letzten intensiven und langen Gesprächsrunde fielen wir todmüde ins Bett.

 

Montag, 26.03.: um 08:15 wurden wir herzlich von Pfarrer Aron und Josef Baroti sowie Köchin Marika verabschiedet und mit einer Vielzahl von Geschenken all der Menschen, die uns in den vergangenen Tagen begleitet haben, auf den Weg gebracht. Nach einer problemlosen und dank der verbesserten Straßenverhältnisse zügigen Fahrt (ohne großen Grenzaufenthalt) ging es über Debrecen und die gut zu befahrenden Autobahnen nach Budapest – Ankunft bei Maria war 19:30. Das war gerade rechtzeitig, um einem Gottesdienst in der beeindruckenden Felsenkapelle anlässlich „Mariä Verkündigung“ (25.03.) beizuwohnen.

 

Um 07:30 am 27.03. starteten wir zur letzten Etappe nach Frankfurt – mit Einkauf - Stopp bei Neusiedel (Österreich). Nach einer abermals gemütlichen Fahrt bei frühlingshaften Temperaturen kamen wir um 21:45 in Frankfurt an. Unser Fahrzeug hat uns über 3300 km nicht im Stich gelassen, alles hat super geklappt.

 

Nachträge:

1)      unsere Osterkerzen der vergangenen finden in den Nachbar-Bezirken „Verwendung“ – so bekommt (n. R. mit uns) Pfarrer Antal eine, eine ist in der Gemeinde der Eltern von Pfarrer Aron und eine in einer weiteren Nachbar-Gemeinde von Toplita.

2)      mit dem Kolpingshaus in Toplita, das ja seit Jahren im Rohbau steht, kann es jetzt weiter gehen, da entsprechende Verträge geschlossen sind und Gelder beantragt. Vielleicht können in naher Zukunft dann die Firmlinge dort unterkommen.

 

Zum Schluss ein paar Anmerkungen: dies war die 23. Fahrt mit Hilfsgütern nach Rumänien – für mich die vierte; ich will dies gerne fortzusetzen, da ich diese Eindrücke, die Gespräche, die Offenheit und Gastfreundlichkeit sowie die Freude über unsere Hilfsgüter und die Dankbarkeit nicht missen möchte!!!

 

 

Die Fahrer: Klaus - Dieter Then (Transportleiter) und Peter Schwartz


22. Hilfsgütertransport vom 5.4.–12.4.2011 - Reisebericht

Viele fleißige Hände hatten bei mehreren Terminen beim Einpacken von zahlreichen Spenden geholfen, und so konnte am 04.04. unser Klein-LKW (Sprinter) ab 18:00 Uhr unter den Augen der Presse und mit Hilfe von Jugendlichen ruckzuck beladen werden. Die Güter waren Kinderkleidung, Kinderspielzeug, Kinderfahrräder, Bettwäsche, Medikamente, Inkontinenzvorlagen, Rollstühle, Gehhilfen sowie Spielgeräte für das Kinderheim wie z. B. eine Rutsche.

Am 05.04. um 06:00 starteten wir, um nach einer problemlosen und staufreien Fahrt um 17:30 in Budapest bei Maria und ihrem Lebensgefährten anzukommen. Nach einem kleinen Ausflug zu einem der vielen Aussichthügel in Budapest sowie einem leckeren Abendessen (bewusst nicht zu schwer!) verbrachten wir eine ruhige Nacht im Schlafsack.

 

Um 07:00 und sonnigem Wetter ging es am 06.04. ausgeruht auf den Autobahnen M3 und M35 via Debrecen bis zur rumänischen Grenze (auch hier ohne Grenzkontrollen) und weiter über Oradea (Grosswardein) und Cluj-Napoca (Klausenburg) nach Reghin (Sächsisch Regen). Die letzten 70 km bis Toplita/Marosheviz und auch die bergige Strecke zwischen Cluj und Reghin überraschten uns durch den überwiegend sehr guten Straßenzustand.

So kamen wir - das erste Mal im Hellen - bereits um 19:00 Uhr (Ortszeit) wohlbehalten in unserem Zielort an und wurden beim katholischen Pfarrer Laszlo Aron nach herzlicher Begrüßung sofort mit Speis und Trank versorgt. Mit dabei war außerdem Josef Baroti, der während unseres Aufenthalts den Part des „hauptamtlichen“ Dolmetschers übernahm. Wir waren wieder im Pfarrhaus untergebracht - mit separatem Zugang - und zogen uns nach ersten Gesprächen bald dorthin zurück - bestens mit Getränken und Knabbereien versorgt.

 

Der 07.04. war voll gepackt mit Terminen – bei kühlen Temperaturen wurde um 10:00 mit zahlreichen Helfern der LKW entladen.

Dann ging es nach Lazarea (Richtung Georghien (Niklasmarkt)), um dem ehemaligen Pfarrer der ungarisch-katholischen Gemeinde, Josef Birman, den obligatorischen Besuch abzustatten, der wie immer in herzlicher Atmosphäre verlief. Mit ersten Geschenken beladen ging es zurück nach Toplita.

Zum Mittagessen waren wir bei der Familie des evangelischen Pfarrers Arpad Balla eingeladen.

Hier gab es vor allem 3 Themen: a) die Überreichung der Osterkerze, b) die bevorstehende Hochzeit von Peter Balla (Sohn) und seiner Freundin Eva (diplomierte Dolmetscherin) am 04.06.2011 und c) die Anfrage der Unterbringung der Griesheimer Firmlinge im Mai 2012. Obwohl Pfarrer Balla 2012 in den Ruhestand geht, wurde die Unterbringung als unproblematisch eingestuft. Für die Armenküche überließen wir Pfarrer Balla eine Geldspende.

Zwei weitere Erkenntnisse haben wir von diesem Treffen mitgenommen: Pfarrer haben in Rumänien bei Unfällen (ohne Personenschaden) von der Polizei nichts zu befürchten, die wahrscheinlich selbst Angst hat vor der „Rache“ der Pfarrer! (Pfarrer Balla hatte einen Autounfall und die Strafe seiner Frau (nicht der Polizei) war, dass sie ihn nicht mehr Auto fahren lässt). Außerdem werden Hochzeitsreisen zu Sprach-Kursen in Deutsch genutzt (zumindest zeitweise) – so wichtig ist für Peter & Eva die deutsche Sprache! Übrigens hat Pfarrer Balla sein Deutsch stark verbessert.

Weiter ging es am Nachmittag zum Kinderheim, wo zunächst unsere mitgebrachten Kinderspielgeräte sofort und voller Begeisterung in Beschlag genommen wurden. Das Mädchen mit der Hasenscharte hat seine letzte OP gut überstanden (die Firmlinge 2010 haben für die Kosten der Betreuung nach der OP Geld gesammelt), es muss aber derzeit trotzdem noch künstlich ernährt werden.

Leider gibt es eine neue Patientin, die dringend Hilfe benötigt: die 6-monatige Dalma Gabor leidet an einer fortschreitenden Hautkrankheit mit großen blutigen Blasen am ganzen Körper – ein Anblick zum Verzweifeln! Es gibt eine rumänische Diagnose, die wir notiert haben und Klaus-Dieter hat mittlerweile mit einigen Stellen gesprochen – im Moment befasst sich ein Professor der Uniklinik mit den Bildern des Mädchens, die Klaus-Dieter mit Zustimmung der Kinderheim-Leiterin gemacht hat. Man kann nur hoffen, dass es Medikamente gegen diese Krankheit gibt.


Durchaus betroffen verließen wir das Kinderheim, nicht ohne der engagierten Leiterin eine Geldspende zu übergeben, für – sehr beliebte - Ausflüge mit den Kindern .

Anschließend ging es zu „unseren bekannten Patienten“, nämlich zu Gabi und Levy, und diese Besuche waren für uns sehr erfreulich: die in ihrer Entwicklung zurückgebliebene Gabi hat sich zu einem fast normalen Kind „gemausert“ und kommt demnächst in die Schule. Sie spricht, sagt Gedichte auf und spielt mit Freunden – bei meiner ersten Fahrt nach Toplita 2009 war eine solche Entwicklung noch nicht vorhersehbar. Ähnlich bemerkenswert fit präsentierte sich Lorand (nicht Levy, wie sich erst jetzt heraus stellte!), der an Muskeldistrophie leidet und 2010 in deutlich schlechterer Verfassung war. Er war wach, interessiert und sucht Email-Partner bzw. Facebook-Freunde (Klaus Dieter hat die Daten). In beiden Fällen haben offensichtlich die Medikamente aus Deutschland wirklich Besserung gebracht.

Nach diesen emotionalen und intensiven Eindrücken waren wir zum Abendessen bei der Familie des griechisch-katholischen Pfarrers Vasile Costea, das wie immer sehr reichhaltig war und von ersten Gesprächen bezüglich seines Projekts eines Altersheims unter Mitwirkung von „Renovabis“ begleitet wurde. Ebenfalls wie immer zeigte sich Pfarrer Costea sehr engagiert und diskussionsfreudig.

 


Allen besuchten Pfarrern (nebst Familien) wurde eine Einladung von Pfarrer Glaser zur Eröffnungsfeier nach Abschluss der „Haus im Haus“-Arbeiten in St. Hedwig (vermutlich) im Januar 2012 überreicht und in den ersten Reaktionen positiv beschieden.

Am 08.0 und 09.04. standen 2 ganztägige Ausflüge mit Pfarrer Aron auf dem Programm.

 

Der 08.04. war bestimmt von einer Fahrt nach Turda (ca. 160 km einfach) mit Josef Baroti. Dort besichtigten wir ein sehr eindrucksvolles Salzbergwerk mit einer riesigen 120 m hohen Halle mit kerzengeraden Wänden als Höhepunkt. Laut unserem sachkundigen Begleiter durch die Saline ist diese Teil des größten zusammenhängenden Salz-Blocks in Europa. Anekdote am Rande: Pfarrer Aron war vor einigen Jahren der erste Besucher!!! Anschließend waren wir zu einem verspäteten Mittagessen bei einer Familie eingeladen, die Lazlo Aron während seiner Amtszeitzeit in Turda beherbergt hat.

Zum Abendessen bei Pfarrer Aron war dann der Pfarrer aus der Nachbargemeinde Saramas, Josef Antal, zu Gast, der uns letztes Jahr neben Eva als Dolmetscher zur Seite stand und auch die Griesheimer Firmlinge mit betreut hat.

 

Ein schon länger geplanter Besuch bei der Familie des Pfarrers fand am Samstag, 09.04. statt – für mich persönlich der Höhepunkt der Toplita-Fahrt 2011. Begleitet wurden wir von Josef Antal.

Die Fahrt ging durch das Hargita-Bergland (mit den Voralpen in Bayern zu vergleichen), das überwiegend von Ungarn besiedelt ist, vorbei an einem Steinbruch und einer Mühle nach Odorheiu, wo Pfarrer Antal als Kaplan war.

Von dort aus – begleitet von typischem Aprilwetter (sehr windig und Hagelschauer im Wechsel mit Sonnenschein) ging es nach Moureni zu den Eltern von Pfarrer Aron. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Mutter und Vater sowie der Schwester und den Brüdern wurden wir sofort vom Vater in Beschlag genommen. Bei einer Führung durch das Haus der Eltern und das benachbarte Haus eines Bruders wussten wir, was man alles selbst machen kann: Brot, Nudeln, Konfitüre, Wein, Schnaps, Brotteigwannen aus Holz sowie Holzrechen als Beschäftigung im Winter – zwei aus seiner Sammlung von 260 Rechen haben wir als Geschenk bekommen.

Die ganze Familie ist handwerklich außerordentlich begabt. Nach einem sehr guten Essen mit selbst gemachtem Wein und Schnaps und anregenden Gesprächen machten wir uns mit zahlreichen Geschenken beladen auf den Rückweg. Besonders erwähnenswert ist die sehr schöne handgestickte Blaue Stola (Marienstola), die die Mutter von Pfarrer Aron für Pfarrer Glaser gefertigt hat.

Am Abend waren wir bei der Familie von Josef Baroti zum Abendessen eingeladen, der sich an diesem Tag für Geburtstagsvorbereitungen für seine Frau Zeit genommen hatte, und erfuhren, wie wichtig die deutsche Sprache auch für seine Frau und seine Kinder ist. Darüber hinaus haben wir ihre Einschätzung der Lage in Rumänien erfahren und haben sie gebeten, Geduld zu haben.

Am Sonntag, dem 10.04. begann um 08:30 der Gottesdienst in der im Innenbereich renovierten und hell strahlenden katholischen Kirche in ungarischer Sprache. Klaus - Dieter Then überreichte die von Christina Huber wieder sehr schön verzierte Osterkerze und hielt eine kurze Ansprache.

Nach einer halbstündigen Pause ging es weiter zur Messe in der mit Bildern reich verzierten griechisch-katholischen Kirche (10:00 bis 12:00), die in rumänischer Sprache zelebriert wurde. Auch dort überreichte Klaus - Dieter Then eine Osterkerze und hielt eine Ansprache.

Im Anschluss daran blieb noch Zeit für einen kurzen Besuch eines in Containern befindlichen Heizwerks, das Holzschnitzel verarbeitet und eine Schule sowie ein weiteres Gebäude versorgt. Josef Baroti hat die Aufgabe der Überprüfung des Heizwerks bzw. der Durchführung anfallender kleinerer Reparaturarbeiten.

Anschließend waren wir – schon fast traditionell - zum Mittagessen beim griechisch-katholischen Pfarrer und seiner Familie (Frau Claudia und Tochter Maria) eingeladen, bei dem auch der Vize-Bürgermeister von Toplita zugegen war. Begleitet wurden wir von Josef Baroti.

Bei Wildschwein-Gulasch (das Wildschwein wurde von Pfarrer Costea selbst geschossen) gab es eine angeregte Unterhaltung mit dem umtriebigen Vasile Costea und dem Vize-Bürgermeister, der schon in Darmstadt war und Kontakte zu investitionsfreudigen Frankfurter Geschäftspartner knüpfen will. Klaus-Dieter und ich wiesen ihn freundlich darauf hin, dass wir für die Griesheimer Gemeinde stehen und dies unsere Möglichkeiten übersteigt. Gleichwohl will er uns eine Einladung zum Stadtfest in Toplita in 2011 schicken.

Erneut war auch das Altersheim-Projekt Thema, wobei man uns am Montag noch vor unserer Abreise zu einem Gespräch beim Bürgermeister einladen wollte: dieses Ansinnen haben wir ebenso höflich wie erfolgreich abgewehrt.

Nachmittags fanden wir dann endlich Zeit dem Kantor der ungarisch-katholischen Gemeinde, Arpi Molnar, und seiner Frau einen Besuch abzustatten. Fast hätten wir uns verplaudert und so hatten wir gerade noch Zeit zu packen – vor dem letzten Abendessen bei Lazlo Aron, an dem auch Josef Baroti und Josef Antal sowie Peter Balla und Arpi Molnar teilnahmen. Wie auch an den Tagen zuvor wurden wir von der Köchin Marika verwöhnt. Nach einer letzten intensiven und langen Gesprächsrunde fielen wir todmüde ins Bett.

Montag, 11.04.: nachdem es schon an den Tagen zuvor immer wieder Schneeschauer gegeben hatte, lag nun morgens eine Schneeschicht auf unserem Sprinter und Eiskratzen war angesagt! Um 08:15 wurden wir herzlich von Pfarrer Aron und Josef Baroti sowie Köchin Marika verabschiedet und mit einer Vielzahl von Geschenken all der Menschen, die uns in den vergangenen Tagen begleitet haben, auf den Weg gebracht. Nach einer problemlosen und dank der verbesserten Straßenverhältnisse zügigen Fahrt ging es über Debrecen und die gut zu befahrenden Autobahnen nach Budapest – Ankunft bei Maria war 17:30. Mein Wunsch nach einer (einstündigen) Schifffahrt auf der Donau ging in Erfüllung, leider ohne unsere beiden Gastgeber Maria und Janö, da Maria gesundheitlich angeschlagen war. Nach einem leckeren Abendessen mit den beiden gab es ein letztes Mal auf dieser Reise interessante Gespräche.

 

Um 07:30 am 12.04. starteten wir zur letzten Etappe nach Frankfurt – mit Einkauf - Stopps bei Abda (Ungarn) und Neusiedel (Österreich). Nach einer abermals gemütlichen Fahrt bei frühlingshaften Temperaturen kamen wir um 19:00 in Frankfurt an. Unser Fahrzeug hat uns über 3300 km nicht im Stich gelassen, alles hat super geklappt.

 

 

Zum Schluss ein paar Anmerkungen: dies war die 22. Fahrt mit Hilfsgütern nach Rumänien – für mich die dritte; ich will dies gerne fortzusetzen, da ich diese Eindrücke, die Gespräche, die Offenheit und Gastfreundlichkeit sowie die Freude über unsere Hilfsgüter und die Dankbarkeit nicht missen möchte!!!

Bis 2012 will ich meine leider immer noch rudimentären Rumänisch- und eigentlich nicht vorhandenen Ungarisch-Kenntnisse wenigstens etwas erweitern.

 

 

Die Fahrer: Klaus - Dieter Then (Transportleiter) und Peter Schwartz

Berichterstatter: Peter Schwartz

Die Geschichte einer Partnerschaft

 

Die Ökumenische Rumänienaktion ist eine Aktion des Hedwigforums

der Katholischen Pfarrei Mariä Himmelfahrt und der Evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt am Main - Griesheim.

 

Klaus-Dieter Then, der „Vater“ der Rumänienaktion, erzählt:


 

(hier bei der Verleihung des Senfkornpreises 1993 durch den CARITAS-Verband für zukunftsweisende ehrenamtliche Arbeit)

 Wie es begann

 

Im Januar 1990, nach der Grenzöffnung, stellte ich im Pfarrgemeinderat (PGR) der Pfarrei Mariä Himmelfahrt den Antrag, einmal „irgendwo im Osten“ zu helfen. Der PGR folgte dem Antrag und empfahl Rumänien als Ziel. Ich sollte mich an Pfarrer Pelikan von der evangelischen Kirchengemeinde Griesheim wenden. Er stammte aus Rumänien und könne vielleicht helfen. Pfarrer Pelikan besorgte einen LKW und beschaffte auch die notwendigen Papiere und Adressen in Jasi, wo wir unsere Hilfsgüter abladen konnten.

 

Jetzt begann das Sammeln in der katholischen und evangelischen Gemeinde. Nach kurzer Zeit hatten wir sehr viele Kleider- und Lebensmittelspenden zusammen und sogar einen Computer für die Universität in Jasi. An einem Montagmorgen begann dann für Stefan Eckert und mich die Reise ins Ungewisse.

 

Nach 36 Stunden Fahrt ohne Pause waren wir sehr müde und brauchten dringend ein Bett und eine Tankstelle. Wir waren gerade in Toplita, einer kleinen Stadt, in deren Stadtmitte nur eine Laterne brannte. Von einer Tankstelle oder einem Hotel war nichts zu sehen. Schließlich sahen wir vor einem Haus drei Personen stehen und hielten an. Mit Händen und Füßen und dem Vorzeigen unserer Bescheinigungen erklärten wir, dass wir ein Hilfs-transport seien. Daraufhin ging jemand in das Haus, vor dem wir standen, und kam nach kurzer Zeit mit einem Herrn in schwarzer Soutane wieder heraus. So lernten wir den katholischen Pfarrer Josef Birman kennen. Er sorgte für Essen und rief einen Dolmetscher: Otto Hahn, Gymnasiallehrer für Deutsch. Der Pfarrer sorgte auch für eine Unterkunft für uns in einem benachbarten Hotel.

 

Bei einem Gespräch über die Situation in der Gemeinde hörten wir keine Klagen und fuhren dann weiter nach Jasi, wo wir uns beim dortigen Studentenbund meldeten. Wir bekamen einen Dolmetscher mit, luden in der Universität den Computer ab und ließen Kleidung und Lebensmittel dort. Weiter ging es zum katholischen Priesterseminar, wo wir Essen bekamen und übernachteten. In Jasi luden wir auch Kleidung und Lebensmittel in einem Altersheim und einem Waisenhaus für Babys ab. Über das Priesterseminar wurden wir gebeten, nach Roman in ein Waisenhaus für Kinder bis 17 Jahren zu fahren und auch dort Hilfsgüter abzuladen.

 

Von unserem damaligen Pfarrer Franz Lomberg hatte ich noch den Auftrag, wenn möglich mit einer Gemeinde Kontakt aufzunehmen. Kurzer Hand beschlossen wir, nicht alle Hilfsgüter zu verteilen, sondern auf dem Rückweg den Rest zu Pfarrer Birman und seiner Gemeinde in Toplita zu bringen und den Brief von Pfarrer Lomberg dort abzugeben.

 

Pfarrer Birman versorgte uns wieder mit Essen und dem Dolmetscher Otto Hahn. Wir bekamen von ihm auch 30 Liter Diesel aus einem Fass. Noch in der Nacht machten wir uns auf den Rückweg nach Frankfurt, da uns die schwierigen Straßenverhältnisse länger als geplant aufgehalten hatten.

 

Wie es weiterging

 

Die Fahrt nach Rumänien wird nun seit 1990 einmal im Jahr durchgeführt. Bis 1993, also viermal, sind wir bis Jasi in Rumänien gefahren. Das ist etwa 15 km vor der russischen Grenze. Als wir bei unseren Besuchen in Jasi feststellten, dass sich die Situation in den Heimen etwas gebessert hatte, aber die Situation in den Familien in Toplita immer schwieriger wurde, haben wir uns mehr auf die Hilfe für die Familien in Toplita konzentriert. Seit 1994 fahren wir nur noch nach Toplita, das etwa 1650 km von Frankfurt entfernt ist.

 

Toplita hat etwa     15 000 Einwohner

davon sind etwa     10 000 orthodoxen Glaubens

etwa                         3 800 römisch-katholischen Glaubens

etwa                            800 evangelisch-reformierten Glaubens

und etwa                     400 griechisch-katholischen Glaubens

 

In Toplita haben wir gute Kontakte zu dem evangelisch-reformierten Pfarrer Arpad Balla, den katholischen Pfarrern Josef Birman und Laszlo Aron (seit 2003 neuer Pfarrer in Toplita) und dem griechisch-katholischen Pfarrer

Vasile Costea.

 

Wir unterstützten die katholische und die evangelische Gemeinde in den ersten Jahren mit Kleidung, Schuhen, Lebensmitteln und vielem mehr. Das Krankenhaus mit 220 Betten erhält von uns auch weiterhin weiße Bettwäsche. Wir haben jedes Jahr etwa 170 komplette Garnituren dabei, - für etwa Drei-

viertel aller Betten. In einem Behindertenheim mit 31 Kindern im Alter von

3 bis 17 Jahren helfen wir mit Kinderkleidung, wasserdichten Matratzen-bezügen, Kuscheltieren und behindertengerechtem, pädagogisch wertvollem Spielzeug.

 

Aber unser Ziel war von Anfang an, nicht nur Spenden zu verteilen, sondern vielmehr Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. So haben wir im Jahr 1993 eine Nähstube mit 7 Nähmaschinen eingerichtet. 2004 kauften wir 150 Obstbäume für eine Obstplantage. Außerdem wurde mit Hilfe von fünf Ärzten eine Armenapotheke eingerichtet.

 

In den letzten Jahren hat sich in Rumänien viel verändert und damit auch die Bedürfnisse der Menschen in Toplita. Unsere Partnergemeinde brachte mittlerweile auch vieles selbst auf den Weg. Deshalb haben wir im Laufe der 20 Jahre unsere Hilfe immer den neuen Bedürfnissen angepasst.

 

Heute fahren wir nicht mehr mit einem 7,5 t LKW, sondern nur noch mit einem Sprinter. Aus den anfänglichen Hilfstransporten ist mittlerweile eine partnerschaftliche Beziehung geworden mit Besuchen der rumänischen Freund/innen in Frankfurt und Besuchen unsererseits in Toplita.

 

Ein besonders schönes Beispiel dafür ist, dass 2008 und 2010 jeweils eine Gruppe von Firmlingen unserer Gemeinde zu einem Glaubenskurs nach Toplita fuhr (die nächste Fahrt ist schon ins Auge gefasst!). Und zehn Jugendliche aus Toplita waren zu den Internationalen Tagen der Begegnung, die das Hedwigsforum 2008 veranstaltete, in Frankfurt-Griesheim zu Gast.

So wird die Freundschaft zwischen unseren Gemeinden auch in die jüngere Generation weitergetragen.

 

Aktuelles:

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Homepage der Pfarrgemeinde
Homepage der Pfarrgemeinde

Sprachcafé:

Helfer*innen gesucht

Seit über drei Jahren üben ehrenamtliche Mitglieder unserer Gemeinde mit den Flüchtlingen vom Hotel Anna die deutsche Sprache. Da der Flüchtlingsstrom nicht abreißt und auch das Sprachcafé momentan gut angenommen wird, suchen wir dringend weitere "Trainer*innen" / Anleiter*innen.

 

Bitte melden Sie sich im Pfarrbüro St. Hedwig:

Tel. 069 - 39 53 11

oder bei Erich Misterek:

Tel. 069 - 39 73 19

 

Das Sprachcafé öffnet seine Türen

mittwochs und donnerstags von 17 - 19 Uhr

in der Katholischen Kirche

St. Hedwig, Elsterstraße 18, 65933 Frankfurt am Main.

Vorbereitungen zu den

3. Internationalen Tagen der Begegnung vom 18.-22. September 2019

Bericht über die Ausstellung vom

1.-23. September 2018

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