Stadtweite Eröffnung der Renovabis-Pfingstaktion

Am

 Samstag, den 1. Juni 2019 um 18 Uhr

 

 eröffneten wir für die Stadtkirche Frankfurt die alljährliche

 Pfingstaktion von Renovabis (Hilfswerk für Osteuropa)

 in St. Hedwig, Elsterstr. 18, 65933 Frankfurt

 

Thema:

Lernerfahrungen 5 Jahre nach dem Euromaidan:

Gewinne, Verluste, Hoffnungen

 

Nach dem Gottesdienst und einem kleinen Imbiss:

 

Impuls und Gespräch mit Mykhailo Fetko

 Griechisch-katholischer Priester aus der Ukraine

und Stipendiat von Renovabis

(mehr zu Mykhailo Fetko hier)

 

Moderation: Herwig Steinitz

stellv. Bundesvorsitzender der Ackermann-Gemeinde

und Mitglied des Hedwigforums

 

Impressionen von der gut besuchten Veranstaltung:

(zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

Bericht über die Veranstaltung:

Die Messe wurde von Pfarrer Rolf Glaser gehalten, der auch die Begrüßung vornahm; als Prediger konnte Pfarrer Mykhailo Fetko aus der Ukraine von der Griechisch-katholischen  Kirche gewonnen werden.

 

 

Ausgehend vom Evangelium (Joh. 17,20-26, Jesu Fürbitte für alle Glaubenden und Einheitsbitte) erläuterte Pfarrer Mykhailo Fetko ausgehend von der Einheitsbitte, dass wohl kein Wunsch Jesu weniger erfüllt wurde, als genau diese Einheit im Glauben. Die Welt ist zerstritten, aber nicht nur dort, auch in der Politik, in der Schule, in der Familie, ja selbst unter Christen ist man von der Einheit weit entfernt.

 

Es fehle an Brücken zwischen den Menschen, Parteien und Interessensgruppen, Völker und Religionen. Hier sei  der Glaube an Jesus Christus eine wichtige Inspirationsquelle für alle Menschen, die Brücken bauen. Das Leben Jesu habe die Menschen, die an ihn glauben, verändert. Alle zivilisatorische Errungenschaften in der westlichen Welt haben wir Jesus zu verdanken. Nicht umsonst wird der Papst als Pontifex Maximus, also oberster Brückenbauer bezeichnet. Papst Franziskus spricht oft von der Kultur der Begegnung, das barmherzige Zugehen auf den anderen.

 

 

Nach dem Festgottesdienst hielt dann Pfarrer Mykhailo Fetko noch einen Vortrag über das Thema „Lernerfahrungen 5 Jahre nach dem Euromaidan: Gewinne, Verluste, Hoffnungen„. Moderiert wurden die Einleitung sowie die nach dem Vortrag gestellten Fragen und Antworten  von Herwig Steinitz (Stellv. Bundesvorsitzender der Ackermann-Gemeinde
und Mitglied des Hedwigsforums).

 

 

Beginnend mit einem Zitat von John Doring: Education is not preparation for life; education is life itself – Bildung ist nicht die Vorbereitung auf das Leben, sondern es ist das Leben selbst, führte er aus, dass das Lernen existenziell ist. Lernen beinhaltet alle Möglichkeiten für die Zukunft.

 

Zunächst analysierte Pfarrer Mykhailo Fetko das post- bzw. neosowjetische politische Modell vor den Ereignissen des Maidan. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nach 1989 bildete sich das neosowjetische Modell heraus, das Elemente der alten kommunistischen Ideologie, aber auch Elemente des Kapitalismus des westlichen Systems enthielt.

 

Das System hat gelernt zu imitieren und vorzugeben etwas anderes zu sein, als es tatsächlich ist. Demokratische Funktionen werden simuliert durch Manipulation und Gebrauch einer Sprache mit doppelter Semantik. Es werden Worte benutzt wie Demokratie, Gerechtigkeit, etc., die jedoch eine andere Bedeutung erhalten. So werden die Bedeutungen auf die eigene Bedürfnisse hin angepasst. Wenn zum Beispiel von Demokratie gesprochen wird, so ist in Wirklichkeit Gewalt und Kriminalitität vorherrschend. Auf der anderen Seite erhält das neosowjetische System einen quasi-religiösen Anstrich. So werden verschiedene Elemente zu einer neuen Ideologie vermengt, mit der man das eigentliche Vorhaben verschleiert. Bis 2013 war dieses System unter der Herrschaft von Präsident Wiktor Janukowitsch auch in der Ukraine zu sehen. Hierbei spielt die orthodoxe Kirche eine entscheidende Rolle, da viele religiöse Elemente Eingang in das neosowjetische Modell gefunden hat.

 

Die Proteste am Maidan wurden ausgelöst durch die Weigerung des Präsidenten Wiktor Janukowitsch, das Assoziierungsabkommen mit der EU zu unterschreiben. Die Weigerung war jedoch – so Pfarrer Mykhailo Fetko – nicht der eigentliche Grund, sondern der eigentliche Konflikt wurde erst ausgelöst, als die Polizei die Demonstranten verprügelte. Ein System, das seine friedlich protestierende Bevölkerung niederprügelt, hat seine Legitimation verloren. Zunächst noch europäisch ausgerichtet, ging es jetzt zunehmend um grundlegende Menschenrechte und Menschenwürde, die immer stärker eingeschränkt wurden. Dabei kamen mehr als 100 Menschen ums Leben. Auch wollte man keinesfalls zurück zu sowjetischen Verhältnissen/Einflüssen.

 

Nach dieser Einführung erläuterte Pfarrer Mykhailo Fetko – Bezug nehmend auf das Thema – nun die weitere Entwicklung: Schwierige Lage seit fünf Jahren, sowohl für die Regierung, als auch für das Volk:

  • Annexion der Krim
  • Krieg im Osten der Ukraine
  • viele Getötete
  • fast 2 Millionen Binnenflüchtlinge
  • Inflation
  • viele junge Menschen haben das Land verlassen

Schon 2014 war klar, dass der Umbau der Ukraine von einem korrupten Staat in eine Demokratie schwierig werden würde.

 

Dabei ist es bemerkenswert, dass die ausländischen Partner die Situation optimistischer einschätzten, als die internen Experten und das Volk selbst, was sicher auch an den übertriebenen Erwartungen nach einer Revolution lag. Problematisch war es auch, dass die allgemeine und wirtschaftliche Erholung des Landes nicht so schnell wie gewünscht voranschritt. Trotzdem sind Fortschritte erkennbar, die zur langsamen Erholung des Landes führen.

 

Die Gewinne des Maidan sieht Pfarrer Mykhailo Fetko im:

  • Zusammenhalten der Bevölkerung nach der Annexion der Krim-Halbinsel,
  • im Neustart des politischen Systems,
  • die Ratifizierung des Assoziierungsabkommens mit der EU und
  • der Visaliberalisierung für ukrainische Bürger sowie
  • die Dezentralisierungsreform und
  • Gesundheitsreform.
  • Auch gibt es jetzt mehr Transparenz bei der Ausgabe öffentlicher Mittel für den Medikamentenkauf.
  • Verbesserter Zugang zu öffentlichen Einrichtungen im Internet,
  • Fortschritte im Banksystem.
  • Schaffung einer Antikorruptionsinstitution.

 

Verluste seit dem Maidan:

Empörung und der Wunsch nach Gerechtigkeit der Menschen seit dem Angriff auf Protestierende 2013 bildeten eine mächtigen Impuls zur Entstehung des Euro-Maidans,
jedoch ist die Justiz bis heute nicht reformiert, die Schuldigen noch nicht zur Rechenschaft gezogen worden.

  • Freilassung einiger verdächtigter Polizisten
  • Fehlende Aufklärung der Morde an Journalisten und Bürgerrechtler
  • Ineffektives Gerichtssystem
  • Bürokratie und Oligarchen als Hindernisse für eine Neuentwicklung
  • Positiv ist zu vermelden, dass die Einbindung in das europäische Umfeld Fortschritte verzeichnet
  • Dekommunisierungspolitik und Stärkung der ukrainischen Nationalidentität
  • Gründung der Orthodoxen Kirche

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob diese Erfolge die Probleme bei der inneren Modernisierung kompensieren.

 

(Quelle: Homepage der Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt - https://www.mariaehimmelfahrt-ffm.de/eroeffnung-der-renovabispfingstaktion-2019/#more-12038)

Renovabis-Pfingstaktion für die Stadtkirche Frankfurt eröffnet

von links nach rechts Abt Andreas Range, der Pfarrer der Slowakischen Gemeinde Jurej Sabados; vorne Pfarrer Rolf Glaser
von links nach rechts Abt Andreas Range, der Pfarrer der Slowakischen Gemeinde Jurej Sabados; vorne Pfarrer Rolf Glaser

Am 12. Mai 2018 eröffnete das Hedwigsforum die jährliche Pfingstaktion von Renovabis für die Stadtkirche Frankfurt mit einem Festgottesdienst und einem Podiumsgespräch zum Thema „Die Heilige Hedwig und das Europa von heute“.

 

Pfarrer Rolf Glaser erinnerte bei seiner Begrüßung zu Beginn des gut besuchten Gottesdienstes daran, dass das Hilfswerk Renovabis in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Als „Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa“ wurde Renovabis im März 1993 von der Deutschen Bischofskonferenz ins Leben gerufen. Das Hedwigsforum ist dem Hilfswerk deshalb besonders verbunden.  

 

Auch Abt Andreas Range O‘Cist, Marienstatt, der den Gottesdienst leitete, hob die Verdienste von Renovabis hervor. Seit 1993 half das Hilfswerk Menschen in 29 Staaten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa bei der Verwirklichung von rund 22.600 Projekten mit einem Gesamtvolumen von gut 697 Millionen Euro (Stand Februar 2017). Die Mittel fließen in kirchlich-pastorale, sozial-caritative sowie in Bildungs- und Medienprojekte. Dabei steht der Grundsatz Hilfe zur Selbsthilfe im Mittelpunkt. Die Mittel von Renovabis werden eingesetzt, um Kirchen und Gemeindezentren zu bauen und Familien-, Frauen- und Jugendzentren auszustatten, Heime für Waisen- und Straßenkinder zu unterhalten und Priester, Ordensleute und in der Seelsorge tätige Laien auszubilden. Ferner werden Gelder für kirchliche Schulprogramme und Lehrerfortbildung, für Studienbeihilfen und journalistische Nachwuchsförderung aufgewendet.

Ausgehend von den Abschiedsreden Jesu im Evangelium begann Abt Andreas Range seine Predigt mit einem Zitat des Frankfurter Jesuiten Norbert Lohfink: „Kann Babylon verwandelt werden?“ und fragte: Kann Frankfurt verwandelt werden? Verwandlung geschieht, wenn nicht Egomanie, Abschottung und Feindschaft, sondern Versöhnung, Gemeinschaft, Kommunion das Miteinander prägen. In seinem Kloster, das ja von Mauern umgeben ist, gebe es zum Beispiel eine Pforte. Nach dem Willen des Heiligen Benedikts ist diese Pforte Tag und Nacht besetzt, damit das Klopfen gehört wird. Ein starkes Bild! Es gilt aufmerksam und präsent zu sein für diejenigen, die bei uns anklopfen.

 

Die Heilige Hedwig hatte die Spannkraft, trotz aller Tiefschläge eins zu werden und eins zu bleiben und sich für Versöhnung einzusetzen. Dies gründete auf zwei Fundamenten: Der Liebe zur Bibel und dem Gebet um den Heiligen Geist. Renovabis heißt übersetzt: Du wirst erneuern. Für Abt Andreas heißt das, der Buchstabe allein reicht nicht, auch nicht der der Heiligen Schrift. Es bedarf auch des Gebets und des Heiligen Geistes, der unser Handeln leitet und unsere Liebe erneuert. Das Christentum habe noch gar nicht richtig begonnen, zitiert er einen von ihm geschätzten polnischen Dichter. Das neue Jerusalem vor Augen, bedürfen wir der ständigen geistlichen Erneuerung!

Nach dem Gottesdienst und einem liebevoll zubereiteten Imbiss folgte ein Podiumsgespräch, das Günther Adam, Erziehungswissenschaftler, Theologe und katholischer Bezirksreferent a.D. moderierte.

 

Der Saal war gut gefüllt - trotz Brückentag und Katholikentag. Das Thema Europa bewegt doch viele!

 

Neben Abt Andreas Range war Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ (rechts), Deutschlands führender Sozialethiker, zu Gast.

 

„Was ist los mit dir, Europa?“ fragte Papst Franziskus, als er mit dem Karlspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet wurde. So heißt auch das neue Buch von Friedhelm Hengsbach, in dem er dieser Frage nachgeht, ein radikales Umdenken fordert und Ideen für den gerade beginnenden Diskurs zu einer Reform der EU liefert. Europa muss sich neu erfinden, wenn es überleben will, so seine Überzeugung.

In der Mitte Günther Adam, der Moderator
In der Mitte Günther Adam, der Moderator

 

Engagiert und sehr kurzweilig trugen die Gäste ihre Analysen zur derzeitigen Situation Europas vor.

 

Hengsbach betonte, Europa müsse auch eine soziale Union sein. Derzeit leide es unter dem neoliberalen Erbe, das sich in drei Postulaten manifestiere:

 

 

1. Der Markt sei die Urform des Handelns und Kern der urbanen Lebensform. – Das schließe allerdings die nicht Marktfähigen aus.

2. Alles, was privat angeboten werde, sei billiger. – Die zunehmende Privatisierung führe jedoch zu einer sich vergrößernden Schere zwischen Arm und Reich.

3. In wohlhabenden Staaten spiele Geld immer weniger eine Rolle als Tauschmittel, sondern vielmehr als Anlage. – Daher diktierten vornehmend die Finanzmärkte die Richtung.

 

Der geistige und auch der politische Horizont kommt laut Hengsbach in Europa zu kurz. Die großen Persönlichkeiten und positive Geschichten, die es in Ost und West gebe, könnten Europa stärken. Die Heilige Hedwig zum Beispiel war und blieb eine politische Frau. Sie lebte und handelte als Herzogin und nicht als Ordensfrau.

Für Abt Andreas bedarf es der Hoffnung auf ein neues Miteinander und der Offenheit für andere Kulturen. Der Teilung und Konfrontation von Ost und West sei entgegenzuwirken. Es gelte, „auf beiden Lungen zu atmen“. Für ihn ist vor allem zivilgesellschaftliches Engagement erforderlich. Die Potenziale der Kirchen lägen im sozial-caritativen Einsatz, mit dem sie das soziale und politische Miteinander in Europa fördern könnten.

 

Zum Abschluss der angeregten Diskussion dankte Pfarrer Rolf Glaser den Gästen mit Spezialitäten aus der örtlichen Apfelweinkelterei.

 

Einen Bericht finden Sie auch auf der Homepage der Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt.

 

Text und Fotos: Barbara Sadrina-Wagner

Stadtweite Eröffnung der Renovabis-Pfingstaktion

 

Am

Samstag, den 12. Mai 2018

um 18.00 Uhr

 

 eröffnen wir für die Stadtkirche Frankfurt

die alljährliche Pfingstaktion von

Renovabis (Hilfswerk für Osteuropa)

 in St. Hedwig, Elsterstr. 18,

65933 Frankfurt

 

mit

 Abt Andreas Range OCist,

Marienstatt

 (Hauptzelebrant)

 * 25 Jahre Renovabis *

 

Thema:

 Die Heilige Hedwig und das Europa von heute

Beharrlichkeit im Tun

Arbeit für die Armen

Verbundenheit der Kulturen

 

Nach dem Gottesdienst und einem Imbiss:

 Impuls und Gespräch mit

Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ

 

Moderation:

Günther Adam, Erziehungswissenschaftler, Theologe

und katholischer Bezirksreferent a.D.

 

 

Impressionen von der Eröffnung der Renovabis-Pfingstaktion 2017 für die Stadtkirche Frankfurt

Am Samstag, den 27. Mai 2017 eröffnete das Hedwigsforum die diesjährige Renovabis-Pfingstaktion für die Stadtkirche Frankfurt unter dem Motto 

 

„Unser gemeinsames Haus Europa –

was ist es uns wert?“

 

Einen ausführlichen Bericht finden Sie auf der Homepage unserer Gemeinde Mariä Himmelfahrt.

 

Für die Fotos danken wir Klaus-Dieter Then vom Hedwigsforum.

Zum Vergrößern klicken Sie die Bilder bitte an.

 

Am

 

Samstag, den 27. Mai 2017

um 18.00 Uhr

 

 eröffnen wir für die Stadtkirche Frankfurt

die alljährliche Pfingstaktion von

Renovabis (Hilfswerk für Osteuropa)

 in St. Hedwig, Elsterstr. 18,

65933 Frankfurt

 

mit

 Stadtdekan Dr. Johannes zu Eltz

 (Hauptzelebrant)

 

Dabei wird es unter dem Motto

 

„Unser gemeinsames Haus Europa –

was ist es uns wert?“

 

schwerpunktmäßig um die Stärkung des europäischen Gedankens

 angesichts der verschiedenen Krisensymptome in Europa gehen.

 

Nach dem Gottesdienst:

 

19.15 Uhr – 21.00 Uhr

Podiumsgespräch mit Europapolitikern

(mit Imbiss)

 

Verena David, Frankfurter Stadtverordnete, Europaliste der hessischen CDU

Milan Horáček, 2004-2009 Mitglied des Europaparlaments für Bündnis 90/Die Grünen; Schwerpunkte Außen- und Sicherheitspolitik, Osteuropa und Menschenrechte sowie

Dr. Oliver Strank, Bundestagskandidat der SPD, vormals tätig in der ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen.

 

Von kirchlicher Seite wird Dr. Matthias Belafi, Referent Gesellschaft und Soziales, Europäische Union der Deutschen Bischofskonferenz vertreten sein.

 

Moderiert wird die Podiumsdiskussion von

Herwig Steinitz von der Ackermann-Gemeinde,

früher: Leitender Referent im Bischöflichen Ordinariat Limburg.

 

ab 21.00 Uhr:

Public Viewing zum DFB-Pokalfinale 2017, 2. Halbzeit

Herzliche Einladung!

Eröffnung der

Renovabis-Pfingstaktion

für die Stadtkirche Frankfurt

Die Eröffnung der diesjährigen Renovabis-Pfingstaktion für die Stadtkirche Frankfurt fand am Samstag, den 7. Mai 2016 um 18 Uhr in St. Hedwig statt. Weihbischof Dr. Thomas Löhr stand dem feierlichen Gottesdienst vor, der sehr gut besucht war. Wie immer war seine Predigt tagesaktuell und sehr inspirierend. Er schlug den Bogen von der Verleihung des Karlspreises an Papst Franziskus und dessen Rede am Tag zuvor (hier nachzulesen) zu dem Engagement für Flüchtlinge in Europa und vor Ort. Er betonte dabei seine Verbundenheit mit der Arbeit des Hedwigsforums, die auch stets spürbar ist.

 

Musikalisch wurde der Gottesdienst von unserem Organisten Herrn Schäfer und dem Jugendchor der Eritreischen Gemeinde, der auch eritreische Flüchtlinge in seinen Reihen aufgenommen hat, gestaltet.

 

Nach dem Gottesdienst und einem Imbiss stellten Péter Krabót und Istvan Boszoki von der Katholischen Jugendstiftung - Katolikus Ifjúsági Alapítvány aus Szeged / Ungarn das Projekt "Migrant Info Point" vor. Unterstützt wurden sie von einem ehrenamtlichen Dolmetscher der Katholischen Ungarischen Gemeinde in Frankfurt. "Die Haupt- und Ehrenamtlichen packen und verteilen Essenspakete ... Die Partner sehen aber noch einen großen Mangel, auf den bislang weder die Behörden noch andere zivilgesellschaftliche Organisationen reagieren: Die Migranten haben kaum Zugang zu Informationen bzw. zu Kommunikation ... Zwar haben sie oft Handys, weil diese ihre einzige verbliebene Verbindung zu Familie und Freunden sind, sie haben aber kaum Gelegenheit, die Akkus aufzuladen, und es gibt in den Flüchtlingseinrichtungen auch kein Internet, das sie nutzen könnten ... In Reaktion auf den Mangel, den sie beobachtet haben, entwickelten die Partner von der Jugendstiftung Szeged die Projektidee eines mobilen 'Migrant Info Points'." (aus dem Projektbericht - siehe unten).

 

Den Bericht über den Abend können Sie auf der Webseite der Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt nachlesen.

 

In der Frankfurter Neuen Presse gab es am Montag, den 9. Mai 2016 ebenfalls einen Artikel über den Abend: http://www.fnp.de/lokales/main-taunus-kreis/Hilfe-fuer-Fluechtlinge;art676,2001271

Als Word-Datei hier:

FNP-Artikel - Hilfe für Flüchtlinge.docx
Microsoft Word Dokument 54.7 KB

Nähere Informationen zu dem unterstützten Projekt finden Sie hier:

Migrant Info Point - Szeged - Ungarn - R
Microsoft Word Dokument 15.1 KB

Impressionen - zum Vergrößern auf das Bild klicken:

(Bilder: Barbara Sadrina-Wagner und Heinz-Jürgen Herbert)

RENOVABIS-Pfingstaktion 2015

RENOVABIS (Übersetzung: "Du wirst das Antlitz der Erde erneuern") half seit seiner Gründung 1993 in 29 Staaten im Osten Europas bei der Verwirklichung von rund 20.760 Projekten mit einem Gesamtvolumen von gut 632 Millionen Euro (Renovabis-Jahresbericht 2014 - Stand März 2015). Verschiedene Beispiele:

Am 9.5.2015 haben wir in St. Hedwig in einem feierlichen Gottesdienst mit anschließendem Gespräch für die Stadtkirche Frankfurt die Pfingstaktion von RENOVABIS eröffnet. Pfingstaktion bedeutet Information zu den Aktivitäten von Renovabis und Kollekte für die armen und bedürftigen Menschen im Osten Europas.  

Thema des Gottesdienstes und Gespräches mit dem Caritasdirektor aus der Ukraine, der Caritasdirektorin aus Frankfurt und dem Domkapitular aus Limburg war die Flüchtlingsproblematik in der UKRAINE. Dort sind ca 1,2 Millionen Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht. Insbesondere leiden alte Menschen und Kinder unter den Folgen des Krieges im Osten des Landes.

Die Kirche ist für viele die letzte Hoffnung

Bei einem Besuch der Renovabis-Geschäftsstelle in Freising hat der ukrainische Bischof Bronisław Bernacki um Hilfe für die vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine gebeten. Seine Diözese Odessa-Simferopol liegt im Südosten des Landes. Momentan ist sie allerdings, durch die umstrittene russische Annexion der Halbinsel Krim, geteilt. Die Kirche muss auf der Krim – nach russischem Recht – nun einen Antrag auf Anerkennung stellen, um ihre Arbeit dort offiziell fortsetzen zu können.

Die wichtigste Aufgabe, betont Bischof Bernacki, ist es momentan für die Flüchtlinge da zu sein. Nach offiziellen Angaben gibt es rund eine Million Binnenflüchtlinge in der Ukraine, die tatsächliche Anzahl der Menschen auf der Flucht dürfte aber höher sein. „Viele Menschen kommen nach Odessa, weil es eine Hafenstadt ist und sie hier auf Schutz und im besten Fall sogar auf Arbeit hoffen“, erklärte Bernacki in einem Gespräch mit dem Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pater Stefan Dartmann SJ. Die Situation vor Ort sei allerdings eine ganz andere: Die staatlichen Stellen seien mit den vielen Flüchtlingen meist überfordert und die Kirche ist für viele die letzte Hoffnung. Momentan brauche es vor allem das Allernötigste: Essen, Kleider, Medizin und vor allem die seelsorgliche Betreuung, der häufig traumatisierten Flüchtlinge. Die Unterstützung aus anderen europäischen Ländern, besonders aus Deutschland, sei dafür sehr wichtig. Bernacki betont: „Viele Flüchtlinge in der Ukraine sind momentan nicht in der Lage sich selbst zu versorgen. Sie sind dringend auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen.“

 

Papst Franziskus: „Schulter an Schulter mit euch“

Die ukrainischen Bischöfe haben in der vergangenen Woche bei einem Besuch im Vatikan mit Papst Franziskus über die Situation gesprochen. Dabei haben sie auch ihre grundlegende Position zu dem Konflikt klar zum Ausdruck gebracht: Es gehe nicht um einen Bürgerkrieg innerhalb des Landes, sondern die Ukraine sei das Opfer einer Aggression des Nachbarstaates geworden. Auf die humanitäre Situation und das Leid der Flüchtlinge angesprochen, habe der Papst ihnen seine Solidarität mit den Worten versichert: „Ich bin Schulter an Schulter mit euch und zu euren Diensten.“ (Quelle Renovabis 4.3.2015)

Renovabis-Pfingstaktion 24.5.14

Renovabis-Pfingstaktion 4.5.2013

F E S T G O T T E S D I E N S T mit Dr. András Márton, Caritasdirektor der Erzdiözese Alba-Julia in Rumänien, zu der auch unsere Partnergemeinde Toplita zählt

G E S P R Ä C H S R U N D E: Dr. Márton erläuterte die Probleme der Behinderten in Rumänien. Anschließend Gespräch mit Hartmut Fritz, Caritasdirektor in Frankfurt.

A U S S T E L L U N G anlässlich der RENOVABIS - Pfingstaktion im Gemeindesaal von St. Hedwig:

RENOVABIS - Beispiele für Projekte in Osteuropa

RENOVABIS - Beispiele für Behindertenprojekte

Behindertenhilfen - Beispiele in Frankfurt am Main

Behindertenhilfen - Beispiele aus unserer Gemeinde

12. Mai 2012

Eröffnung der Pfingstaktion des Hilfswerkes Renovabis für das Bistum Limburg und die Stadtkirche Frankfurt am 12. Mai 2012, ab 15.00 Uhr in St. Hedwig

 

„Und er stellte ein Kind in ihre Mitte…“, unter diesem Motto nimmt die diesjährige Pfingstaktion des Hilfswerkes Renovabis die Situation von Kindern in Osteuropa in den Blick. 

 

Martin Lenz vom Hilfswerk Renovabis hält einen Vortrag über die Lebenssituation und die soziale Lage von Kindern in Osteuropa, mit anschließendem Austausch. Die Veranstaltung schließt mit dem Eröffnungsgottesdienst um 18.00 Uhr, innerhalb dessen Jugendliche aus der Pfarrei Griesheim über ihre Begegnung mit Kindern in Tschechien und Rumänien berichten.

 

Seit 1993 half Renovabis in 29 Staaten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa bei der Verwirklichung von rund 17.600 Projekten mit einem Gesamtvolumen von fast 520 Millionen Euro. Im Jahr 2010 hat Renovabis 843 Projekte mit insgesamt 29.485.090,36 Euro unterstützt. Ehrgeizige „Ministars“ in Lettland, zurück gelassene „Euro-Waisen“ in Rumänien, vermeintliche „Schmuddelkinder“ in Ungarns Romadörfern: Die Kindheit im Europa von heute hat viele Gesichter. Darum geht es bei der diesjährigen Aktion.

 

Die Veranstaltung wird im Auftrag des Bistums Limburg und der Stadtkirche Frankfurt vom Hedwigsforum ausgerichtet. „Wir wollen dabei mithelfen, das Augenmerk der Öffentlichkeit auf die oft himmelschreiende Not von Kindern direkt vor unserer deutschen Haustüre zu richten“, sagte dazu der Vorsitzende des Hedwigsforums, Pfarrer Rolf Glaser. Das Hedwigsforum Frankfurt hat sich insbesondere den Austausch und die Begegnung mit Ländern und Kirchen im östlichen Mitteleuropa und Osteuropa zum Ziel gesetzt. So steht in diesem Jahr eine Reise in die Ukraine auf dem Programm. 

 

Aktuelles:

Dom Edson, Bischof von São Gabriel, Brasilien, besucht

St. Hedwig und berichtet über die Amazonassynode

Das Hedwigsforum gratuliert Herwig Steinitz zur Verleihung der Goldenen Ehrennadel

Das waren sie! – Ein Rückblick

Einen schönen Rückblick auf die 3. Internationalen Tage der Begegnung bietet ein Artikel auf unserer Gemeinde-Webseite.

Zur Webseite der 3. Internationalen Tage der Begegnung:

auf das Logo klicken

Thomas Schmidt informierte über das Arbeitsdokument zur Amazonassynode 2019

(auf das Bild klicken)

Homepage der Pfarrgemeinde
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