29. Ökumenischer Hilfstransport nach Toplita, Rumänien

 

 

Wir wollen auch in diesem Jahr wieder in unseren Partnergemeinden in Toplita helfen.

 

Unsere Hilfstransporte haben in den letzten Jahren deutlich zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen in Toplita beigetragen.

 

Trotzdem ist unsere gezielte Hilfe immer noch notwendig. Jedes Jahr wird mit den Verantwortlichen vor Ort neu abgesprochen, was besonders benötigt wird.

 

Der geplante Transport konnte aus Krankheitsgründen nicht am 13. März 2018 starten. Zur Zeit wird nach einem Ersatztermin gesucht. Wir werden berichten.

 

Zwei Jungs aus Toplita, Rumänien bei uns in Griesheim

Neues Partnerschaftsprojekt kommt gut an!

Peter und Csutak (vierter und fünfter v. links unten) zusammen mit jungen Leuten aus dem Gruppenleiterkreis unserer Gemeinde bei einem gemütlichen Abend am Mainufer.
Peter und Csutak (vierter und fünfter v. links unten) zusammen mit jungen Leuten aus dem Gruppenleiterkreis unserer Gemeinde bei einem gemütlichen Abend am Mainufer.

Die Idee hat die Gruppe vom Jubiläumsbesuch vor zwei Jahren zum 25-jährigen Partnerschaftsjubiläum hier nach Griesheim mitgebracht; Pfarrer Aron aus Toplita hatte sie angeregt: Wie wäre es, wenn zwei Jugendliche aus Toplita für ein Berufspraktikum zu uns nach Frankfurt kommen könnten?

 

Jetzt ist es soweit! Seit Anfang Juni sind zwei junge Leute aus Toplita für drei Wochen bei uns zu Gast: Peter Szabolcs und Csutak Csongor, beide 19 Jahre alt und Rumänen ungarischer Herkunft, leben und arbeiten hier bei uns. Beide stehen im Schnittfeld von beendeter Schule und Ihren Zukunftswünschen, sei es an der Universität oder an der Polizeischule. Sie arbeiten bei der Caritas – Werkstatt in der Lärchenstraße und lernen von dort aus die verschiedensten Arbeitsbereiche verteilt über die ganze Stadt kennen – das reicht von der Arbeit am PC bis hin zur Schreinerarbeit mit Holz. Und wie sie uns berichten, machen ihnen die Erfahrungen dort viel Spaß. Ebenso ist es mit den Erfahrungen, die sie in Frankfurt überhaupt machen: Die Begegnungen mit den verschiedensten Menschen, der Kontakt mit dem religiösen Leben hier in unserer Pfarrgemeinde, die vielen Gespräche mit Alt und Jung.

 

Untergebracht sind die Beiden bei der Familie Ring, die sich liebevoll um sie kümmern und ihnen auch bereits viele spannende Seiten Frankfurts gezeigt haben wie etwa den Flughafen oder den Maintower. Ihnen sei bereits an dieser Stelle ganz herzlich gedankt! Wir wünschen Peter und Csutak noch viele wertvolle Erfahrungen und Eindrücke hier bei uns!

 

Rolf Müller, Pastoralreferent

Die beiden Gäste mit Pastoralreferent Rolf Müller
Die beiden Gäste mit Pastoralreferent Rolf Müller

In der Zeit vom 3. bis 25. Juni 2017 haben wir zwei Jugendliche aus unserer Partnergemeinde Toplita in Rumänien zu Gast bei uns in Griesheim:

 

Peter Szabolcs und Csutak Csongor

 

Die beiden werden hier ein Praktikum absolvieren.

 

Wir suchen Interessierte, die bereit sind, mit den Jugendlichen einen Abend oder Nachmittag zu verbringen. Das kann eine Einladung nach Hause sein, ein Ausflug oder ähnliches.

 

Bei Interesse melden Sie sich bitte im

Pfarrbüro Mariä Himmelfahrt, Linkstr. 45, 65933 Frankfurt,

Telefon 069-381606.

Bericht über den

28. ökumenischen Hilfstransport nach Toplita, Rumänien

Lesen Sie den spannenden Bericht über die Reise von Klaus-Dieter Then, Pfarrer Vincent Jijingi und Pastoralreferent Matthias Scherer auf der Webseite unserer Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt!

28. ökumenischer Hilfstransport nach Toplita, Rumänien

Wir wollen auch in diesem Jahr wieder in Toplita, Rumänien in unseren Partnergemeinden helfen. Unsere Hilfstransporte haben in den letzten Jahren deutlich zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen in Toplita beigetragen. Trotzdem ist unsere gezielte Hilfe immer noch notwendig!

 

Jedes Jahr wird mit den Verantwortlichen vor Ort neu abgesprochen, was besonders benötigt wird. Kleidung und Schuhe werden nicht mehr benötigt!

 

In diesem Jahr bitten wir um folgende Sachspenden:

 

Baby-Einmalwindeln

Kinder-Roller und Kinder-Fahrrädchen

Spielsachen und Kuscheltiere (in kleinen Mengen)

Bettwäsche weiß und bunt

Frottee-Handtücher/-Badetücher

Wolldecken

Rollstühle, Krücken und Gehstöcke

Medikamente und Hörgeräte

Blutzuckermessgeräte und Teststreifen

Blutdruckmessgeräte

Inkontinenzwindeln und Einlagen für Erwachsene

 

Wir bitten auch wieder um Geldspenden zur Finanzierung von Medikamenten und notwendigen Hilfeleistungen, zur Weiterführung eines Jugendaustauschprogramms und für die Transportkosten, außerdem zum Kauf von Lebensmitteln in Toplita und zur Unterstützung einer evangelischen Gruppe, die Lebensmittelgutscheine für Arme ausgibt.

 

Spenden können vom 13.03. bis zum 23.03.2017 abgegeben werden:

Während der Packtermine im Josefshaus, „Auf der Beun 18“

und zu den Öffnungszeiten der Pfarrbüros (siehe www.mariaehimmelfahrt-ffm.de)

Tel. Mariä Himmelfahrt: 069- 38 48 29 - Tel. St. Hedwig: 069- 39 53 11

 

Packtermine:

Gepackt wird vom 13. bis zum 23. März 2017

jeweils montags, mittwochs und freitags von 15 Uhr bis ca. 17:30 Uhr,

außer am Freitag, den 17. März 2017.

 

Trauer um Pfarrer Josef Birman aus Toplita

Pfarrer Josef Birmann

Rumänien

 

* 7. Oktober 1943

† 29. Juni 2016

 

 Wir trauern um Pfarrer Josef Birman, der in seiner Zeit als Pfarrer der  Katholisch-Ungarischen Gemeinde in Toplita die Partnerschaft mit unserer Gemeinde im Jahr 1990 mitbegründet hat. Nach langer schwerer Krankheit hat ihn Gott  am 29. Juni 2016 zu sich gerufen. Möge ihm Gott all seine Mühen in seinem Reich vergelten.

Herr schenke ihm die ewige Ruhe und das Ewige Licht leuchte Ihm.

Herr lass Ihn ruhen in Frieden.

 

Rolf Glaser                            Rolf Müller                                           K.-D. Then

Pfarrer                                    Pastoralreferent                                  Caritas u. Sozialausschuss

Letzter Gruß aus Frankfurt

Bericht über den

27. ökumenischen Hilfstransport

nach Toplita

Toplita 2016 - Reisebericht.pdf
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Die beiden Fahrer: Klaus-Dieter Then und Peter Schwartz
Die beiden Fahrer: Klaus-Dieter Then und Peter Schwartz

Bildergalerie

Zum Vergrößern bitte auf das erste Bild

der jeweiligen Bildergalerie klicken.

 

Samstag, 5. März 2016 - Alles steht im Josefshaus bereit.

Sonntag, 6. März 2016 - Segnung der Osterkerzen

Montag, 7. März 2016 - Beladen des Transporters mit Hilfe der Firmlinge

Dienstag, 8. März 2016 - Bei Maria und Jano in Budapest

Donnerstag, 10. März 2016 - In Toplita

Freitag, 11. März 2013 - Sticeni, Ditrau, Remetea, Suseni - und bei Arpi

Samstag, 12. März 2016 - Besuch des Behindertenheims

Sonntag, 13. März 2016 - Gottesdienste mit Übergabe der Osterkerzen

Dienstag, 15. März 2016 - Heimreise

Rumänien:

27. ökumenischer Hilfstransport nach Toplita

Wir sammeln wieder für unseren Rumänientransport, der am Dienstag den 8. März 2016 startet.

 

Nach ausgiebigen Gesprächen bei unserem Besuch in Toplita mit Pfarrer Laszlo Aron im Juni 2015 haben wir den Bedarf an Hilfsgüter erneut umgestellt.

 

Es werden keine Kleidung und keine Schuhe mehr gebraucht

weder für Kinder noch für Erwachsene.

 

Benötigt werden weiterhin:

Baby-Einmalwindeln

Kinder-Roller oder Kinderfahrrädchen

Spielsachen und Kuscheltiere in kleinen Mengen

Blutzuckermessgeräte und Teststreifen

Blutdruckmessgeräte

Inkontinenzwindeln und Einlagen für Erwachsene

Medikamente und Hörgeräte

Frottee-Handtücher / -Badetücher

Bettwäsche, weiß und bunt

Wolldecken

Rollstühle

Krücken und Gehstöcke

 

Wir bitten auch wieder um Geldspenden zur Finanzierung unseres 27. Transportes und zur Unterstützung verschiedener Projekte in Toplita zum Beispiel ein Behindertenheim, Unterstützung einer evangelischen Gruppe, die Lebensmittelgutscheine für Arme ausgibt, und für Projekte der Jugendarbeit.

 

Ich möchte mich jetzt schon im Auftrag von Pfarrer Laszlo Aron für die von Ihnen geleistete Hilfe bedanken.

 

Die Packtermine entnehmen Sie bitte der Datei unten.

 

Vielen Dank

Klaus-Dieter Then

 

Spendenkonto:

Frankfurter Sparkasse (BIC: HELADEF1822)

IBAN DE71 5005 0201 0000 1253 51

Stichwort: Toplita

 

Toplita - Plakat 2016-A4.pdf
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Das Reisetagebuch



„25 Jahre Partnerschaft Rumänien“


wurde geöffnet

am 30. November 2015 um 19.30 Uhr

 

in St. Hedwig, Elsterstr. 18, 65933 Frankfurt

 

Die Präsentation können Sie hier anschauen:

Reisetagebuch Rumänien 2015.pdf
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Reisetagebuch RO 2015 - Bilderklärung.xl
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  Juni 2015: Besuch in Toplita/Rumänien

 

   anläßlich der 25jährigen Partnerschaft

Bild oben: Die Teilnehmer der Reise nach Toplita gemeinsam mit dem Übersetzer Otto Hahn, dem orthodoxen Pope Fillip Alexandru und dem katholischem Pfarrer Laszlo Aron:

von links: Pfarrer Rolf Glaser, Erich Mistereck,  Helga Haupert, Klaus-Dieter Then, Roswitha und Peter Hoffmann

Die Reise der Delegation unserer Gemeinde fand anläßlich 26 Hilfstransporten und vieler gegenseitiger Kontakte (u.a. Firmkurse) statt. Daraus ist eine gute Partnerschaft entstanden. Mit Festgottesdiensten und Besuchen in Alba Julia und den Moldauklöstern wurde die Partnerschaft gefeiert.

 

In der Zukunft ist angedacht, weitere Begegnungen mit Jugendlichen (z.B. Deutschkursen und Praktika) sowie Solidaritätsprojekte in beiden Richtungen durchzuführen.

17. bis 24. März 2015  Hilfstransport Nr. 26 zu unserer Partnergemeinde Toplita

Hilfsgütertransport zu unserer Partnergemeinde Toplita/Marosheviz (Rumänien)

vom 17.03. – 24.03.2015 – ein Reisebericht über die 26. Fahrt

 

Viele fleißige Hände hatten bei mehreren Terminen beim Einpacken von zahlreichen Spenden geholfen, und so konnte am 16.03. unser 7,5-Tonner ab 17:00 Uhr bei frühlingshaften Temperaturen mit tatkräftiger Hilfe der letztjährig gefirmten Jugendlichen und bewährten Gemeindemitgliedern ruckzuck beladen werden – auch diesmal unter der

fachkundigen Anleitung von Lademeister Michael Steils. Die Güter waren

Kinderkleidung, Kinderspielzeug, Kinderfahrräder, Bettwäsche, Medikamente, gute

Schuhe, Inkontinenzvorlagen, Rollstühle, Gehhilfen (Rollatoren und Krücken) sowie

einige spezielle Sachen für das Kinderheim. Dieses Jahr machten vor allem Rollstühle und

Rollatoren sowie Fahrräder einen großen LKW notwendig. Im Gegensatz zum letzten

Jahr hatten wir mit dem – allerdings auch fast neuen – Fahrzeug keinerlei

technische Probleme.

 

Am 17.03. um 05:35 starteten wir bei trockenem Wetter. Bei frühlingshaften Temperaturen, nur kurz aufgehalten durch einen Stau vor Nürnberg, kamen wir um 20:45 in Budapest bei dem ehemaligen Griesheimer Gemeindemitglied Maria und ihrem Lebensgefährten an. Nach dem Abendessen gab es eine kleine „Budapest by night“ – Tour rund um das

Schloss. Maria geht es nach einer Hüftoperation sichtlich gut und sie ist „Studentin“! Der Master in Logopädie ist das Ziel.

 

Um 07:20 und bei sonnigem & trockenem Wetter ging es am 18.03. ausgeruht auf den Autobahnen M3 und M35 via Debrecen bis zur ungarisch-rumänischen Grenze. Dort gab es wg. Unstimmigkeiten bezüglich der ungarischen Maut eine unfreiwillige 1-stündige Pause. Leider musste eine Strafe bezahlt werden, aber wir erfuhren auch, dass wir als Hilfstransport von der Maut befreit sind, wenn dies künftig VOR Fahrtantritt entsprechend beantragt und bestätigt wird. Wg. der Strafe haben wir ein Bittgesuch an die Ungarische

Botschaft gestellt, in der Hoffnung, dass man uns die Strafe erlässt oder

mindert.

 

Weiter ging es über Oradea (Grosswardein) und Cluj-Napoca (Klausenburg) direkt über die Berge nach Reghin (Sächsisch Regen). Zwischen Reghin und Toplita fiel die Temperatur (mal wieder) um ca. 7 Grad und bei der Ankunft um 21:30 Ortszeit (= 1 Std. später

als bei uns) gab es leichten Schneefall.

 

Das bewährte Empfangskomitee im Pfarrhaus bestand aus Laszlo Aron sowie Kantor Arpi Molnar und Peter Balla (Sohn des ehemaligen evangelisch-reformierten Pfarrers Arpad). Ein erster Schnaps sowie ein leckeres Abendessen erwarteten uns. Wir waren wieder im Pfarrhaus untergebracht - mit separatem Zugang. Themen der angeregten Gesprächsrunde

waren die o. g. Maut-Probleme, Stand der Dinge in den Gemeinden, die bevorstehende Toplita-Reise einiger Frankfurter Gemeindemitglieder im Juni 2015 mit einigen möglichen Programmpunkten (Alba Iulia, Cluj, Moldau-Klöster, Besuch armer unterstützter Familien in Toplita) sowie das Programm für uns in den nächsten Tagen.

 

Am 19.03. stand bei kaltem, aber trockenem Wetter in verschneiter Umgebung der 1. Ausflug an. Es ging mit Arpi ins 25 km entfernte Borsec (Bad Borseck) – einem malerischen

Kurort. Dort besuchten wir ein modernes 3 Jahre altes Waisenhaus mit Platz für

max. 30 Kinder von 3-18 Jahren. Die junge sehr engagierte und herzliche Leiterin

führte uns durch die Einrichtung. Getragen wird das Haus durch die Kirche –

genauer gesagt von der heiligen Franziskus-Stiftung (Szent Ferenc Alapítvány). Es folgte eine kleine Sightseeing-Tour rund um das winterliche Borsec mit Blick auf eine herrliche Wald-Mittelgebirgslandschaft (dem Schwarzwald vergleichbar) sowie Besichtigung eines im Bau befindlichenWellness-Centers.

 

Weiter ging es Richtung Iași nach Tulghes, um uns - von außen - das erste rumänische

psychatrische Krankenhaus zu zeigen; danach ging es über Borsec zurück.

 

Nach der Rückkehr und dem Mittagessen im Pfarrhaus stand ein kurzer Spaziergang durch

Toplita auf dem Programm: es tut sich aus unserer Sicht einiges, gerade auch im Bereich Infrastruktur (Straßen, Häuser etc.), aber es bleibt noch viel zu tun.

 

Um 18:00 erschienen zahlreich Helfer auf dem Pfarrhof und in beeindruckender Geschwindigkeit war der LKW abgeladen und die Ladung verstaut. Es ist jedes Mal wieder schön zu hören, dass alle mitgebrachten Güter auch wirklich benötigt werden und das

Lager im Keller zügig geleert wird. Das Vorgehen – Erkunden, was wirklich

gebraucht wird und das wird dann auch versucht zu beschaffen – findet also

jährliche Bestätigung. Zum Abendessen waren wir zusammen mit Kantor Arpi und Küster István in Toplita.

 

Der 20.03. war bestimmt von einer Fahrt zum St. Anna See (ca.140 km hin) mit Arpi und Peter Balla. Es ist der einzige See Rumäniens von vulkanischem Ursprung und 946 m hoch in der Balvanyos-Region gelegen. Die Fahrt führte über Lazarea, wo wir dem ehemaligen Pfarrer Birman einen sehr kurzen Besuch abstatteten. Er ist leider weiterhin sehr krank und nicht in der Lage, Besucher für längere Zeit zu empfangen. Weiter ging es über

Miercurea Ciuc (Szeklerburg) und Tusnad über eine immer schlechter werdende

Straße hoch zum See. Wir waren nun in absoluter winterlicher tiefverschneiter

Landschaft und still „ruhte der See“, von dem leider nur die zugefrorene

schneebedeckte Oberfläche zu sehen war. Trotzdem war es ein sehr entspannter

Spaziergang und nachdem das Auto auf dem Parkplatz angeschoben werden musste,

weil es im Schnee steckengeblieben war, ging es weiter zu einem ebenso idyllisch gelegenen Restaurant in Balvanyos zur Verkostung einer Transsilvanien-Platte (nicht vegetarisch ;).

 

Das Abendessen fand bei Laszlo Aron statt – und der Überraschungsgast war Franziska Baroti, die der ein oder andere sicher von den Tagen der Begegnung her kennt. Die Familien der Brüder Baroti sind mittlerweile (wie letztes Jahr geschildert) samt der Kinder

in Österreich, nur die Großeltern sind in Toplita geblieben. Franziska hat in

Wien studiert (Ziel: Übersetzerin) und hat begonnen internationales Management

zu studieren (als 2. „Standbein“) – und zwar für ein halbes Jahr in Cluj.

Beweggrund war sicher auch, dass ihr Freund dort Ingenieurswissenschaften

studiert! In Toplita war sie, weil sie die Großeltern besucht hat. Sie spricht ausgezeichnet Deutsch und hat uns auch am Samstag und Sonntag als Dolmetscherin begleitet; sie ist also in die Fußstapfen ihres Vaters bzw. Onkels getreten. Es war ein sehr

netter Abend mit vielen Eindrücken für Klaus-Dieter und mich; wir waren sehr

angetan von der strikten Lebensplanung eines jungen Menschen aus Toplita.

Franziska hat im Übrigen auch großen Wert darauf gelegt, dass sie am 15.05.2015

in Toplita gefirmt wird und dass die Familie zusammen ist (in Österreich und

bei der Firmung).

 

Der 21.03. war Toplita und der näheren Umgebung gewidmet. Der Tag begann mit einem Besuch des Kinderheims: mit Franziska und Arpi. Unsere „Mitbringsel“ wie Bettwäsche und

Kinderspielzeug etc. riefen echte Begeisterung beim Kinderheim-Team hervor. Wie

jedes Jahr berichtete die Leiterin: die Hasenscharten-Patientin Sabina muss

noch einmal operiert werden; sie sieht gut aus und ist sehr aufgeweckt. Dalma, dem

Mädchen mit der schlimmen letztlich unheilbaren Hautkrankheit (große blutige

Blasen, genetischer Defekt) geht es den Umständen entsprechend. Sie stand im

Zimmer und hat gespielt, sie nimmt an Ausflügen teil und man sieht, dass alles

getan wird, um ihr das Leben so lebenswert wie möglich zu machen. Apropos

Ausflüge: es wird viel mit den Kindern unternommen – z. B. Moldau, Bistritz,

aber auch im neuen Wellness-Center mit Schwimmbad in Toplita etc. In Tirgu

Mures (Neumarkt) wurden einige der Kinder zahnärztlich (unter Narkose)

behandelt. Im Mai werden sie eine mehrtägige Busreise machen – in die Region

Maramures. Benötigte Sachen lt. der Leiterin: ( Kinder-)Rollstühle, Stühle zum

Fixieren, Gummihandschuhe, Kinderwagen. Klaus-Dieter hat 150 € für die Betreuung von Sabina nach der OP sowie für diverse Ausflüge überreicht – sehr zur Freude des Kinderheim-Teams.

 

Anschließen fuhren wir weiter zu unserer langjährigen „Freundin“/Patientin Gabriela. Sie macht weiter enorme Fortschritte, besucht mittlerweile die 4. Klasse und ist 11 Jahre

alt. Wie fast jedes Jahr beeindruckte sie mit ihrer Singstimme und sie hat

sogar ein Lied selbst komponiert. Ein großer Wunsch lt. ihrer Großeltern ist

ein Gesangsauftritt in Deutschland. Auf die Gefahr mich zu wiederholen: an

diesem Beispiel kann man die Bedeutung der Medikamente aus Deutschland ersehen.

 

Zum Mittagessen waren wir mit der gesamten Familie Balla zum Mittagessen im ca. 25 km entfernten Andreneasa in einem herrlich gelegenen Restaurant mit rumänischen Spezialitäten; dies war auch ein Dankeschön für das Korrektur-Lesen von Übersetzungen aus dem rumänischen uns Deutsche, die Eva Balla (Peters Frau) ab und zu an Klaus-Dieter

oder mich schickt. Anschließend besichtigten wir das schon erwähnte neue Wellness-Center mit Whirlpool und Sauna in Toplita. Leider kann es mangels Kapazitäten nicht

aus Thermalquellen gespeist werden - wie das nebenan gelegene Freibad.

 

Das Abendessen fand beim evangelischen Pfarrer – Krisztian Barticel-Kiss – statt; wie schon im Bericht 2014 beschrieben ein junger Pfarrer, mit klaren eigenen Vorstellungen,

wie er „seine“ Gemeindemitglieder motivieren will. Offensichtlich ist er auch

ein talentierter Musiker. Peter Ballas Projekt - Unterstützung ausgewählter bedürftiger

Familien unterschiedlicher Herkunft und Religion durch Lebensmittelgutscheine -

überlässt er weiterhin in dessen Obhut. Das Gespräch wurde zum großen Teil in Deutsch und Englisch geführt, so dass unser Begleiter Peter Balla nicht permanent übersetzen musste. Ein durchaus interessanter Besuch.

 

Natürlich wurde auch dieses Jahr die Osterkerze übergeben – zum 2. Mal an den neuen Pfarrer. Eine kleine Einkehr bei Arpi und seiner Frau auf dem Rückweg rundeten

diesen heiteren Abend ab. Es wurden viele lustige Anekdoten aus der

Vergangenheit, aber auch aus dem aktuellen Gemeinde-Leben in Toplita zum Besten

gegeben.

 

Am Sonntag, dem 22.03. begann um 08:30 der Gottesdienst in der schönen hell strahlenden katholischen Kirche in ungarischer Sprache. Klaus - Dieter Then überreichte die von Christina Huber wieder sehr schön verzierte Osterkerze und hielt eine kurze

Ansprache. Souveräne Übersetzerin wie oben erwähnt: Franziska Baroti. Pfarrer Laszlo Aron bedankte sich sehr herzlich bei Klaus-Dieter und mir als Vertreter der Frankfurter Gemeinde und ließ auch beste Ostergrüße ausrichten.

 

Nach einer halbstündigen Pause ging es weiter zur Messe in der mit Bildern reich verzierten

griechisch-katholischen Kirche (10:00 bis 11:30), die in rumänischer Sprache

zelebriert wurde. Auch dort überreichte Klaus - Dieter Then eine Osterkerze und hielt eine Ansprache, die erneut Franziska übersetzte.

 

Anschließend waren wir – schon fast traditionell - zum Mittagessen beim griechisch-katholischen Pfarrer und seiner Familie (Frau Claudia, Tochter Maria, Sohn Emanuel)

eingeladen. Begleitet wurden wir von Franziska und später von Arpi. Es war ein

aktiver Besuch mit Spielen mit den Kindern + Besichtigung von Haus und Hof – z.

T. ohne Übersetzer – auch diese Kommunikation hat irgendwie funktioniert!

Wie jedes Jahr gab es neben der ausgezeichneten Bewirtung mit Essen und Trinken aus eigener Herstellung angeregte Gespräche. Nach dem Packen folgte das letzte Abendessen bei Laszlo Aron, an dem auch Franziska mit ihrem sehr netten, zurückhaltenden Freund sowie Arpi Molnar teilnahmen – ein sehr schöner Abschluss. Wie auch an den Tagen zuvor wurden wir von der Köchin Marika (genannt „Baba“) verwöhnt.

 

Montag, 23.03.: um 08:20 wurden wir herzlich von Pfarrer Aron sowie Köchin Marika sowie Arpi verabschiedet und mit einer Vielzahl von Geschenken all der Menschen, die uns in den

vergangenen Tagen begleitet hatten, auf den Weg gebracht. Nach einer

problemlosen und dank der verbesserten Straßenverhältnisse zügigen Fahrt (ohne

Mautprobleme) ging es über Debrecen und die gut zu befahrenden Autobahnen nach

Budapest und so kamen wir um 20:05 bei Maria an. Es gab eine letzte

Gesprächsrunde – zum Thema „was gibt es Neues in Marosheviz“.

 

Um 07:20 am 24.03. starteten wir zur letzten Etappe nach Frankfurt – mit „zweitem Frühstück-Stopp bei Neusiedel (Österreich). Bis kurz hinter Helmstadt (bei Würzburg) lief alles bestens (Wetter, Verkehr), doch dann mussten wir leider auf einer

vollgesperrten Autobahn von 21:00 – 03:00 Uhr ausharren. Grund war ein Unfall

mit 4 beteiligten LKW’s ca. 1 km vor uns. Letztlich haben wir uns gesagt, dass wir froh sein können, dass wir zum einen nicht in den Unfall verwickelt waren und zum anderen nicht in dem an diesem Tag in Südfrankreich abgestürzten Flugzeug saßen. Schließlich kamen wir todmüde um 04:35 in Frankfurt an – nach 3300 unfallfreien Kilometern.

 

Anmerkungen:

 

a) wer sich gewundert hat, dass Josef Antal (Pfarrer der Nachbargemeinde Sarmas und bei den letzten „Tagen der Begegnung“ dabei) nicht erwähnt wurde: er hat sozusagen einen

Nebenjob als Busfahrer (sic!) und hatte diesmal leider keine Zeit für uns.

 

b) ganz aktuell: die Botschaft von Ungarn hat unseren „Maut-Problem-Bitt-Brief“ bekommen und weiter geleitet – außerdem haben wir einen Link mit Hinweis zur Mautbefreiung für

Hilfstransporte. Vielleicht versuchen wir das auch für Österreich und Rumänien

zu bekommen.

 

c) dies war also die 26. Fahrt mit Hilfsgütern nach Rumänien – für mich die 7.; ich will dies gerne fortzusetzen, da ich diese Eindrücke, die Gespräche, die Offenheit und Gastfreundlichkeit sowie die Freude über unsere Hilfsgüter und die Dankbarkeit nicht missen möchte!!! Und es wird trotz sichtbarer Verbesserungen weiter Hilfe benötigt.

 

Zum Schluss: wir wünschen Pfarrer Birman alles Gute und viel Kraft.

 

Die Fahrer: Klaus - Dieter Then (Transportleiter) und Peter Schwartz Berichterstatter:

Peter Schwartz

 

26 ist eine große Zahl.

26 Jahre ist ein schönes Alter, sie werden sich sicher noch erinnern. Seit 26 Jahren hilft die Gemeinde durch Spenden in einer Gemeinde in Toplita in Rumänien. Ein großes Dankeschön an Alle, die bisher geholfen haben.

Seit 26 Jahren bitte ich Sie um Spenden für unsere Partnergemeinde in Toplita in Rumänien. In diesen 26 Jahren hat sich auch in der Ungarischen Gemeinde in Toplita in Rumänien vieles verändert. Es geht den Leuten besser. Viele haben Verwandte, die im Ausland arbeiten und Kleidung nach Hause schicken, aber unsere Hilfe ist weiterhin notwendig. Wir stellen jedes Jahr erneut die Bedürfnisse der Gemeinden in Toplita fest und versuchen unseren Transport nach den aktuellen Bedürfnissen auszurichten. Ganz Aktuell werden für das Gemeindehaus in Toplita etwa 40 mal Teller Tassen und Besteck gesucht. Es werden nur noch wenige Kinderkleider und Schuhe gebraucht.

Auf unserem Plakat können Sie feststellen, was dieses Jahr benötigt wird. Benötigt wird natürlich, wie immer, Geld zur Unterstützung der Armenküche und des Waisenhauses und natürlich zur Finanzierung des Transportes. Was wir an Kinderkleidung für Rumänien nicht brauchen, geben wir an caritative und soziale Einrichtungen weiter.

Sollten Sie an unseren Packterminen etwas Zeit haben, bitten wir um Ihre Mithilfe, selbst wenn es nur eine Stunde ist. Oder haben Sie von einem Umzug noch stabile Kartons, die können sie gerne bei uns abgeben.

Wir hoffen auch in diesem Jahr wieder auf Ihre Unterstützung, um weiter in Toplita helfen zu können.

Vielen Dank                  Klaus – Dieter Then

Mai 2014

Unsere Jugendliche in Osteuropa

23.5. - 1.6.2014 Firmkurs zum 4. Mal in Toplita Rumänien

Deutsche und rumänische Jugendliche zusammen mit Katecheten und den katholischen Pfarrern
Deutsche und rumänische Jugendliche zusammen mit Katecheten und den katholischen Pfarrern

Bereits zum vierten Mal waren zehn Jugendliche aus unserer Gemeinde im Rahmen unseres Firmkurses neun Tage lang in Osteuropa unterwegs. Vom 23. Mai bis zum 01. Juni ging es in unsere Partnergemeinde nach Toplita/Rumänien. Wie die vergangenen Fahrten war auch diese wieder ein herausragendes und bewegendes Erlebnis für Jugendliche und Erwachsene.

Da ist allein schon die Fahrt! Zwei Tage lang in Kleinbussen zusammen zu verbringen – das schweißt zusammen. Die Station „Budapest“ bei der Hin- wie auch bei der Rückfahrt war weit mehr als eine einfache Übernachtungspause. Unsere altbekannten Gastgeber Maria und Lebensgefährte hatten nicht nur wieder interessante und herzliche Gastfamilien für uns organisiert, sondern auch ein interessantes Programm gestaltet. Schon hier bekamen die Jugendlichen einen Eindruck von der Stadt und das Gefühl der Verbundenheit von Christen in ganz Europa vermittelt.

Deutsche Jugendliche gestalten den Gottesdienst in Toplita mit
Deutsche Jugendliche gestalten den Gottesdienst in Toplita mit

In Toplita selbst war es einfach nur schön, wieder auf unsere Freunde zu treffen: Von den katholischen Pfarrern Aron und Antal wurden wir herzlichst aufgenommen und betreut; der griechisch-katholische Pfarrer Costea gestaltete wieder einen wunderbaren Abend für uns. Dank dieser Verbundenheit war es möglich, dass die Jugendlichen tiefe Erfahrungen machen konnten. Zu allererst sind da die Kontakte zu den rumänischen Jugendlichen zu nennen. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie Deutsche und Rumänen sich begegnen, miteinander sprechen und Kontakte knüpfen. Beide Gruppen lernen voneinander: Wie wird dort, wie wird bei uns gelebt? Wie wird die Zukunft gesehen und gestaltet? Wie wird geglaubt? Welche Ansichten gibt es über Frömmigkeit und Kirche? Fragen, über die wir intensiv miteinander gesprochen haben. Das miteinander Gottesdienst feiern, das gemeinsame Singen und Beten stiftet Verbundenheit über Grenzen hinweg. Besonders in Erinnerung ist mir dabei die Hl. Messe zu Christi Himmelfahrt mit der ganzen Gemeinde, den wir mitgestalten durften. Die Jugendlichen, die mit in Rumänien waren, erzählen noch heute von dieser Verbundenheit, von der Gastfreundschaft, von den Glaubenserfahrungen dort.

 

Für unsere Partnerschaft mit Toplita war auch diese Fahrt wieder ein neuer Schritt. So ist etwas ganz Neues passiert: Eine Gruppe von drei deutschen Jugendlichen war bei einem rumänischen Mädchen in Toplita zu Gast. Diese hatte den Wunsch, auch einmal uns besuchen zu kommen, um Sprache und Land kennen zu lernen. Die drei deutschen Jugendlichen haben das – ohne Hilfe der Erwachsenen – in Windeseile organisiert und seit Ende Juni ist Andrea aus Toplita für drei Wochen hier bei uns in Frankfurt zu Gast. Ein sehr gelungenes Beispiel für die Verbundenheit unserer beiden Gemeinden.

An dieser Stelle sei „Danke“ gesagt: Besonders unseren rumänischen Gastgebern, allen voran den beiden katholischen Pfarrern, welche übrigens beide bei den „Internationalen Tagen der Begegnung“ im letzten Jahr hier bei uns zu Gast waren. Aber auch bei der Köchin des Pfarrers, die uns überragend versorgt hat, Maria in Budapest, die sich liebevoll um uns gekümmert hat. Unser Dank gilt aber auch allen Menschen, die wir in Toplita, denen wir begnen durften und die für uns da waren. Nicht zuletzt lebt diese Fahrt aber auch von denen, die ihre Kraft und Freizeit opfern, damit wir überhaupt erst losfahren können: Birgit Schumak war schon zum vierten Mal mit dabei, Steven Tijerina, der schon als Jugendlicher mit dabei war, begleitete zum ersten Mal die Fahrt nach Toplita als Katechet. Und Klaus-Dieter Then kümmerte sich wie immer liebevoll um Kontakte und Organisation der Fahrt. Vergelt’s Gott!!

 

Die Jugendlichen werden ihre Eindrücke wieder an einem Abend im Rahmen eines „Reisetagebuches“ des Hedwigsforums vorstellen. Datum und Zeit dieses Abends werden rechtzeitig bekannt gegeben!

 

Rolf Müller, Pastoralreferent

 

Jubiläums-Hilfsgütertransport nach Toplita vom 1. bis 8.4.2014

zum 25. Male: Sammeln der Hilfsgüter, Reisesegen, Packen des LKW, 1600 km Fahrt nach Toplita/Rumänien, Schaden am Auto und Reparatur , Ankunft in Toplita, kleiner Ausflug in Rumänien und Rückfahrt nach Deutschland.

Klaus-Dieter Then (rechts) packt mit an. Gemeinsam mit Paolo (links) und Michael Graffi verstaut er die Kisten mit Spenden im Lastwagen. Foto: Maik Reuß

 

für vollständigen Bericht bitte anklicken:

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/1650-Kilometer-bis-zum-Ziel;art675,797391

 

 

1650 Kilometer bis zum Ziel

Hilfstransport aus Griesheim ist auf dem Weg nach Rumänien

Seit einem Vierteljahrhundert unterstützt die katholische Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt aus Griesheim eine rumänische Gemeinde mit Hilfsgütern. Gestern startete der Transporter zum 25. Mal auf die rund 1650 Kilometer lange Strecke in Richtung Toplita.

 

siehe Bericht des Mitfahrers Peter Schwartz:

Hilfsgütertransport zu unserer Partnergemeinde Toplita/Marosheviz (Rumänien) vom 01.04. – 08.04.2014 – Reisebericht über die 25. Fahrt - Jubiläumsfahrt
Toplita-2014-Bericht.doc
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Jubiläumsveranstaltungen anläßlich

25 Jahre "Rumänienhilfe"

Dankgottesdienst am 9.3.2014 in Mariä Himmelfahrt

Bericht des Bistums Limburg aus deren homepage (bitte anklicken):

 

https://www.bistumlimburg.de/meldungen/meldung-detail/meldung/aus-1-mach-25-1.html


Fürbitten für die Menschen in Rumänien

Fürbitten Dankgottesdienst „25 Jahre Rumänienaktion“ am  09. 3. 14 in Griesheim

 

Großer Gott, fünfundzwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer und der Öffnung des Eisernen Vorhanges schauen wir mit Dankbarkeit auf eine ebenso lange Verbindung mit unserer Partnergemeinde in Toplita, Rumänien zurück. Mit dem Dank verbinden wir unsere Bitten für eine gute Zukunft der Menschen in Toplita und Osteuropa und hier bei uns und im Westen.

 

-           Die Armut ist die Schattenseite von jenem Reichtum, der aufgrund ungerechter Gesellschafts- und Wirtschaftsstrukturen erworben wird. Guter Gott, lass uns Armut nicht durch gönnerhaftes Verhalten, sondern durch das  Eintreten für Gerechtigkeit und wirkliche Solidarität bekämpfen.

 

-           Mangelnde Altersversorgung und Abwanderung der jungen Generation lassen alte Menschen in Rumänien und an vielen Orten der Welt in Einsamkeit und in unwürdigen Verhältnissen leben. Hilf, dass die Verantwortlichen für eine Miteinander der Generationen und ein Alter in Würde sorgen.

 

-           In Rumänien haben Menschen zwar Zugang zur ärztlichen Versorgung, können sich aber die Medikamente, die sie brauchen und für die sie selbst aufkommen müssen, oft nicht leisten. Hilf, dass die Verantwortlichen einen Zugang zur Medizin für alle ermöglichen.

 

-           In der rumänischen Gesellschaft sind Vorurteile zwischen den  verschiedenen Volksgruppen; z.B. zwischen Rumänen und Ungarn oder Rumänen und Deutschen. Hilf, dass es durch Möglichkeiten der Begegnung zu einem besseren Verständnis und   einem guten Miteinander kommt.

 

-           Ein großes Problem für den Fortschritt der rumänischen Gesellschaft ist nach wie vor die Korruption. Sie fördert die Ungleichheit und  schadet der Volkswirtschaft. Hilf,   dass bei der Integration Rumäniens in Europa auf eine nachhaltige Antikorruptionspolitik geachtet wird.

 

-           Eine Altlast aus der Ära Ceausescu ist in Rumänien die Diskriminierung und Unterversorgung Behinderter. Aber auch bei uns genießen Behinderte oft noch nicht ausreichend Anerkennung und Gleichstellung in der Gesellschaft. Hilf, dass Behinderte ihren Platz in der Gesellschaft finden können.

 

-           Die kommunistische Diktatur wirkt bis heute in der rumänischen Gesellschaft wie auch in der Ukraine und vielen Völkern Osteuropas nach. Stärke du die Menschen, die für eine demokratische Entwicklung in Rumänien, in der Ukraine  und überall auf der Welt eintreten.

 

-           Über Jahrzehnte war die Glaubensfreiheit von Christen in Rumänien unterdrückt, vor allem der Griechisch-katholischen, aber auch der Römisch- Katholischen und Protestantischen Kirchen. Lass es uns nicht hinnehmen, wo immer auf der Welt die Religionsfreiheit mit Füßen getreten.

 

-           In der rumänischen Gesellschaft gibt es seit der kommunistischen Zeit ethnische Unterdrückung und Diskriminierung, die bis heute fortwirkt, besonders gegenüber Roma. Auch bei uns fehlt vielfach das Verständnis für solche Lebenswirklichkeiten. Hilf den europäischen Völkern durch wirksame Maßnahmen für die Integration ethnischer Minderheiten zu sorgen.

 

Um all das bitten wir dich durch deinen Sohn Jesus Christus, der uns ein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit verheißen hat. Amen

Empfang und Mittagessen nach dem Dankgottesdienst

17 Uhr: Festliches Orgelkonzert in Mariä Himmelfahrt mit Kantor Arpard Molnar jun. aus Toplita.

Faltblatt anläßlich des Jubiläums der "Rumänienhilfe":

24. Hilfsgütertransport nach Toplita vom 12. bis 19.3.2013

10.3. Reisesegen und Weihung der Osterkerzen durch Pfarrer Glaser in St.Markus. Am 12.3. Abfahrt von Griesheim bei heftigem Schneetreiben. Reisebericht:

Viele fleißige Hände hatten bei mehreren Terminen beim Einpacken von zahlreichen Spenden geholfen, und so konnte am 11.03. unser 7,5-Tonner ab 17:00 Uhr bei schon leichtem Schneetreiben unter bewährter Hilfe von jungen und alten Gemeindemitgliedern ruckzuck beladen werden - wie meist unter der fachkundigen Anleitung von Lademeister Michael Steils. Die Güter waren Kinderkleidung, Kinderspielzeug, Kinderfahrräder, Bettwäsche, Medikamente, gute Schuhe, Inkontinenzvorlagen, Rollstühle, Gehhilfen (Rollatoren und Krücken) sowie Lernspiele, therapeutisches Spielzeug und Kuscheltiere für das Kinderheim. Außerdem nahmen wir diesmal einen 6-flammigen Gasherd, eine Fritteuse sowie Koch-Zubehör wie Töpfe „an Bord“, sowie 36 stapelbare Stühle – dies alles für das Kolpinghaus (s. unten).

 

Am 12.03. um 05:30 starteten wir auf glatten schneebedeckten Straßen und fuhren mit Hilfe von „ganz oben“ dem Schneechaos langsam aber sicher davon. Ein unfreiwilliger Aufenthalt bei MAN in Nürnberg (defekter Zigarettenanzünder und damit unbrauchbares Navi) behinderte uns zusätzlich. Bei sonnigem Wetter in Österreich und Regen in Ungarn kamen wir um 22:05 in Budapest bei dem ehemaligen Griesheimer Gemeindemitglied Maria und ihrem Lebensgefährten an. Dort nahmen wir ein spätes Abendmahl zu uns und verbrachten sehr müde eine ruhige Nacht im Schlafsack.

 

Um 07:20 und bei leichtem Regen ging es am 13.03. ausgeruht auf den Autobahnen M3 und M35 via Debrecen bis zur rumänischen Grenze – diesmal ohne Stau (gegenüber 5 Std. Wartezeit in 2012) - und weiter über Oradea (Grosswardein) und Cluj-Napoca (Klausenburg) direkt über die Berge nach Reghin (Sächsisch Regen). Die letzten 70 km bis Toplita/Marosheviz waren auch dieses Jahr in einem sehr guten Straßenzustand.

Zu erwähnen ist, dass uns kurz vor unserem Ziel schon die ersten Nachrichten zur Papstwahl erreichten und wir zur Begrüßung mit „Habemus papam“ bzw. seitens Josef Antal (dem vertrauten Pfarrer der Nachbargemeinde Saramas) mit „Habemus Then“ empfangen wurden.Der neue Papst Franziskus kam 30 Minuten nach unserer Ankunft (20:45 Ortszeit – 1 Std. plus) auf den Balkon.

 

Das Empfangskomitee im Pfarrhaus bestand aus Laszlo Aron (wie immer) sowie dem schon erwähnten Josef Antal und unserem altbekannten Dolmetscher und treuen Begleiter während unseres Aufenthalts - Josef Baroti – und natürlich Marika, der Haushälterin. Ein erster Schnaps sowie ein leckeres Abendessen erwarteten uns. Wir waren wieder im Pfarrhaus untergebracht - mit separatem Zugang. Themen der angeregten Gesprächsrunde waren u. a. die Situation der ungarisch-katholischen Gemeinde sowie des evangelischen Pfarrers Balla und die Tage der Begegnung. Todmüde und dankbar, gut angekommen zu sein, fielen wir in unsere Betten.

 

Der 14.03. war vollgepackt mit Terminen: zunächst fuhren wir mit Pfarrer Aron und Josef Baroti nach Lazarea, um dem ehemaligen Pfarre Birman den obligatorischen Besuch abzustatten. Ein Kurzbesuch beim dortigen Franziskaner-Kloster nebst künstlicher Saline schloss sich an – ebenso eine Besichtigung der Baustelle Kolpinghaus, wo signifikante Fortschritte sichtbar sind: Fenster sind eingebaut und der Innenausbau (Heizung, Sanitäranlagen) ist in vollem Gange: die Chancen, im Mai 2014 Firmlinge aus Griesheim unterzubringen, stehen gut!

Nach dem Mittagessen stand ab 15:00 das Entladen des LKW auf dem Programm: innerhalb einer Stunde war alles abgeladen und verstaut, was nicht für das Kolpinghaus bzw. Kinderheim bestimmt war; danach fuhren wir zum Kolpinghaus, um Herd, Stühle, Koch-material „loszuwerden“. Viele Gemeindemitglieder beteiligten sich an der Gesamtaktion und sorgten für eine schnelle Erledigung.

 

Um 18:00 waren wir zum Abendessen beim griechisch-katholischen Pfarrer Vasile Costea eingeladen; wie immer wurde reichlich aufgetragen incl. des hervorragenden selbstgemachten Weins. Begleitet wurden wir von Josef Baroti und Kantor Arpi Molnar. Themen gab es genug (Papstwahl, Fußball) und es wurde ein langer Abend.

Der eigentliche Star des Abends war aber der 10-monatige Emanuel, der ganze Stolz des Papas!

 

Am 15. und 16.03. standen 2 ganztägige Ausflüge sowie der Besuch des Kinderheims und ein Familienbesuch auf dem Programm.

 

Der 15.03. war bestimmt von einer Fahrt nach Praid (ca. 70 km hin) mit Arpi Molnar und Josef Baroti. Schon die Fahrt selbst über einen schneebedeckten Pass war eindrucksvoll. Das Salzbergwerk selbst nicht minder: die Einfahrt führte per Bus ca. 1 km in den Berg, danach 243 Stufen abwärts und wir sahen eine gigantische Halle mit trockener Luft – neben der touristischen Attraktion ist die Saline auch ein Therapiezentrum für Atemwegserkrankungen mit aufregenden Beschäftigungsmöglichkeiten für Jung und Alt, z. B. einem riesiger Klettergarten. Auf der Rückfahrt kehrten wir in einer Traditions-Gaststätte ein - mit Bedienungen in der Szekler-Tracht und einer rustikalen Einrichtung. Die ungarischen Spezialitäten waren echte Leckerbissen.

Um 16:00 war die Ärztin Edith Peter zu Besuch, um die Liste der von uns mitgebrachten Medikamente zu bestätigen und „kritische“ Medikamente selbst in Empfang zu nehmen.

Anschließend fuhren wir ins Kinderheim, um die die dafür bestimmten Utensilien abzugeben.

Ein Gespräch mit der sehr engagierten Leiterin folgte: 3 Kinder waren seit unserem letzten Besuch leider gestorben; zudem hat sich die finanzielle Situation verschlechtert, was die Mittel für Reparaturen und dringende Neuanschaffungen betrifft sowie Sonderveranstaltungen: eine Geldspende für einen der äußerst beliebten Ausflüge mit den Kindern (z. B. 2012 nach Brasov, davor eine Reise ans Schwarze Meer) sowie die Kosten für die Betreuung einer neuen Hasenscharten-Patientin (Sabina - 18 Monate) nach 3 Operationen war für uns Pflicht und Freude, wenn man die Dankbarkeit der Leiterin erlebt hat. Was unsere Patientin, die fast 3 -jährige Dalma Gabor betrifft, so ist die Hautkrankheit mit großen blutigen Blasen am ganzen Körper zwar nicht schlimmer geworden, aber der Entwicklungsstand entspricht nicht dem einer 3-jährigen.

Schließlich hatten wir noch die angenehme Aufgabe, Gabriela, unsere bekannte Patientin zu besuchen. Sie ist erfreulich lebhaft und macht enorme Fortschritte; sie hat uns ein mehrstrophiges Lied präsentiert und ihre Schulhefte gezeigt. Es tut gut und motiviert, wenn man sieht, dass Medikamente aus Deutschland so gut helfen können!

 

Zum Abendessen waren wir bei der Familie des evangelisch-reformierten Pfarrers Arpad Balla eingeladen. Beherrschende Themen waren der Ruhestand von Pfarrer Balla sowie das Schicksal der Armenküche und ein neues Projekt von Peter Balla (Sohn) und dessen Frau Eva. Tendenziell im Sommer wird Pfarrer Balla mit seiner Frau Eva (kein Schreibfehler!) nach Tirgu Mures (Neumarkt ca. 100 km entfernt) in eine Wohnung für pensionierte Pfarrer ziehen.

Mit dem Weggang des Pfarrers „stirbt“ die Armenküche - sein „Baby“. Peter Balla kann und will dies nicht fortführen, weil zum Einen die laufenden Kosten nach der Reduzierung der Unterstützung seitens der holländischen Partnergemeinde nicht mehr gedeckt und zum Anderen sowohl Peter als auch Eva beruflich zu stark eingebunden sind. Peter hat nun ein neues Projekt aus der Taufe gehoben: er setzt die 400 € der Holländer ein, um 20 ausgewählten Familien mit je 20 € pro Monat zu unterstützen – und zwar über Lebensmittel-Gutscheine, die in 3 Geschäften in Toplita/Marosheviz eingelöst werden können (ausdrücklich werden weder Alkohol noch Zigaretten abgegeben!). Von uns gab es zunächst 400 € als Anschub und wir beobachten das Projekt weiter. Natürlich wurde auch die Osterkerze übergeben.

Nach anregenden Gesprächen im Anschluss an ein sehr gutes Abendessen wurden wir durch die kalte Nacht (-8 Grad) nach Hause begleitet.

 

Eine sehr bemerkenswerte Fahrt stand am 16.03. an: wir fuhren mit Pfarrer Aron und Josef Baroti Richtung Reghin und weiter über verschneite, landschaftlich sehr reizvoll gelegene Nebenstraßen nach Bistrita (Bistritz) (ca. 100 km). Bei sonnigem und sehr kaltem Wetter wurden wir von Dekan Peter Gered durch die Stadt geführt. In bestem Deutsch zeigte er uns – angefangen bei der einzigen katholischen Kirche (Dreifaltigkeitskirche) - verschiedene auch versteckte Orte mit Hinweisen auf die ehemals große Zahl von Deutschen (Straßenschilder, Friedhof). Wir fuhren per Lift auf den höchsten Kirchturm Rumäniens (evangelische Kirche – 77 m) - der zugleich der einzige zwischen Wien und Moskau mit Fahrstuhl ist - und hörten in 10 Minuten die Geschichte von Siebenbürgen. Es war ein sehr kurzweiliger, informativer und mit lustigen Erzählungen geschmückter Spaziergang.

Das Abendessen im Pfarrhaus, bei dem auch Josef Antal anwesend war, war ein Arbeitsessen, denn es galt ja noch einige Punkte auf Klaus‘ „To Do-Liste“ bzgl. der „Tage der Begegnung“ abzuarbeiten:

Es wurde das Programm und den Stand der Teilnehmer gesprochen sowie über das Thema dieser Tage -> Weg…. Natürlich wurde auch die Hausaufgabe der Teilnehmer erklärt -> Beschreibung eines Stücks Weg (positiv oder negativ belastet) sowie das Mitbringen eines Symbols dieses Abschnitts (für die Gestaltung eines Friedensweges beim Abschlussgottesdienst). Pfarrer Aron und Pfarrer Antal teilten uns ihrerseits mit, sie würden mit mind. 8 Personen (6 Jugendliche und 2 Erwachsene -> die beiden Pfarrer!) in einem Microbus kommen – evtl. könnten es auch 12 Teilnehmer werden (ein weiterer Erwachsener sowie ein 2. Microbus).

 

Am Sonntag, dem 17.03. begann um 08:30 der Gottesdienst in der im Innen- und Außenbereich renovierten und hell strahlenden katholischen Kirche in ungarischer Sprache. Klaus - Dieter Then überreichte die von Christina Huber wieder sehr schön verzierte Osterkerze und hielt eine kurze Ansprache.

 

Nach einer halbstündigen Pause ging es weiter zur Messe in der mit Bildern reich verzierten griechisch-katholischen Kirche (10:00 bis 12:00), die in rumänischer Sprache zelebriert wurde. Auch dort überreichte Klaus - Dieter Then eine Osterkerze und hielt eine Ansprache.

Übersetzer in beiden Fällen war Josef Baroti.

Bis 13:00 waren wir bei der Familie von Josef Baroti auf einen Kaffee und erfuhren bei dieser Gelegenheit, dass die Familie plant, noch in 2013 nach Österreich zu ziehen, wo der Bruder von Josef - Laszlo - bereits seit einigen Jahren mit seiner Familie wohnt (bei Wien). Sicherlich schade, aber nachvollziehbar bei den schwierigen Bedingungen bzw. Zukunftsaussichten in Rumänien.

 

Anschließend waren wir – schon fast traditionell - zum Mittagessen beim griechisch-katholischen Pfarrer und seiner Familie (Frau Claudia, Tochter Maria, Sohn Emanuel) eingeladen. Begleitet wurden wir von Josef Baroti und Arpi Molnar. Außerdem waren befreundete Gemeindemitglieder der Familie Costea zu Gast.

Bei allerlei Leckereien vom Schwein (das wir letztes Jahr noch lebendig auf dem Hof des Pfarrers gesehen hatten) gab es eine angeregte Unterhaltung mit dem umtriebigen und geschäftstüchtigen Vasile Costea und den anderen.

Nachmittags hatten wir dann noch einen Termin bei einer mit Arpi Molnar befreundeten Familie eines spastischen Jungen, für den wir Medikamente dabei hatten und schließlich fanden wir noch Zeit Kantor Arpi Molnar und seiner Frau einen Besuch abzustatten. Fast hätten wir uns verplaudert und so hatten wir gerade noch Zeit zu packen – vor dem letzten Abendessen bei Lazlo Aron, an dem auch Josef Baroti und Josef Antal sowie Arpi Molnar teilnahmen.

Wie auch an den Tagen zuvor wurden wir von der Köchin Marika (genannt „Baba“) verwöhnt.

Nach einer letzten intensiven und langen Gesprächsrunde fielen wir todmüde ins Bett.

 

Montag, 18.03.: um 08:05 wurden wir herzlich von Pfarrer Aron und Josef Baroti sowie Köchin Marika verabschiedet und mit einer Vielzahl von Geschenken all der Menschen, die uns in den vergangenen Tagen begleitet haben, auf den Weg gebracht. Nach einer problemlosen und dank der verbesserten Straßenverhältnisse zügigen Fahrt (ohne großen Grenzaufenthalt) ging es über Debrecen und die gut zu befahrenden Autobahnen nach Budapest – nur die letzten 100 km waren beeinträchtigt von Schneeregen und Schneematsch - und so kamen wir um 20:10 bei Maria an. Ein Abendspaziergang fiel dieses Jahr leider wg. schlechten Wetters aus. Nach einer letzten Gesprächsrunde – auch hier standen die „Tage der Begegnung“ im Mittelpunkt (8 Teilnehmer aus Ungarn geplant) – gingen wir frühzeitig zu Bett.

 

Um 07:15 am 19.03. starteten wir zur letzten Etappe nach Frankfurt. Entlang der M1 von Budapest Richtung Wien konnten wir noch die beeindruckenden Schneemengen am Straßenrand „besichtigen“, die vom Schneechaos am 15.03. zeugten – also auch hier wieder den Beistand des Herrn genutzt! Nach einem „zweitem Frühstück“-Stopp bei Neusiedel (Österreich) und einer abwechslungsreichen Fahrt mit Aprilwetter-Einlagen kamen wir um 21:52 in Frankfurt an – nach 3300 unfallfreien Kilometern. Da ist man jedes Mal froh wieder hier zu sein.

 

Nachträge:

1)      Das Pfarrhaus von Laszlo Aron ist in der ganzen Gegend berühmt wg. der heiß begehrten Gehhilfen aller Art.

2)      Selbstverständlich wurden allen „Hauptamtlichen“ Exemplare des letzten Reisetagebuchs der Firmlinge 2012 sowie der „Rufs“ und der Mitteilungen für die evangelische Kirche übergeben – insbesondere wg. des in 2012 veröffentlichten Artikels von Laszlo Aron in der Zeitung von Toplita/Marosheviz über die Partnerschaft mit den Griesheimer Gemeinden.

 

Zum Schluss ein paar Anmerkungen: dies war die 24. Fahrt mit Hilfsgütern nach Rumänien – für mich die 5. – ein kleines Jubiläum; ich will dies gerne fortzusetzen, da ich diese Eindrücke, die Gespräche, die Offenheit und Gastfreundlichkeit sowie die Freude über unsere Hilfsgüter und die Dankbarkeit nicht missen möchte!!!

Nächstes Jahr hat dann Klaus-Dieter 25-jähriges Jubiläum!!!

 

 

Die Fahrer: Klaus - Dieter Then (Transportleiter)

und Peter Schwartz

Berichterstatter: Peter Schwartz

Artikel der Frankfurter Neuen Presse vom 8.3.2013:

Oktober 2012

Pfarrer Laszlo Aron von der katholischen Gemeinde in Toplita schrieb einen Zeitungsartikel:

Deutsche Jugendliche in Toplita (Übersetzung)

 

Es ist bekannt, dass seit 1990, jedes Jahr einmal, Deutsche aus Frankfurt nach Topliza kommen, genau fünf Tage. Mit kleineren oder größeren LKW´s bringen sie Hilfsgüter: Medikamente, Rollstühle, neue und gebrauchte Kleidung für Kinder und Erwachsene. Neben all diesen ist aber das Wichtigste, die Übergabe der Osterkerze, die ein wahres Symbol widerspiegelt. Bedeutung: die christliche Liebe verbindet die zwei Kirchengemeinden. Der Organisator und Durchführer ist der Herr Klaus – Dieter Then, Rentner und Elektriker. Aber alles was er macht, macht er nicht in seinem Namen, sondern unter der Führung der Kirchengemeinde „Mariä Himmelfahrt aus Frankfurt. Die Gemeinde ist unsere Partnergemeinde. Aber nicht nur der Katholiken, sondern auch der Reformierten und der Griechisch-Katholischen Kirchengemeinden.

 

Vor ein paar Jahren, als auch der Herr Pfarrer der Kirchengemeinde aus Frankfurt bei uns war, haben wir darüber gesprochen, diese Verbindung zu vertiefen, denn wenn die Hilfsgüter nicht mehr kommen, wird alles aufhören. Darum sollen uns Leute und Jugendliche besuchen, damit sich persönliche Bekanntschaften und Freundschaften entwickeln. Seit dem kommt zu uns, zum dritten mal, eine Gruppe von zehn Jugendliche, begleitet von vier Erwachsenen.

 

Es ist kein Ausflug, keine Unterhaltung, sondern eine Vorbereitung für die christliche Firmung und dafür ist Toplita die entsprechende Stadt. In Ihrem Programm sind auch Treffen und Bekanntschaften vorgesehen, vor allem mit Jugendlichen aus der Stadt. Es war für sie auch ein großes Erlebnis, als sie die Jugendlichen zu Hause besuchten. Genau so ein großes Erlebnis war es auch für unsere Jugendlichen, als sie zwischen dem 22. Und 26. Oktober 2008 in Frankfurt waren und Bekanntschaft gemacht haben mit mehreren Jugendlichen aus verschiedenen Ländern. Ich hoffe dass es noch solche Gelegenheiten geben wird. Wichtig ist die Verbindung, nicht nur zwischen Leuten, sondern auch zwischen Gemeinden. Und es soll solche geben, die diese weiterführen, unterstützen, denn ohne Begeisterung und Opfer ist alles vergebens. Jede gute Verbindung ist ein Erfolg. Wenn ich andere kennen lerne, entdecke ich auch in mir etwas neues. Ich lerne zu geben und zu bekommen, denn dies zwei sind des menschlichen Lebens grundlegende Beweggründe.

 

Es ist gut zu wissen, das wir nicht alleine in der großen Welt sind. In Mitteleuropa gibt es eine Gemeinde die uns liebt und unterstützt. Wenn sie zu uns kommen, fühlen sie sich wie zu Hause.

 

Laszlo Aron, Pfarrer

Mai 2012

3. Glaubenskurs zur Vorbereitung auf die Firmung in unserer Partnergemeinde Toplita in Rumänien

Zu Beginn: Es ist einfach etwas Besonderes!

Wir haben uns auch in diesem Jahr sehr darauf gefreut! Nach all den guten Erfahrungen in den letzten Jahren war es für uns von Anfang an klar: Wenn Jugendliche es wollen, fahren wir wieder zu unseren Freunden nach Toplita in Rumänien. Und so sind wir gefahren, und wieder hat es sich mehr als gelohnt. Mit zehn Jugendlichen, den Katecheten Birgit Schumak, Andreas Ring, Pastoralreferent Rolf Müller und Klaus-Dieter Then haben wir mit rumänischen Jugendlichen zusammen gesprochen und gebetet. Vieles war einmalig und ist mit Worten nicht zu beschreiben: Der große Jugendgottesdienst an Christi Himmelfahrt in Toplita, die Gastfreundschaft der Familien und besonders des katholischen und des Griechisch-Katholischen Pfarrers. Wir haben wieder einmal gemerkt: Wir können voneinander lernen und wir gehören zusammen! So formulieren es zwei Jugendliche in diesem Reisetagebuch: „Trotz den zum Teil krassen Eindrücken, wie das Kinderheim oder die so verschieden Wohnverhältnisse, hat es keiner von uns bereut, sich für diese etwas andere Firmfahrt entschieden zu haben. Wir alle sind der Meinung, dass wir durch diese Eindrücke und Gespräche mit den verschieden Menschen in Toplita, viel für unser weiteres Leben gelernt haben.“ Es bedarf eigentlich nicht mehr viel Worte um zu beschreiben, was diese Fahrt für uns bedeutet. Und dennoch: Auf den Folgenden Seiten kann man es auch noch mal im Einzelnen nachlesen. Geschrieben ist das Reisetagebuch zum großen Teil von den Jugendlichen selbst. Es ist ihre Sprache, die erzählt; und genau das macht diesen Einblick in unsere Fahrt so interessant.

Der Besuch von Jugendlichen in Rumänien ist ein Zeichen echter Partnerschaft. So sieht es auch der rumänische Pfarrer Laszlo Aron in seinem Zeitungsartikel (siehe in diesem Heft gleich nach diesem Grußwort).

Ein herzlicher Dank gilt an Alle, die diese Fahrt mit ermöglicht haben: Zuallererst unseren Gastgebern in Toplita und Budapest. Ihre überbordende Gastfreundschaft ist unbeschreiblich. Dann aber auch Allen, die im „Hedwigsforum“ uns die Unterstützung und den passenden Rahmen für diese Fahrt gegeben haben. Klaus-Dieter Then, der „Vater“ des Rumänienprojekts und selbst Mitfahrer, hat die Organisation wieder bestens gestemmt. Danke sei auch den Katecheten Birgit Schumak und Andi Ring gesagt, die Zeit und Einsatz eingebracht haben, um solch eine Fahrt zu ermöglichen. Und nicht zuletzt: All den Jugendlichen, die sich getraut haben, mitzufahren. Es war ein unvergessliches Erlebnis mit Euch!

Wir freuen uns schon sehr auf den Besuch der Jugendlichen aus Toplita in diesem Jahr zu unseren „Internationalen Tagen der Begegnung“!

 

Rolf Müller, Pastoralreferent

Samstag, 12. Mai 2013: Anfang und Erde

Morgens um halb sechs – das ist verdammt früh! Erst recht wenn man noch gar nicht weiß, was einem an diesem Tag so alles bevor steht. Aber alle waren pünktlich da, um unsere „Abenteuerfahrt“ nach Rumänien zu starten. Schnell wurden unsere beiden Kleinbusse verladen, die für die nächste Zeit so etwas wie unser „2. Zuhause“ werden sollten.

Richtig los aber ging es dann mit einem Morgengebet und dem Reisesegen – wie sollte man sonst eine so lange Fahrt gut überstehen? Dann ging es ab auf die Autobahn. Schlafen und chillen im Bus, die Kilometer flogen vorüber. Pausen unterwegs auf Autobahnraststätten, Diskussionen um die richtige Musik im Kleinbus. Fahrt über die österreichische Grenze, Wien links liegen lassen, ungarische Grenze und dann die ersten Schilder in Richtung Budapest. Am späten Nachmittag kamen wir dann sicher bei Maria, unserer Freundin und Gastgeberin in Budapest an.

 

Das erste Mal konnten wir die ungarische Kochkunst erleben: Es gab eine sehr gute ungarische Suppe, die uns stärkte für das dann folgende Programm: Zunächst fuhren wir zur Pfarrkirche Marias, St. Emre in Budapest. Großartiger Neobarock! Aber wir hatten eine wichtige Aufgabe dort zu erledigen: Wir sollten Erde aus Budapest für die Kirche St. Hedwig besorgen. Dort sollte sie dann in eines der Bohrlöcher, die wegen der Bombengefahr bei der letzten Renovierung gebohrt wurden, versenkt werden. Diese Erde sollte ein weiterer Mosaikstein der vielen Nationen sein, mit der wir friedlich verbunden sind. Natürlich hatte keiner von uns an eine Schaufel gedacht: Mit Händen und einfachsten Hilfsmitteln haben wir die Erde heraus geholt und in die berühmte Haribo-Dose eingefüllt. Anmerkung: Mittlerweile haben wir diese Erde im Rahmen eines festlichen Jugendgottesdienstes Anfang Dezember in St. Hedwig versenkt.

Weiter ging es anschließend auf die andere Donauseite, wo wir bei einem ungarischen Tanzfestival zu Gast waren – drei Tage durchgehend Volkstanz, dargeboten von Menschen aller Generationen, das ist kaum vorstellbar für uns! Schön war das anzusehen, nett haben wir zusammen gesessen. Um neun Uhr war dann aber schon wieder Weiterfahrt zum Zuhause von Maria. Dort erwarteten uns dann unsere Gastgeberfamilien für die Nacht. Schnell wurden wir aufgeteilt und los gin es ins Quartier. Birgit und ich waren bei einem sehr netten ungarischen Ehepaar untergebracht, dessen männlicher Part uns zunächst mit seinen Fahr- und Einparkkünsten beeindruckte. Es gab ein nettes Abendessen mit einer guten Unterhaltung. Dabei erahnten unsere Gastgeber mein Interesse für den Fußball – das sollte dramatische Folgen eine Woche später haben…

 

Eine schöne Erfahrung dieser Gastfreundschaft war es, auch wenn die Nacht wieder kurz werden sollte: Sollte es doch schon ganz früh am nächsten Tag auf die zweite Etappe nach Toplita gehen!

 

Rolf Müller

 

 

Sonntag, 13. Mai 2012: Weiterfahren und Ankommen

Shaaron und ich haben die Nacht bei einer 22 jährigen Studentin verbracht. Die Gastfreundschaft hat mich erstaunt, denn sie wohnt alleine in der Wohnung ihrer Großmutter. Wir sind erst um 24 Uhr in der Nacht angekommen und fahren schon um sieben Uhr morgens wieder weg, das heißt: wir haben uns nicht einmal viel unterhalten können - und trotzdem nimmt sie zwei wildfremde Männer auf, deren Sprache sie nicht einmal spricht! Das alles hat mich wirklich beeindruckt.

 

Danach haben wir uns alle gesammelt, die zwei VW Busse beladen und schon waren wir wieder auf dem weg nach Toplita. Viele Kilometer und die 14 stündige Busfahrt waren an sich eigentlich ganz in Ordnung, teils weil ich gefühlte 90% geschlafen habe und teils weil wir im Bus eine Menge Spaß hatten. Was für mich schlimm war: Dass die Möglichkeit bestand, das wir an der grenze hätten warten müssen. Was ich auch interessant fand war, dass die Straße immer schmaler und schlechter wurde je näher wir an Toplita heran kamen. Zudem veränderten sich die Heuser stetig: Zum Teil waren es schöne Einfamilienhäuser, zum Teil hässliche Plattenbauten aus Ceausescu`s Zeiten (die sah man eigentlich in jeder größeren Ortschaft), dabei waren aber auch wirklich ärmliche Häuser mit Brunnen und Pferdekarren davor. Wir haben unterwegs gegessen was wir mit hatten und in einem Lokal halt gemacht. Ansonsten ging die Fahrt gut rum, was mich nur geärgert hatte war dass ich beide Male die Berge verschlafen habe… 

Als wir dann in der Armenküche der evangelischen Gemeinde in Toplita ankamen begrüßten uns der Pfarrer der evangelischen Gemeinde und seine Familie. Danach gingen wir alle zum Katholischen Pfarrer und stellten uns vor, da er ja unser eigentlicher Gastgeber war. Sie machten allesamt einen sehr freundlichen Eindruck auf mich, welcher sich im laufe der Zeit bestätigen sollte. Dann gingen wir in unsere Zimmer und richteten uns ein. Das ging schnell, da es keine Schränke gab, aber nichts desto trotz waren die Zimmer in Ordnung. Im Anschluss gingen wir zum Pfarrer essen. Das war schon ein Erlebnis führ sich, da der Anfang einem festen Ritual folgte: man stand hinter dem Stuhl bis der Pfarrer sich auch hinter einen stellte und das Tischgebet gesprochen hatte, erst dann ging es weiter wie gewohnt. Allerdings nicht ganz: Denn die Haushälterin kochte so gut, dass wir uns wunderten, dass der katholische Pfarrer noch nicht rollte sondern eigentlich recht schmächtig war. Nach dem Essen gingen wir wieder zurück zu unserem Quartier, räumten den Rest noch zusammen, hatten das erste allabendliche Gruppengespräch. Ansonsten haben wir uns noch ein bisschen unterhalten und mussten erst einmal die ganzen eindrücke verarbeiten.

 

Dennis Baron

 

Montag, 14. Mai 2013: Kirche und Jugendliche vor Ort

Der erste Morgen in Toplita ist angebrochen und ich bin sehr müde. Um sieben Uhr bin ich aufgestanden und sofort geht’s zum Duschen und anschließendem Frühstück. Ich stellte mir die Schlafsituation schlimmer vor, als es eigentlich war. Das Programm, das für uns vorgesehen war, begann etwa um 8:30 Uhr. Wir begannen über das zu sprechen, was die Kirche eigentlich ausmacht. Dazu wurde die Gruppe noch einmal in drei Untergruppen aufgeteilt. Nach dieser aufschlussreichen Runde, in der wir über die Kirche redeten, spielten wir ein kleines Spiel. In diesem Spiel ging es um einen Absturz auf dem Mond und die Reise auf die andere Seite des Mondes. Hier sollten wir in Gruppen 15 Dinge nach Notwendigkeit sortieren. Da ich in einer Gruppe mit Dennis war, verlief diese Aufgabe schnell, denn Denis hatte überzeugende Argumente für seine Reihenfolge. Anschließend sind wir zum Essen zum Haus des sehr netten katholischen Pfarrers gegangen. Dies war das erste Mittagessen in Toplita und es war genau wie an jedem anderen Tag ausgesprochen köstlich! Während diesem Essen sind einige unserer Gruppe nostalgisch geworden und redeten über vergangene Jungentreffs.

 

Nach diesem sehr guten Essen sind wir mit Jugendlichen, die überwiegend jünger als wir waren, zu einem sehr langen Gespräch gekommen. Hierzu sind wir in einer großen Runde zusammen gekommen, in dem Pfarrer Joseph Antal als Übersetzter fungierte, was das Gespräch dennoch nicht langweilig werden ließ.

 

Nach dem Gespräch sind wir in eine sehr nah gelegene Kirche gegangen, die sehr schön war. Das Abendessen, das wir im Anschluss darauf bekamen, war wieder ein Genuss welchen wir für die nächsten Tage nicht mehr missen mussten. Am Abend in der Armenküche, gab es dann einen Tagesrückblick und ein Gebet. Den Abend ließen wir dann mit Gesprächen gemütlich ausklingen.

 

Biniam Asgedom

 

Dienstag, 15. Mai: Andere Kirchen und andere Menschen

Am Dienstag ging es mit einem Rundgang durch Toplita los. Wir gingen durch die Straßen des Ortes, in dem wir wohnten und schauten uns um. Wir sahen viele beeindruckende Bilder. Häuser, die groß waren und kleine Hütten, die den Menschen in Rumänien Unterschlupf boten. Manche Familien besaßen Autos, aber manchmal kamen uns auch einige Kutschen entgegen. Wir besichtigten einige Kirchen. Meist waren diese kleiner als diese, die wir in Deutschland gewohnt waren, aber dafür konnte man erkennen, wie sie mit Herzblut erbaut worden waren. Die Gemälde in den Kirchen waren beeindruckend. Eins mehr als das andere.

 

Wir lernten auch einiges darüber, dass der Gottesdienst in Rumänien noch mal anders verläuft als unserer in Deutschland. In einer der vielen Kirchen die wir besuchen durften, durften wir ein Lied von dem Pfarrer hören. Es war in der griechisch-katholischen Kirche, dargeboten von unserem Pfarrer und Freund Costea im byzantinischen Ritus. Wir alle waren sehr beeindruckt von dem Lied, das er sang.

Nach der Besichtigung der Kirchen und dem Rundgang gingen wir weiter zu dem Heim für behinderte Kinder. Als wir eintraten und uns die Kinder so freudig empfingen wussten die meisten von uns erst gar nicht, wie wir mit solch einer Situation umgehen sollten. Die Kinder freuten sich sehr und begrüßten uns herzlich. Die Leiterin des Heims zeigte uns das Heim, die verschieden Räume und andere kranke Kinder die dort lebten. Es war sehr berührend und auch bedrückend, die kranken Kinder zu sehen und doch fanden wir es auch beeindruckend, mit welcher Kraft und Selbstverständlichkeit diese Frau und auch die anderen Pfleger mit den Kindern und Jugendlichen umgingen. Letztlich gelangten wir auf den Hof des Heims und unterhielten uns mit der Leiterin des Hauses und übergaben ihr eine Spende für das Heim. Sie freute sich sehr und bedankte sich bei jedem einzelnen von uns. Der Abschied fiel nicht leicht, da ein Junge, der in dem Heim wohnte gerne wollte, dass wir noch ein wenig da bleiben und mit ihm spielen.

 

Als wir aus dem Heim draußen waren unterhielten wir uns in der Gruppe noch einmal über den Besuch des Heims und jeder sagte was er empfunden hatte und wie es ihm ginge. Ich denke die meisten waren sich einig, dass es eine bedrückende Situation war die uns berührte, jedoch war auch jeder von uns von der Arbeit der Pfleger und Pflegerinnen beeindruckt. Noch weitere Erkundungen rundeten den Tag ab: Da war nicht nur das kleine Lädchen oder das gute Softeis, das wir zu sehen und zu schmecken bekamen. Am Abend gab es dann wieder ein großartiges Abendessen bei unserem katholischen Pfarrer. Abschlussrunde, Abendgebet – ein berührender Tag ging zu Ende.

 

Dana Kiepfer

 

Mittwoch, 16.05.2012: Wie ist es bei Gott und den Jugendlichen zuhause?

Wie jeden Morgen begann unser Tag mit dem Frühstück. Danach hatten wir etwas Freizeit und genügend Zeit zum duschen. Das Lustige war, dass auf einmal die Dusche nicht mehr ging, da kein Wasser mehr kam. Patti musste mit Trinkwasser weiterduschen.

Nach ungefähr einer Stunde haben wir uns wieder getroffen und das gestrige Spiel über die Werte auszuwerten. Danach hat uns Rolf in unsere Vergangenheit geführt. Die Traumreise führte uns vom Kindergarten, zur Grundschule bis hin zum hier und jetzt. Dadurch wurde uns allen die Vergangenheit wieder vor Augen geführt und uns kamen vergessene Augenblicke wieder in den Sinn.

Nachdem die Traumreise zu Ende war, haben wir von Birgit, Andi und Rolf 60 Begriffe über Gott erhalten und mussten daraus 30 Begriffe aussuchen. Nach ca. fünf Minuten haben wir uns wieder getroffen und mussten uns in 2er Teams aufteilen. In den 2er Teams sollten wir aus unseren jeweils 30 Begriffen 15 gemeinsame Begriffe bestimmen. Nachdem wir auch dies gemacht hatten, haben wir uns zu zwei großen Gruppen zusammen getan. In diesen Gruppen haben wir uns auf 5 gemeinsame Begriffe über Gott geeinigt. Es wurde immer schwieriger sich auf gemeinsame Begriffe zu einigen, jedoch lag das schwerste noch vor u ns: „5 gemeinsame Begriffe der gesamten Gruppe“. Es gab kleine Meinungsverschiedenheiten, jedoch haben wir uns am Ende dann doch geeinigt. Die fünf Begriffe waren: Jahwe, Weg, Kraft, Liebe und Licht. Durch die kleinen Meinungsverschiedenheiten gab es ein klärendes Gespräch mit den Beteiligten und wir haben gelernt: „Streit ist gut! bzw. geklärter Streit bereichert die Gemeinschaft!“.

Danach gab es mal wieder ein bombastisches Essen von Baba, dass mal wieder komplett leer gegessen wurde.

Nach dem Mittagessen haben wir uns zwei Stunden mit dem rumänischen Jugendlichen getroffen. In Kleingruppen sind wir zu zwei bis drei Jugendlichen gegangen. Sie haben für uns die zwei Stunden individuell gestaltet. Die meisten haben uns in ihre Wohnungen eingeladen und eine kleine Runde durch Toplita gedreht. Die Jungs haben Fußball gespielt und die Mädels haben einen kleinen Wasserfall besucht. Wir haben viel über ihre Lebensweise gelernt, mit ihnen geplaudert und erneut ihre unglaubliche Gastfreundschaft genossen. Danach haben wir noch mit ihnen bei Pfarrer Laszlo Aron zu Abend gegessen.

 

Nach dem schönen Nachmittag und Abend haben wir den ganzen Tag in unserer Abendrunde besprochen und diese mit dem Vater Unser und dem A ve Maria abgeschlossen. Als die Runde zu Ende war, haben wir, wie jeden Abend, den Abend zusammen ausklingen lassen.

 

Lisa Lennert

 

Donnerstag, 17.05.2013: Schweigen und Feiern

Wir sind so wie jeden Morgen um 8.30 Uhr aufgestanden, haben uns fertig gemacht und aßen gemeinsam zum Frühstück. Nachdem frühstück machten wir eine kurze Pause von einer halben Stunde, danach trafen wir uns in dem Raum und machten eine Lerneinheit, in der wir all unsere Fragen an Birgit, Rolf und Andy stellen konnten, von: warum der Papst rote Socken trägt bis hin zur Verhütung. Sie standen und Rede und Antwort, was wir alle sehr gut fanden. Wir aßen dann gemeinsam mit Josef und dem Pfarrer zu Mittag, wie immer war das Essen einfach klasse!
So etwa um vierzehn Uhr gingen wir dann auf den katholischen Friedhof von Toplita. Wir trafen uns dort mit Pfarrer Lazlo Aron und hielten eine Stunde Stille; eine Stunde, in der wir nur über uns nachdachten, eine Stunde, in der wir mit niemandem redeten. Jeder von uns suchte sich einen Platz auf dem Friedhof an der er alleine war. Der Friedhof lag auf einem kleinen Hügel, die Aussicht war toll, man schaute in die Ferne und konnte all seine Gedanken, Ängste und Sorgen wegziehen lassen. Für uns alle war diese stunde sehr emotional und aufwühlend. Pfarrer Lazlo Aron wartete und schwieg diese ganze Stunde mit uns, was wir alle sehr schön fanden.

 

Nachdem diese Stunde zu Ende war gingen wir in die Trauerhalle und beteten gemeinsam. Für niemand von uns fühlte sich die Stunde wie eine Stunde an, eher so wie15 Minuten.Zurück im Haus legten wir eine Pause ein, da wir doch sehr geschafft waren vom Vormittag. Einige schliefen andere legten sich auf eine Decke im Hof und genossen die Sonne.

Nachdem wir die Pause genutzt hatten machten wir noch eine Runde, wie wir den Mittag fanden welche eindrücke wir festgehalten haben, was es uns gebracht hat, aber auch das jedes Tief wieder ein Hoch mit sich bringt. Es war toll, alles los zu lassen sich auszutauschen, zu merken, dass man nicht alleine ist.
Dann machten wir uns fertig, da wir abends ein großes Programm hatten. Zuerst stand ein großer Gottesdienst in der Katholischen Kirche zu Christi Himmelfahrt an. Die Kirche war total voll; viele Jugendliche aus Toplita waren da und viele andere Gemeindemitglieder, die uns sehen wollten. Wir
haben den Gottesdienst mitgestaltet, unsere deutschen Lieder gesungen, die Texte waren alle in deutscher Sprache. Und trotzdem haben wir gemerkt: Wir sind so willkommen, wir sind miteinander verbunden! Nach dem Gottesdienst bekamen wir noch von einigen rumänischen Jugendlichen Geschenke überreicht. Es war toll!

Danach mussten wir weiter, weil wir bei dem Griechisch- Katholischen Pfarrer Costea zum Abendessen eingeladen waren. Dieses Essen übertraf alles, obwohl Baba’s Essen auch unvorstellbar gut war. Es gab Gegrilltes. Seine Frau, die hochschwanger war, kümmerte sich so fürsorglich um uns was man auf gar keinen Fall in diesem Zustand erwartet hätte.

 

Die Stimmung war ausgelassen wir lachten viel, auch dank Josef und Pfarrer Lazlo Aron. So eine tolle Gastfreundschaft wie in Rumänien habe ich noch nie erlebt.
Wir überreichten Gastgeschenke an den Pfarrer und seine Frau, auch an seine Tochter.

 

Wir wollten eigentlich gar nicht mehr gehen, da es so schön dort war. Am Abend machten wir dann wie immer noch unsere Abschlussrunde und fie len vollgegessen und erschöpft in unsere Betten. Ein sehr schöner aber auch sehr Emotionaler Tag ging zu Ende.

 

Patricia Sorge

 

 

Freitag, 18.05. 2013: Ein schönes Land und Abschied

Am Freitagmorgen sind wir sehr früh aufgestanden, haben direkt gefrühstückt und dann ging es auch schon gleich los nach Gheorgheni. Dort haben wird eine Armenische Kirche besucht, welche nebenbei bemerkt ein wunderschönes Gebäude ist. Danach sind wir weiter zum Lacu Rosu ein See, der komplett umhüllt von Gebirge ist. Der Legende nach heißt er „roter See“, weil bei dem Steinschlag, bei dem der See entstanden ist, eine ganze Schafherde dort versunken sein soll.

Nicht weit vom Lacu Rosu ist die Bicaz-Schlucht, in der eine Art Einkaufspassage für Souvenirs, die wir liebevoll Bergzeil genannt haben. Dort haben die meisten ihr letztes Geld für Mitbringsel ausgegeben und ein paar sind sogar in eine Art Kaufrausch geraten. Auf dem Rückweg haben wir noch einmal Halt bei einem kleinen Platz mit ein paar Honighändlern gemacht, welcher sich auch als genialer Aussichtspunkt entpuppte.

 

Etwa gegen frühen Nachmittag sind wir dann in einem sehr interessanten, aber auch guten Restaurant angekommen. Dort haben wir erstmal alle unseren riesigen Hunger gestillt und uns ein wenig in einer gemütlichen Runde geredet. Vollgegessen sind wir dann direkt nach Toplita, wo wir uns erstmal kurz ausruhen konnten.

Gegen Abend sind wir dann zum Pfarrer, dort hatten wir ein sehr bewegendes und amüsantes Abendessen mit ein paar jugendlichen aus der örtlichen Gemeinde. Vom Pfarrer haben wir noch ein paar kleine Geschenke bekommen und haben unsere Mitbringsel für Freunde und Verwandte segnen lassen.

 

Die Jugendlichen haben uns dann auch noch in einen Club eingeladen, in dem sie eine Art Abschlussball feierten. Am späten Abend haben wir dennoch wie üblich unsere kleine Abendrunde gemacht. Anschließend sind wir jedoch alle total erschöpft ins Bett gefallen.

Im Großen und Ganzen war das ein sehr toller Tag, mit vielen verschiedenen aber immer wundervollen Eindrücken.

 

Florian Will

 

Samstag, 19.05.2012: Einmalige Landschaft und Budapest bei Nacht

Der Samstag ging schon sehr früh los, denn er war unser Abreisetag. An diesem Tag sind wir ca. um fünf Uhr morgens aufgestanden, haben uns fertig gemacht und haben uns noch von unserem Gastgeber in unserem Haus verabschiedet. Danach ging es zur griechisch – katholischen Kirche, wo uns die beiden Pfarrer schon erwarteten. Dort wurden wir für unsere Reise noch einmal im byzantinischen Ritus gesegnet – es war sehr beindruckend! Der Abschied war bewegend, schwer und auch mit Tränen verbunden.

Nach dieser schönen Zeremonie haben wir uns leider wieder auf dem Weg zuerst nach Cluj gemacht, wo uns Apis Sohn schon erwartet hat. Dort sind wir erst mal in ein Hotel gegangen um gemütlich was zu trinken. Nach diesem Aufenthalt sind wir in eine große Kirche – die älteste und schönste der Stadt – gegangen, die wir auch besichtigt haben. Danach sind wir auf den Glockenturm gegangen, den wir dank Api's Sohn besichtigen konnten, da er der Kantor der Kirche war. Hier hatten wir eine wunderschöne Aussicht über ganz Cluj. Danach ging es auch wieder weiter und wir verabschiedeten uns. Nach einer längeren Fahrt machen wir einen kurzen halt, an einer Stelle, an der wir eine schöne Aussicht ins Tal und auf die Berge Siebenbürgens hatten. Danach sind wir in eine Raststätte gefahren, in der es rumänische Grillspezialitäten gab. Nach dieser guten Stärkung ging es weiter Richtung Budapest.

 

Dort haben uns unsere Gastfamilien, Maria und natürlich das Championsleague Finale erwartet. Wir haben uns schon auf das gute Essen von Maria gefreut und waren froh, so schöne Betten bei den Gastfamilien zu haben, denn wir waren schon sehr kaputt durch das frühe Aufstehen und der langen Autofahrt. Als wir schließlich angekommen waren wurden wir herzlich begrüßt und es gab Essen. Danach haben wir eine Schiffsfahrt auf der Donau gemacht, jedoch hat Rolf keinen Parkplatz gefunden und konnte nicht mit. Darauf hat sich Rolf in eine Bar gesetzt und den Gerüchten nach das Championsleauge Finale geguckt... Anschließend sind wir wieder zurück zu Maria gefahren, wo uns unsere Gastfamilien uns erwartet haben. Als Florian, Shaaron und ich dann in die gegangen sind hat uns ein drei Gänge Menü und die zweite Halbzeit des Championsleague Finales erwartet, in der die Bayern verloren haben. Nach einen schönen Gespräch mit unseren Gasteltern sind wir schließlich schlafen gegangen.

 

Marc Ziemba

Sonntag, 20.05. 2013: Wieder Zuhause und Bleibende Eindrücke

Nach einer erholsamen Nacht ging es früh am Morgen wieder weiter in Richtung Heimat. Um sieben Uhr trafen wir uns alle bei Maria. Dort verabschiedeten und bedankten wir uns vielmals bei ihr und den Gastfamilien, die uns so selbstverständlich aufnahmen und verpflegten. Nach einem gemeinsamen Vater Unser konnte es nun losgehen. So verteilten wir uns wieder auf die beiden Kleinbusse und nach vielen Stunden Busfahrt inklusive mehreren Stopps (an einem Platz an dem wir noch einmal die gigantische Landschaft zu spüren bekamen, Mittagessen an einer bayrischen Raststätte, Halt an einem Parkplatz um eine Abschlussrunde zu machen etc.) kamen wir gegen 20 Uhr wieder in Griesheim an.

Während der Busfahrt war es eher ruhig, denn alle waren sichtlich ausgepowert von der Fahrt und den vielen Eindrücken, die wir während unserer gemeinsamen Woche in Rumänien sammeln durften.

Trotz den zum Teil krassen Eindrücken, wie das Kinderheim oder die so verschieden Wohnverhältnisse, hat es keiner von uns bereut, sich für diese etwas andere Firmfahrt entschieden zu haben. Wir alle sind der Meinung, dass wir durch diese Eindrücke und Gespräche mit den verschieden Menschen in Toplita viel für unser weiteres Leben gelernt haben.

Uns wurde klar, dass das für uns scheinbar Selbstverständliche, wie zum Beispiel in den Urlaub fahren, für manche Menschen nicht mehr als ein Traum ist... diese Erfahrung macht zwar ein bisschen traurig, aber vielmehr zeigt es uns, diese Dinge mehr zu schätzen!

Wir durften solch eine Gastfreundschaft und Herzlichkeit erleben, die man sich kaum vorstellen kann, und an der sich jeder ein Beispiel nehmen sollte.

Außerdem durften wir uns als Gruppe, die sich teilweise schon vorher kannte, neu oder von einer anderen Seite kennenlernen, indem wir unsere tiefgründigen Gedanken miteinander teilten oder auch einfach mal gerne nur zusammen (auf der Treppe vor dem Haus, wo es auch mal ein bisschen eng wurde ;)) den Abend ausklingen ließen.

Wir durften hautnah erleben was die Gemeinschaft Kirche bedeutet und was alles darin möglich ist!

 

Keiner von uns wird diese Fahrt jemals vergessen und dafür danken wir im Namen aller Firmlinge Rolf, Klaus-Dieter, Birgit, Andi und allen Anderen, die eine solch außergewöhnliche Fahrt möglich machen! Solche Projekte sollte es nämlich viel öfter geben, wir haben Erfahrungen für das Leben gesammelt, die man jedem wünscht.

Mit gefühlten 10 Kilo mehr auf den Hüften (Dank Babas überragendem Essen!!) hoffen wir, dass wir viele neue Bekanntschaften aus Rumänien und Budapest, 2013 bei den Internationalen Tagen der Begegnung wiedersehen dürfen!

 

Shaaron Arizoy / Jana Stehling

23. Hilfsgütertransport nach Toplita vom 20.-27.3.2012

Klaus-Dieter Then und Peter Schwartz fuhren erneut Hilfsgüter nach Toplita. Aufgrund der vielen Spenden mußte ein größeres Auto (7,5 to) gemietet werden.

Bildergalerie des 23. Hilfstransportes:

Der Bericht von Peter Schwartz:

 Hilfsgütertransport zu unserer Partnergemeinde Toplita/Marosheviz (Rumänien)  

   

Viele fleißige Hände hatten bei mehreren Terminen beim Einpacken von zahlreichen Spenden geholfen, und so konnte am 19.03. unser 7,5-Tonner ab 17:00 Uhr nach dem Termin mit der Presse und mit Hilfe der „neuen“ Firmlinge ruckzuck beladen werden - wie meist unter der fachkundigen Anleitung von Michael Steils. Die Güter waren Kinderkleidung, Kinderspielzeug, Kinderfahrräder, Bettwäsche, Medikamente, Schuhe, Inkontinenzvorlagen, Rollstühle, Gehhilfen sowie Holzmobiliar für das Kinderheim.

 

Am 20.03. um 05:15 starteten wir, um nach einer problemlosen und staufreien Fahrt bei sonnigem Wetter um 19:30 in Budapest bei dem ehemaligen Griesheimer Gemeindemitglied Maria und ihrem Lebensgefährten anzukommen. Nach einem kleinen Spaziergang rund um die Burg sowie einem leckeren Abendessen (bewusst nicht zu schwer!) verbrachten wir eine ruhige Nacht im Schlafsack.

 

Um 07:00 und bei sonnigem Wetter ging es am 21.03. ausgeruht auf den Autobahnen M3 und M35 via Debrecen bis zur rumänischen Grenze – dort diesmal leider mit 5-stündigem Aufenthalt wg. generell stärkerer Kontrollen - und weiter über Oradea (Grosswardein) und Cluj-Napoca (Klausenburg) sowie Tirgu Mures (Neumarkt) nach Reghin (Sächsisch Regen). Die letzten 70 km bis Toplita/Marosheviz und auch ein ganz neues 50-km-Autobahn-Stück zwischen Cluj und T. Mures waren dieses Jahr in einem sehr guten Straßenzustand.

Zu erwähnen ist, dass uns einer der Grenzbeamten mit folgendem Satz verabschiedete: „Gott schütze euch!“ Dies zeigt die Bedeutung des Hilfstransports – und nun konnte ja wirklich nichts schief gehen!

So kamen wir - bedingt durch den Grenzaufenthalt erst um 23:15 Uhr (Ortszeit) - wohlbehalten in unserem Zielort an und wurden beim katholischen Pfarrer Laszlo Aron nach herzlicher Begrüßung sofort mit Speis und Trank versorgt. Mit dabei war außerdem unser altbekannter Kantor Arpi Molnar. Wir waren wieder im Pfarrhaus untergebracht - mit separatem Zugang.

 

Der 22.03. war voll gepackt mit Terminen: zunächst begrüßte uns unser vertrauter Dolmetscher Josef Baroti, danach ging es zum Kinderheim. An Ort und Stelle bauten wir den Tisch und Stühle für die Kinder auf und übergaben der sehr engagierten Leiterin eine Geldspende für einen der äußerst beliebten Ausflüge mit den Kindern (2012 z. B. nach Brasov). Was unsere Patientin, die 1 ½ -jährige Dalma Gabor betrifft, so ist die Hautkrankheit mit großen blutigen Blasen am ganzen Körper zwar nach einer Diagnose der Frankfurter Uniklinik unheilbar, weil genetisch bedingt, jedoch sah sie sehr viel besser aus als 2011. Benötigt würden generell: ergonomische Sportgeräte sowie Pflaster und Mullbinden.

Nach dem Mittagessen im Pfarrhaus ging es kurz zur Familie des evangelischen Pfarrers Balla (Übergabe der Osterkerze, Klärung der Unterbringung und Verpflegung der Griesheimer Firmlinge, die im Mai nach Toplita fahren), danach zu Gabriela, unserer bekannten Patientin. Sie ist erfreulich lebhaft und macht weiter Fortschritte; sie sagt Gedichte auf und hat uns ihre Schulhefte gezeigt. Allerdings gibt es ein jahrelang bewährtes Medikament nicht mehr, so dass ein neues Rezept erstellt werden muss.

LKW-Abladen war ab 18:15 angesetzt und unter tätiger Mithilfe vieler Gemeindemitglieder auch schnell erledigt.

Zum Abendessen im Pfarrhaus war der uns ebenfalls schon vertraute Pfarrer von Saramas, Josef Antal, dabei. Es wurde die Firmfahrt im Mai angesprochen – auch hier wird alles wie gehabt ablaufen.

 

Am 23. und 24.03. standen 2 ganztägige Ausflüge auf dem Programm.

 

Der 23.03. war bestimmt von einer Fahrt in das Gyimes-Tal (ca. 80 km hin) mit Pfarrer Aron und Josef Baroti. Schon die Fahrt selbst über einen Pass war eindrucksvoll und der Hauptort selbst geschichtsträchtig - Verlauf der alten Grenze der österreichisch-ungarischen Monarchie und Treffpunkt für Zehntausende von Ungarn am Pfingstwochenende. Zu sehen war auch ein altes Zollamt und der Bahnhof, ein Gebäude, in dem Kaiserin Sissi übernachtet hat! Beim Mittagessen bei einem befreundeten Pfarrer trafen wir auf schwedische Helfer!

Zum Abendessen bei Pfarrer Aron war Josef Antal zu Gast, sowie Vasile Costea, der griechisch-katholische Pfarrer. Danach waren Klaus-Dieter und ich ALLEIN (ohne Dolmetscher) bei Pfarrer Costea und seiner Frau Claudia – ein durchaus geglücktes Experiment, in dem eine Unterhaltung auf deutsch, rumänisch, französisch, Händen und Füssen möglich war – mit freundlicher Unterstützung des selbst gemachten Rotweins!

 

Ein Wunsch von mir ging am 24.03. in Erfüllung: eine Fahrt in die Bicaz-Schlucht mit Halt am Lacu Rosu („roter See“); Klaus-Dieter und die Firmlinge kennen diese Gegend – aber für mich war das Premiere und es war grandios. Ein Mittagessen in einem Hotel am Lacu Rossu rundete den schönen Besuch ab. Begleitet wurden wir von Arpi Molnar und Isztvan ? und es war eine sehr kurzweilige Fahrt.

Zum Abendessen waren wir dann bei Familie Balla und hatten wie immer angeregte Gespräche – begleitet von den charmanten Übersetzern Eva und Peter Balla.

 

Am Sonntag, dem 25.03. begann um 08:30 der Gottesdienst in der im Innenbereich renovierten und hell strahlenden katholischen Kirche in ungarischer Sprache. Klaus - Dieter Then überreichte die von Christina Huber wieder sehr schön verzierte Osterkerze und hielt eine kurze Ansprache.

 

Wichtig zu erwähnen ist, dass dieser Gottesdienst auch die 6-Wochen-Messe für den verstorbenen Lorand war, einer unserer langjährig betreuten Patienten (vielen auch als Levy bekannt). Er litt an Muskeldistrophie, die letztlich unheilbar ist. Aber letztes Jahr war er noch sehr fit und so kam die Nachricht im Februar doch überraschend; seine Eltern waren noch sehr erschüttert an diesem Morgen – die Erinnerung ist doch zu frisch.

 

Nach einer halbstündigen Pause ging es weiter zur Messe in der mit Bildern reich verzierten griechisch-katholischen Kirche (10:00 bis 12:00), die in rumänischer Sprache zelebriert wurde. Auch dort überreichte Klaus - Dieter Then eine Osterkerze und hielt eine Ansprache.

Übersetzer in beiden Fällen war Josef Baroti.

Bis 13:00 hatten Klaus-Dieter und ich die seltene Gelegenheit, einen Spaziergang durch Toplita zu machen um noch einige Eindrücke für die Informationsveranstaltung für die Firmfahrt zu sammeln.

 

Anschließend waren wir – schon fast traditionell - zum Mittagessen beim griechisch-katholischen Pfarrer und seiner Familie (Frau Claudia und Tochter Maria) eingeladen. Begleitet wurden wir von Josef Baroti und später auch von Arpi Molnar.

Bei Wildschwein-Gulasch (das Wildschwein wurde von Pfarrer Costea selbst geschossen) gab es eine angeregte Unterhaltung mit dem umtriebigen Vasile Costea und seiner Frau, die im Übrigen schwanger ist und Ende Juni entbinden wird.

Nachmittags fanden wir dann endlich Zeit, den Familien des Küsters Isztvan ? und des Kantors Arpi Molnar einen Besuch abzustatten. Fast hätten wir uns verplaudert und so hatten wir gerade noch Zeit zu packen – vor dem letzten Abendessen bei Lazlo Aron, an dem auch Josef Baroti und Josef Antal sowie Arpi Molnar teilnahmen.

Wie auch an den Tagen zuvor wurden wir von der Köchin Marika verwöhnt

Nach einer letzten intensiven und langen Gesprächsrunde fielen wir todmüde ins Bett.

 

Montag, 26.03.: um 08:15 wurden wir herzlich von Pfarrer Aron und Josef Baroti sowie Köchin Marika verabschiedet und mit einer Vielzahl von Geschenken all der Menschen, die uns in den vergangenen Tagen begleitet haben, auf den Weg gebracht. Nach einer problemlosen und dank der verbesserten Straßenverhältnisse zügigen Fahrt (ohne großen Grenzaufenthalt) ging es über Debrecen und die gut zu befahrenden Autobahnen nach Budapest – Ankunft bei Maria war 19:30. Das war gerade rechtzeitig, um einem Gottesdienst in der beeindruckenden Felsenkapelle anlässlich „Mariä Verkündigung“ (25.03.) beizuwohnen.

 

Um 07:30 am 27.03. starteten wir zur letzten Etappe nach Frankfurt – mit Einkauf - Stopp bei Neusiedel (Österreich). Nach einer abermals gemütlichen Fahrt bei frühlingshaften Temperaturen kamen wir um 21:45 in Frankfurt an. Unser Fahrzeug hat uns über 3300 km nicht im Stich gelassen, alles hat super geklappt.

 

Nachträge:

1)      unsere Osterkerzen der vergangenen finden in den Nachbar-Bezirken „Verwendung“ – so bekommt (n. R. mit uns) Pfarrer Antal eine, eine ist in der Gemeinde der Eltern von Pfarrer Aron und eine in einer weiteren Nachbar-Gemeinde von Toplita.

2)      mit dem Kolpingshaus in Toplita, das ja seit Jahren im Rohbau steht, kann es jetzt weiter gehen, da entsprechende Verträge geschlossen sind und Gelder beantragt. Vielleicht können in naher Zukunft dann die Firmlinge dort unterkommen.

 

Zum Schluss ein paar Anmerkungen: dies war die 23. Fahrt mit Hilfsgütern nach Rumänien – für mich die vierte; ich will dies gerne fortzusetzen, da ich diese Eindrücke, die Gespräche, die Offenheit und Gastfreundlichkeit sowie die Freude über unsere Hilfsgüter und die Dankbarkeit nicht missen möchte!!!

 

 

Die Fahrer: Klaus - Dieter Then (Transportleiter) und Peter Schwartz


22. Hilfsgütertransport vom 5.4.–12.4.2011 - Reisebericht

Viele fleißige Hände hatten bei mehreren Terminen beim Einpacken von zahlreichen Spenden geholfen, und so konnte am 04.04. unser Klein-LKW (Sprinter) ab 18:00 Uhr unter den Augen der Presse und mit Hilfe von Jugendlichen ruckzuck beladen werden. Die Güter waren Kinderkleidung, Kinderspielzeug, Kinderfahrräder, Bettwäsche, Medikamente, Inkontinenzvorlagen, Rollstühle, Gehhilfen sowie Spielgeräte für das Kinderheim wie z. B. eine Rutsche.

Am 05.04. um 06:00 starteten wir, um nach einer problemlosen und staufreien Fahrt um 17:30 in Budapest bei Maria und ihrem Lebensgefährten anzukommen. Nach einem kleinen Ausflug zu einem der vielen Aussichthügel in Budapest sowie einem leckeren Abendessen (bewusst nicht zu schwer!) verbrachten wir eine ruhige Nacht im Schlafsack.

 

Um 07:00 und sonnigem Wetter ging es am 06.04. ausgeruht auf den Autobahnen M3 und M35 via Debrecen bis zur rumänischen Grenze (auch hier ohne Grenzkontrollen) und weiter über Oradea (Grosswardein) und Cluj-Napoca (Klausenburg) nach Reghin (Sächsisch Regen). Die letzten 70 km bis Toplita/Marosheviz und auch die bergige Strecke zwischen Cluj und Reghin überraschten uns durch den überwiegend sehr guten Straßenzustand.

So kamen wir - das erste Mal im Hellen - bereits um 19:00 Uhr (Ortszeit) wohlbehalten in unserem Zielort an und wurden beim katholischen Pfarrer Laszlo Aron nach herzlicher Begrüßung sofort mit Speis und Trank versorgt. Mit dabei war außerdem Josef Baroti, der während unseres Aufenthalts den Part des „hauptamtlichen“ Dolmetschers übernahm. Wir waren wieder im Pfarrhaus untergebracht - mit separatem Zugang - und zogen uns nach ersten Gesprächen bald dorthin zurück - bestens mit Getränken und Knabbereien versorgt.

 

Der 07.04. war voll gepackt mit Terminen – bei kühlen Temperaturen wurde um 10:00 mit zahlreichen Helfern der LKW entladen.

Dann ging es nach Lazarea (Richtung Georghien (Niklasmarkt)), um dem ehemaligen Pfarrer der ungarisch-katholischen Gemeinde, Josef Birman, den obligatorischen Besuch abzustatten, der wie immer in herzlicher Atmosphäre verlief. Mit ersten Geschenken beladen ging es zurück nach Toplita.

Zum Mittagessen waren wir bei der Familie des evangelischen Pfarrers Arpad Balla eingeladen.

Hier gab es vor allem 3 Themen: a) die Überreichung der Osterkerze, b) die bevorstehende Hochzeit von Peter Balla (Sohn) und seiner Freundin Eva (diplomierte Dolmetscherin) am 04.06.2011 und c) die Anfrage der Unterbringung der Griesheimer Firmlinge im Mai 2012. Obwohl Pfarrer Balla 2012 in den Ruhestand geht, wurde die Unterbringung als unproblematisch eingestuft. Für die Armenküche überließen wir Pfarrer Balla eine Geldspende.

Zwei weitere Erkenntnisse haben wir von diesem Treffen mitgenommen: Pfarrer haben in Rumänien bei Unfällen (ohne Personenschaden) von der Polizei nichts zu befürchten, die wahrscheinlich selbst Angst hat vor der „Rache“ der Pfarrer! (Pfarrer Balla hatte einen Autounfall und die Strafe seiner Frau (nicht der Polizei) war, dass sie ihn nicht mehr Auto fahren lässt). Außerdem werden Hochzeitsreisen zu Sprach-Kursen in Deutsch genutzt (zumindest zeitweise) – so wichtig ist für Peter & Eva die deutsche Sprache! Übrigens hat Pfarrer Balla sein Deutsch stark verbessert.

Weiter ging es am Nachmittag zum Kinderheim, wo zunächst unsere mitgebrachten Kinderspielgeräte sofort und voller Begeisterung in Beschlag genommen wurden. Das Mädchen mit der Hasenscharte hat seine letzte OP gut überstanden (die Firmlinge 2010 haben für die Kosten der Betreuung nach der OP Geld gesammelt), es muss aber derzeit trotzdem noch künstlich ernährt werden.

Leider gibt es eine neue Patientin, die dringend Hilfe benötigt: die 6-monatige Dalma Gabor leidet an einer fortschreitenden Hautkrankheit mit großen blutigen Blasen am ganzen Körper – ein Anblick zum Verzweifeln! Es gibt eine rumänische Diagnose, die wir notiert haben und Klaus-Dieter hat mittlerweile mit einigen Stellen gesprochen – im Moment befasst sich ein Professor der Uniklinik mit den Bildern des Mädchens, die Klaus-Dieter mit Zustimmung der Kinderheim-Leiterin gemacht hat. Man kann nur hoffen, dass es Medikamente gegen diese Krankheit gibt.


Durchaus betroffen verließen wir das Kinderheim, nicht ohne der engagierten Leiterin eine Geldspende zu übergeben, für – sehr beliebte - Ausflüge mit den Kindern .

Anschließend ging es zu „unseren bekannten Patienten“, nämlich zu Gabi und Levy, und diese Besuche waren für uns sehr erfreulich: die in ihrer Entwicklung zurückgebliebene Gabi hat sich zu einem fast normalen Kind „gemausert“ und kommt demnächst in die Schule. Sie spricht, sagt Gedichte auf und spielt mit Freunden – bei meiner ersten Fahrt nach Toplita 2009 war eine solche Entwicklung noch nicht vorhersehbar. Ähnlich bemerkenswert fit präsentierte sich Lorand (nicht Levy, wie sich erst jetzt heraus stellte!), der an Muskeldistrophie leidet und 2010 in deutlich schlechterer Verfassung war. Er war wach, interessiert und sucht Email-Partner bzw. Facebook-Freunde (Klaus Dieter hat die Daten). In beiden Fällen haben offensichtlich die Medikamente aus Deutschland wirklich Besserung gebracht.

Nach diesen emotionalen und intensiven Eindrücken waren wir zum Abendessen bei der Familie des griechisch-katholischen Pfarrers Vasile Costea, das wie immer sehr reichhaltig war und von ersten Gesprächen bezüglich seines Projekts eines Altersheims unter Mitwirkung von „Renovabis“ begleitet wurde. Ebenfalls wie immer zeigte sich Pfarrer Costea sehr engagiert und diskussionsfreudig.

 


Allen besuchten Pfarrern (nebst Familien) wurde eine Einladung von Pfarrer Glaser zur Eröffnungsfeier nach Abschluss der „Haus im Haus“-Arbeiten in St. Hedwig (vermutlich) im Januar 2012 überreicht und in den ersten Reaktionen positiv beschieden.

Am 08.0 und 09.04. standen 2 ganztägige Ausflüge mit Pfarrer Aron auf dem Programm.

 

Der 08.04. war bestimmt von einer Fahrt nach Turda (ca. 160 km einfach) mit Josef Baroti. Dort besichtigten wir ein sehr eindrucksvolles Salzbergwerk mit einer riesigen 120 m hohen Halle mit kerzengeraden Wänden als Höhepunkt. Laut unserem sachkundigen Begleiter durch die Saline ist diese Teil des größten zusammenhängenden Salz-Blocks in Europa. Anekdote am Rande: Pfarrer Aron war vor einigen Jahren der erste Besucher!!! Anschließend waren wir zu einem verspäteten Mittagessen bei einer Familie eingeladen, die Lazlo Aron während seiner Amtszeitzeit in Turda beherbergt hat.

Zum Abendessen bei Pfarrer Aron war dann der Pfarrer aus der Nachbargemeinde Saramas, Josef Antal, zu Gast, der uns letztes Jahr neben Eva als Dolmetscher zur Seite stand und auch die Griesheimer Firmlinge mit betreut hat.

 

Ein schon länger geplanter Besuch bei der Familie des Pfarrers fand am Samstag, 09.04. statt – für mich persönlich der Höhepunkt der Toplita-Fahrt 2011. Begleitet wurden wir von Josef Antal.

Die Fahrt ging durch das Hargita-Bergland (mit den Voralpen in Bayern zu vergleichen), das überwiegend von Ungarn besiedelt ist, vorbei an einem Steinbruch und einer Mühle nach Odorheiu, wo Pfarrer Antal als Kaplan war.

Von dort aus – begleitet von typischem Aprilwetter (sehr windig und Hagelschauer im Wechsel mit Sonnenschein) ging es nach Moureni zu den Eltern von Pfarrer Aron. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Mutter und Vater sowie der Schwester und den Brüdern wurden wir sofort vom Vater in Beschlag genommen. Bei einer Führung durch das Haus der Eltern und das benachbarte Haus eines Bruders wussten wir, was man alles selbst machen kann: Brot, Nudeln, Konfitüre, Wein, Schnaps, Brotteigwannen aus Holz sowie Holzrechen als Beschäftigung im Winter – zwei aus seiner Sammlung von 260 Rechen haben wir als Geschenk bekommen.

Die ganze Familie ist handwerklich außerordentlich begabt. Nach einem sehr guten Essen mit selbst gemachtem Wein und Schnaps und anregenden Gesprächen machten wir uns mit zahlreichen Geschenken beladen auf den Rückweg. Besonders erwähnenswert ist die sehr schöne handgestickte Blaue Stola (Marienstola), die die Mutter von Pfarrer Aron für Pfarrer Glaser gefertigt hat.

Am Abend waren wir bei der Familie von Josef Baroti zum Abendessen eingeladen, der sich an diesem Tag für Geburtstagsvorbereitungen für seine Frau Zeit genommen hatte, und erfuhren, wie wichtig die deutsche Sprache auch für seine Frau und seine Kinder ist. Darüber hinaus haben wir ihre Einschätzung der Lage in Rumänien erfahren und haben sie gebeten, Geduld zu haben.

Am Sonntag, dem 10.04. begann um 08:30 der Gottesdienst in der im Innenbereich renovierten und hell strahlenden katholischen Kirche in ungarischer Sprache. Klaus - Dieter Then überreichte die von Christina Huber wieder sehr schön verzierte Osterkerze und hielt eine kurze Ansprache.

Nach einer halbstündigen Pause ging es weiter zur Messe in der mit Bildern reich verzierten griechisch-katholischen Kirche (10:00 bis 12:00), die in rumänischer Sprache zelebriert wurde. Auch dort überreichte Klaus - Dieter Then eine Osterkerze und hielt eine Ansprache.

Im Anschluss daran blieb noch Zeit für einen kurzen Besuch eines in Containern befindlichen Heizwerks, das Holzschnitzel verarbeitet und eine Schule sowie ein weiteres Gebäude versorgt. Josef Baroti hat die Aufgabe der Überprüfung des Heizwerks bzw. der Durchführung anfallender kleinerer Reparaturarbeiten.

Anschließend waren wir – schon fast traditionell - zum Mittagessen beim griechisch-katholischen Pfarrer und seiner Familie (Frau Claudia und Tochter Maria) eingeladen, bei dem auch der Vize-Bürgermeister von Toplita zugegen war. Begleitet wurden wir von Josef Baroti.

Bei Wildschwein-Gulasch (das Wildschwein wurde von Pfarrer Costea selbst geschossen) gab es eine angeregte Unterhaltung mit dem umtriebigen Vasile Costea und dem Vize-Bürgermeister, der schon in Darmstadt war und Kontakte zu investitionsfreudigen Frankfurter Geschäftspartner knüpfen will. Klaus-Dieter und ich wiesen ihn freundlich darauf hin, dass wir für die Griesheimer Gemeinde stehen und dies unsere Möglichkeiten übersteigt. Gleichwohl will er uns eine Einladung zum Stadtfest in Toplita in 2011 schicken.

Erneut war auch das Altersheim-Projekt Thema, wobei man uns am Montag noch vor unserer Abreise zu einem Gespräch beim Bürgermeister einladen wollte: dieses Ansinnen haben wir ebenso höflich wie erfolgreich abgewehrt.

Nachmittags fanden wir dann endlich Zeit dem Kantor der ungarisch-katholischen Gemeinde, Arpi Molnar, und seiner Frau einen Besuch abzustatten. Fast hätten wir uns verplaudert und so hatten wir gerade noch Zeit zu packen – vor dem letzten Abendessen bei Lazlo Aron, an dem auch Josef Baroti und Josef Antal sowie Peter Balla und Arpi Molnar teilnahmen. Wie auch an den Tagen zuvor wurden wir von der Köchin Marika verwöhnt. Nach einer letzten intensiven und langen Gesprächsrunde fielen wir todmüde ins Bett.

Montag, 11.04.: nachdem es schon an den Tagen zuvor immer wieder Schneeschauer gegeben hatte, lag nun morgens eine Schneeschicht auf unserem Sprinter und Eiskratzen war angesagt! Um 08:15 wurden wir herzlich von Pfarrer Aron und Josef Baroti sowie Köchin Marika verabschiedet und mit einer Vielzahl von Geschenken all der Menschen, die uns in den vergangenen Tagen begleitet haben, auf den Weg gebracht. Nach einer problemlosen und dank der verbesserten Straßenverhältnisse zügigen Fahrt ging es über Debrecen und die gut zu befahrenden Autobahnen nach Budapest – Ankunft bei Maria war 17:30. Mein Wunsch nach einer (einstündigen) Schifffahrt auf der Donau ging in Erfüllung, leider ohne unsere beiden Gastgeber Maria und Janö, da Maria gesundheitlich angeschlagen war. Nach einem leckeren Abendessen mit den beiden gab es ein letztes Mal auf dieser Reise interessante Gespräche.

 

Um 07:30 am 12.04. starteten wir zur letzten Etappe nach Frankfurt – mit Einkauf - Stopps bei Abda (Ungarn) und Neusiedel (Österreich). Nach einer abermals gemütlichen Fahrt bei frühlingshaften Temperaturen kamen wir um 19:00 in Frankfurt an. Unser Fahrzeug hat uns über 3300 km nicht im Stich gelassen, alles hat super geklappt.

 

 

Zum Schluss ein paar Anmerkungen: dies war die 22. Fahrt mit Hilfsgütern nach Rumänien – für mich die dritte; ich will dies gerne fortzusetzen, da ich diese Eindrücke, die Gespräche, die Offenheit und Gastfreundlichkeit sowie die Freude über unsere Hilfsgüter und die Dankbarkeit nicht missen möchte!!!

Bis 2012 will ich meine leider immer noch rudimentären Rumänisch- und eigentlich nicht vorhandenen Ungarisch-Kenntnisse wenigstens etwas erweitern.

 

 

Die Fahrer: Klaus - Dieter Then (Transportleiter) und Peter Schwartz

Berichterstatter: Peter Schwartz

Mai 2010

2. Glaubenskurs zur Vorbereitung auf die Firmung in unserer Partnergemeinde Toplita in Rumänien

April / Mai 2008

1. Glaubenskurs zur Vorbereitung auf die Firmung in unserer Partnergemeinde Toplita / Rumänien

Die Geschichte einer Partnerschaft

 

Die Ökumenische Rumänienaktion ist eine Aktion des Hedwigforums

der Katholischen Pfarrei Mariä Himmelfahrt und der Evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt am Main - Griesheim.

 

Klaus-Dieter Then, der „Vater“ der Rumänienaktion, erzählt:


 

(hier bei der Verleihung des Senfkornpreises 1993 durch den CARITAS-Verband für zukunftsweisende ehrenamtliche Arbeit)

 Wie es begann

 

Im Januar 1990, nach der Grenzöffnung, stellte ich im Pfarrgemeinderat (PGR) der Pfarrei Mariä Himmelfahrt den Antrag, einmal „irgendwo im Osten“ zu helfen. Der PGR folgte dem Antrag und empfahl Rumänien als Ziel. Ich sollte mich an Pfarrer Pelikan von der evangelischen Kirchengemeinde Griesheim wenden. Er stammte aus Rumänien und könne vielleicht helfen. Pfarrer Pelikan besorgte einen LKW und beschaffte auch die notwendigen Papiere und Adressen in Jasi, wo wir unsere Hilfsgüter abladen konnten.

 

Jetzt begann das Sammeln in der katholischen und evangelischen Gemeinde. Nach kurzer Zeit hatten wir sehr viele Kleider- und Lebensmittelspenden zusammen und sogar einen Computer für die Universität in Jasi. An einem Montagmorgen begann dann für Stefan Eckert und mich die Reise ins Ungewisse.

 

Nach 36 Stunden Fahrt ohne Pause waren wir sehr müde und brauchten dringend ein Bett und eine Tankstelle. Wir waren gerade in Toplita, einer kleinen Stadt, in deren Stadtmitte nur eine Laterne brannte. Von einer Tankstelle oder einem Hotel war nichts zu sehen. Schließlich sahen wir vor einem Haus drei Personen stehen und hielten an. Mit Händen und Füßen und dem Vorzeigen unserer Bescheinigungen erklärten wir, dass wir ein Hilfs-transport seien. Daraufhin ging jemand in das Haus, vor dem wir standen, und kam nach kurzer Zeit mit einem Herrn in schwarzer Soutane wieder heraus. So lernten wir den katholischen Pfarrer Josef Birman kennen. Er sorgte für Essen und rief einen Dolmetscher: Otto Hahn, Gymnasiallehrer für Deutsch. Der Pfarrer sorgte auch für eine Unterkunft für uns in einem benachbarten Hotel.

 

Bei einem Gespräch über die Situation in der Gemeinde hörten wir keine Klagen und fuhren dann weiter nach Jasi, wo wir uns beim dortigen Studentenbund meldeten. Wir bekamen einen Dolmetscher mit, luden in der Universität den Computer ab und ließen Kleidung und Lebensmittel dort. Weiter ging es zum katholischen Priesterseminar, wo wir Essen bekamen und übernachteten. In Jasi luden wir auch Kleidung und Lebensmittel in einem Altersheim und einem Waisenhaus für Babys ab. Über das Priesterseminar wurden wir gebeten, nach Roman in ein Waisenhaus für Kinder bis 17 Jahren zu fahren und auch dort Hilfsgüter abzuladen.

 

Von unserem damaligen Pfarrer Franz Lomberg hatte ich noch den Auftrag, wenn möglich mit einer Gemeinde Kontakt aufzunehmen. Kurzer Hand beschlossen wir, nicht alle Hilfsgüter zu verteilen, sondern auf dem Rückweg den Rest zu Pfarrer Birman und seiner Gemeinde in Toplita zu bringen und den Brief von Pfarrer Lomberg dort abzugeben.

 

Pfarrer Birman versorgte uns wieder mit Essen und dem Dolmetscher Otto Hahn. Wir bekamen von ihm auch 30 Liter Diesel aus einem Fass. Noch in der Nacht machten wir uns auf den Rückweg nach Frankfurt, da uns die schwierigen Straßenverhältnisse länger als geplant aufgehalten hatten.

 

Wie es weiterging

 

Die Fahrt nach Rumänien wird nun seit 1990 einmal im Jahr durchgeführt. Bis 1993, also viermal, sind wir bis Jasi in Rumänien gefahren. Das ist etwa 15 km vor der russischen Grenze. Als wir bei unseren Besuchen in Jasi feststellten, dass sich die Situation in den Heimen etwas gebessert hatte, aber die Situation in den Familien in Toplita immer schwieriger wurde, haben wir uns mehr auf die Hilfe für die Familien in Toplita konzentriert. Seit 1994 fahren wir nur noch nach Toplita, das etwa 1650 km von Frankfurt entfernt ist.

 

Toplita hat etwa     15 000 Einwohner

davon sind etwa     10 000 orthodoxen Glaubens

etwa                         3 800 römisch-katholischen Glaubens

etwa                            800 evangelisch-reformierten Glaubens

und etwa                     400 griechisch-katholischen Glaubens

 

In Toplita haben wir gute Kontakte zu dem evangelisch-reformierten Pfarrer Arpad Balla, den katholischen Pfarrern Josef Birman und Laszlo Aron (seit 2003 neuer Pfarrer in Toplita) und dem griechisch-katholischen Pfarrer

Vasile Costea.

 

Wir unterstützten die katholische und die evangelische Gemeinde in den ersten Jahren mit Kleidung, Schuhen, Lebensmitteln und vielem mehr. Das Krankenhaus mit 220 Betten erhält von uns auch weiterhin weiße Bettwäsche. Wir haben jedes Jahr etwa 170 komplette Garnituren dabei, - für etwa Drei-

viertel aller Betten. In einem Behindertenheim mit 31 Kindern im Alter von

3 bis 17 Jahren helfen wir mit Kinderkleidung, wasserdichten Matratzen-bezügen, Kuscheltieren und behindertengerechtem, pädagogisch wertvollem Spielzeug.

 

Aber unser Ziel war von Anfang an, nicht nur Spenden zu verteilen, sondern vielmehr Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. So haben wir im Jahr 1993 eine Nähstube mit 7 Nähmaschinen eingerichtet. 2004 kauften wir 150 Obstbäume für eine Obstplantage. Außerdem wurde mit Hilfe von fünf Ärzten eine Armenapotheke eingerichtet.

 

In den letzten Jahren hat sich in Rumänien viel verändert und damit auch die Bedürfnisse der Menschen in Toplita. Unsere Partnergemeinde brachte mittlerweile auch vieles selbst auf den Weg. Deshalb haben wir im Laufe der 20 Jahre unsere Hilfe immer den neuen Bedürfnissen angepasst.

 

Heute fahren wir nicht mehr mit einem 7,5 t LKW, sondern nur noch mit einem Sprinter. Aus den anfänglichen Hilfstransporten ist mittlerweile eine partnerschaftliche Beziehung geworden mit Besuchen der rumänischen Freund/innen in Frankfurt und Besuchen unsererseits in Toplita.

 

Ein besonders schönes Beispiel dafür ist, dass 2008 und 2010 jeweils eine Gruppe von Firmlingen unserer Gemeinde zu einem Glaubenskurs nach Toplita fuhr (die nächste Fahrt ist schon ins Auge gefasst!). Und zehn Jugendliche aus Toplita waren zu den Internationalen Tagen der Begegnung, die das Hedwigsforum 2008 veranstaltete, in Frankfurt-Griesheim zu Gast.

So wird die Freundschaft zwischen unseren Gemeinden auch in die jüngere Generation weitergetragen.

 

Aktuelles:

(auf das Bild klicken)

Homepage der Pfarrgemeinde
Homepage der Pfarrgemeinde

Die Zukunftswerkstatt fand am 25. und 26. Mai 2018 im Josefshaus in Frankfurt-Griesheim unter großer Beteiligung von Gemeindemitgliedern aus Nied, Griesheim und Gallus statt. Auch eine Delegation aus Kamerun, die gerade im Gallus zu Gast ist, nahm teil und brachte sich engagiert ein.

Einen Bericht können Sie auf der Homepage von Mariä Himmelfahrt lesen.

 

Renovabis Pfingstaktion für die Stadtkirche Frankfurt eröffnet

Zum Bericht auf das Bild klicken

Neues vom Firmkurs in Toplita, Rumänien

(Beim Klick auf das Bild öfnnet sich ein externer Link zur Homepage der Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt.)

Auftakt zu den

3. Internationalen Tagen der Begegnung vom 18.-22. September 2019

Heilige Hedwig hinter Schloss und Riegel

Die Patronin der Heimat-vertriebenen ist zurück im Kaiserdom. Lesen Sie den Bericht der Katholischen Stadtkirche.