Füreinander beten.

Einheit gestalten.

 

 

„Berufen, die großen Taten des Herrn zu verkünden“

(vgl. 1 Petrus 2,9)

 

Am 31. Januar 2016 fand um 11 Uhr in der Katholischen Kirche Sankt Hedwig der Ökumenische Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen statt. Veranstalter war die ACK – Frankfurt am Main - Griesheim:
Katholische Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt mit Sankt Hedwig und

Evangelische Kirchengemeinde Frankfurt am Main - Griesheim.

 

Entgegen aller Befürchtungen - am Nachmittag fand in Mariä Himmelfahrt der Seniorenfasching statt - war der Gottesdienst sehr gut besucht. Der Ökumenische Chor Frankfurt-Griesheim erfreute alle mit ihrem Gesang. Den Bericht über den Gottesdienst können Sie hier nachlesen (Homepage der Pfarrgemeinde).

 

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen wird weltweit jedes Jahr im Januar oder zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten gefeiert. Unter dem Motto „Berufen, die großen Taten des Herrn zu verkünden“ (1 Petrus 2,9) haben Christen aus verschiedenen Kirchen in Lettland die Texte für die diesjährige Gebetswoche für die Einheit der Christen erarbeitet.

 

EINFÜHRUNG IN DAS THEMA DER GEBETSWOCHE

 

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. Einst wart ihr nicht sein Volk, jetzt aber seid ihr Gottes Volk; einst gab es für euch kein Erbarmen, jetzt aber habt ihr Erbarmen gefunden. (1 Petrus 2,9-10)

 

Hintergrund

 

Der älteste Taufstein Lettlands stammt aus der Zeit des heiligen Meinhard, der dem Land das Evangelium brachte. Ursprünglich befand er sich in der Kathedrale von Uexküll, heute steht er in der Mitte des lutherischen Doms der Landeshauptstadt Riga. Dass der Taufstein so nahe bei der reich verzierten Kanzel platziert ist, gibt beredtes Zeugnis von der Beziehung zwischen Taufe und Verkündigung sowie von der Berufung, die großen Taten des Herrn zu verkünden, an der alle Getauften Anteil haben. Diese Berufung wurde als Thema der Gebetswoche für die Einheit der Christen 2016 gewählt. Angehörige verschiedener lettischer Kirchen haben, inspiriert von zwei Versen aus dem ersten Petrusbrief, die Materialien für die Gebetswoche vorbereitet.

 

Archäologische Funde deuten darauf hin, dass byzantinische Missionare das Christentum im 10. Jahrhundert erstmals nach Ostlettland brachten. Meist werden die Ursprünge des Christentums in Lettland jedoch auf das 12. und 13. Jahrhundert und die Evangelisierung durch den heiligen Meinhard sowie später durch weitere deutsche Missionare datiert. Die Hauptstadt Riga gehörte zu den ersten Städten, die sich im 16. Jahrhundert den Ideen Luthers zuwandten. Im 18. Jahrhundert erneuerten und vertieften Herrnhuter Missionare überall im Land den christlichen Glauben. Ihre Nachfahren sollten entscheidenden Anteil an der Schaffung der Grundlagen für die nationale Unabhängigkeit Lettlands im Jahr 1918 haben.

 

Die Geschichte mit ihren vielfältigen Kriegs- und Leidenszeiten hat spürbare Auswirkungen auf das heutige kirchliche Leben in Lettland. Es ist eine traurige Tatsache, dass die Anwendung von Gewalt durch manche Missionare und Kreuzritter das Wesen des Evangeliums entstellt hat. Über Jahrhunderte war Lettland Schauplatz gewaltsamer religiöser und politischer Auseinandersetzungen unterschiedlicher nationaler und konfessioneller Mächte. Veränderungen der politischen Machtverhältnisse in unterschiedlichen Landesteilen spiegelten sich oft in Veränderungen der konfessionellen Zugehörigkeit der Bevölkerung wider. Heute liegt Lettland gleichsam an der Schnittstelle von Regionen, die jeweils von der evangelischen, der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirche geprägt sind. Aufgrund dieser besonderen geographischen Lage ist das Land Heimat für Christen vieler verschiedener Traditionen, von denen keine eine Mehrheitsposition einnimmt.

 

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zerfall des Russischen und des Deutschen Reichs kam es erstmals zur Gründung eines lettischen Staates, der von 1918 bis 1940 bestand. Vom Zweiten Weltkrieg bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 herrschten in Lettland totalitäre antichristliche Ideologien – atheistischer Nationalsozialismus und Kommunismus –, die verheerende Folgen für das Land und seine Einwohner hatten. In dieser Zeit einte die Christen das gemeinsame Zeugnis für das Evangelium bis hin zum Martyrium. Das Bischof Sloskans-Museum dokumentiert dieses gemeinsame Zeugnis und stellt Märtyrer aus der orthodoxen, lutherischen, baptistischen und römisch-katholischen Kirche vor. Die Christen entdeckten, dass sie Anteil am königlichen Priestertum haben, von dem Petrus spricht, weil sie wegen ihres Glaubens an Jesus Christus Folter, Verbannung und Tod erlitten. Diese Verbindung im Leiden ließ eine tiefe Gemeinschaft unter den lettischen Christen entstehen. Durch sie entdeckten sie das gemeinsame Priestertum, das ihnen allen in der Taufe verliehen war und das sie befähigte, nach dem Vorbild Jesu ihr Leiden für andere auf sich zu nehmen.

 

Die Erfahrung des gemeinsamen Singens und Betens – auch der Nationalhymne „Gott segne Lettland“ – war von entscheidender Bedeutung dafür, dass das Land 1991 seine Unabhängigkeit wiedererlangte. In vielen Kirchen Rigas wurde inständig um Freiheit gebetet. In Gesang und Gebet geeint bauten unbewaffnete Bürger in den Straßen der Stadt Barrikaden und stellten sich Seite an Seite den sowjetischen Panzern entgegen.

 

Die finstere Zeit der Diktatur des 20. Jahrhunderts entfremdete allerdings viele Menschen von der Wahrheit über Gott, den Vater, seine Selbstoffenbarung in Jesus Christus und die lebenschaffende Macht des Heiligen Geistes. Gott sei Dank erwies sich die postsowjetische Zeit als eine Zeit der Erneuerung für die Kirchen.

 

Viele Christen versammeln sich in kleinen Gruppen und bei ökumenischen Gottesdiensten zum Gebet. In dem Bewusstsein, dass das Licht und die Gnade Christi noch nicht alle Menschen in Lettland erfüllt und verwandelt haben, wollen sie gemeinsam arbeiten und beten, damit die historischen, ethnischen und ideologischen Wunden, die die lettische Gesellschaft bis heute entstellen, geheilt werden.

 

 

Quelle:

http://www.oekumene-ack.de/fileadmin/user_upload/Gebetswoche/2016/Gebetswoche_2016_Texte_gesamt.pdf

 

5. Februar 2011

Ökumenischer Gottesdienst mit fünf verschiedenen christlichen Kirchen aus Frankfurt am Main

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Erläuterungen zu den verschiedenen Kirchen, der Liturgie und Ökumene (in Kurzform) sowie

Predigt Pfarrer Bruns zum Thema "Eins in der Liebe"

Ökumenische Gottesdienst in St. Hedwig und anschließende Begegnung im Gemeindesaal

Aktuelles:

(auf das Bild klicken)

Homepage der Pfarrgemeinde
Homepage der Pfarrgemeinde

Sprachcafé:

Helfer*innen gesucht

Seit über drei Jahren üben ehrenamtliche Mitglieder unserer Gemeinde mit den Flüchtlingen vom Hotel Anna die deutsche Sprache. Da der Flüchtlingsstrom nicht abreißt und auch das Sprachcafé momentan gut angenommen wird, suchen wir dringend weitere "Trainer*innen" / Anleiter*innen.

 

Bitte melden Sie sich im Pfarrbüro St. Hedwig:

Tel. 069 - 39 53 11

oder bei Erich Misterek:

Tel. 069 - 39 73 19

 

Das Sprachcafé öffnet seine Türen

mittwochs und donnerstags von 17 - 19 Uhr

in der Katholischen Kirche

St. Hedwig, Elsterstraße 18, 65933 Frankfurt am Main.

Vorbereitungen zu den

3. Internationalen Tagen der Begegnung vom 18.-22. September 2019

Bericht über die Ausstellung vom

1.-23. September 2018

(bitte auf das Bild klicken)